Die Gewaltlosen

Drama in vier Akten



I non violenti

Dramma in quattro atti



Dem Kameraden, meiner Frau Frida
Al camerata, a mia moglie Frida

Personen: der Mann, die Frau, Klotz, der Gouverneur, Anna, Nauke, der erste Gefängniswächter, der zweite Gefängniswächter, der Offizier, der erste Gefangene, der zweite Gefangene, der Kranke auf dem Schiff, der Kapitän, der Führer der Bürger, drei Bürger, der Bucklige, der Krüppel, der junge Mensch, drei Revolutionärinnen der Stadt, der Junge von der Straße, der Herr im Zylinder, die Frau aus dem Volk, ein Soldat, Volk, Soldaten, Matrosen, die Schiffsgefangenen.

Personaggi: l'uomo, la donna, Klotz, il governatore, Anna, Nauke, prima guardia, seconda guardia, l'ufficiale, primo prigioniero, secondo prigioniero, il malato sulla nave, il capitano, il capo dei borghesi, tre borghesi, il gobbo, lo storpio, il giovane, tre rivoluzionarie della città, il giovane della strada, un signore col cilindro, la donna del popolo, un soldato, popolo, soldati, marinai, i prigionieri della nave.

Die Niederschrift dieser Legende wurde im Januar 1917 begonnen, im Herbst 1918 beendet. Inmitten der härtesten Verzweiflungsjahre, während die Siege des Weltkapitalismus sich über den Völkern hin und her wälzten. – Zürich. – Die Personen des Dramas sind die Vertreter von Ideen. Ein Ideenwerk hilft der Zeit, zu ihrem Ziel zu gelangen, indem es über die Zeit hinweg das letzte Ziel selbst als Wirklichkeit aufstellt.

La stesura di questa leggenda fu iniziata nel gennaio 1917 e conclusa nell'autunno 1918. È ambientata durante gli anni della disperazione più violenta, mentre i trionfi del capitalismo mondiale si riversavano sui popoli senza tregua. - Zurigo. - I personaggi del dramma fungono da rappresentanti di idee. Un ideodramma che serve al tempo per giungere alla sua meta, presentando oltre il tempo come realtà la stessa meta ultima.

ERSTER AKT - PRIMO ATTO

ERSTE SZENE - PRIMA SCENA

Straßenecke

Der Mann, ein Junge aus der Menge, eine Frau aus der Menge, ein alter Mann, ein Herr mit Zylinder, Volksmenge.

DER MANN an einer Ecke, schreit: Hier ist es. Hier! Alles findet ihr hier. MENGE sammelt sich. EINE FRAU aus der Menge: Haben Sie hier Milch? EIN ALTER MANN läuft atemlos herzu: Sie sagen drüben, hier gibt es Fleisch! EIN HERR mit Zylinder auf dem Kopfe: Ist es wahr, daß man Kohlen kriegt? DER MANN: Umsonst! Ganz umsonst! Alles wird verschenkt! Das Leben verschenkt! MENGE: Wo? DER MANN: Du kannst haben, soviel du willst. Jeder, der will, bekommt seinen Teil! MENGE: Ich war zuerst da. Ich! DER MANN: Niemand braucht länger zu warten. Aufgepasst. Jeder bekommt gleich alles. Das Leben! EIN JUNGE aus der Menge: Der redet so ausländisch. Das ist gewiß ein Spion. EIN ALTER MANN: Wo ist die Polizei? Ich stehe schon eine ganze Nacht. Man weiß heute nicht, mit wem man zu tun hat. DER MANN zum Jungen: Du kriegst Zigaretten. Zum alten Mann: Ihr kriegt alle Brot! DIE FRAU AUS DER MENGE: Ich kann nicht länger. Ich falle um. DER MANN: Ihr braucht nicht mehr zu leiden! Zu der Frau: Halten Sie noch einen Augenblick aus, es wird alles gut. DER ALTE MANN: Vor dem Sterben noch was essen! DER MANN: Sie brauchen nicht zu sterben. Seht mich an, ich sterbe auch nicht. Niemand braucht zu sterben. Ihr könnt alles Leben haben, das ihr wollt! Ihr wollt, ihr wollt, ihr wollt! MENGE: Ja! DER MANN: Ihr wollt frei sein. Ihr werdet nicht sterben. DER JUNGE: Die Polizei kommt! AUS DER MENGE: Maschinengewehre. Militär! Die Truppen. DER MANN: Die Soldaten sind eure Brüder, sie dürfen nicht schiessen. MENGE Tumult: Sie schießen!

Dunkel.

DER MANN schon aus dem Dunkel: Soldaten, Brüder! Ihr dürft nicht schießen!

Angolo della strada

L'uomo, un giovane dalla folla, una donna dalla folla, un vecchio, un signore col cilindro, calca.

L'UOMO a un angolo, urla: È qui. Qui! Trovate tutto qui. LA FOLLA si riunisce. UNA DONNA dalla folla: Avete il latte qui? UN VECCHIO giunge di corsa, trafelato: Dall'altra parte si dice che qui c’è la carne! UN SIGNORE col cilindro in capo: È vero che si trova il carbone? L'UOMO: Gratis! Tutto gratis! Si regala tutto! Si regala la vita! FOLLA: Dove? L'UOMO: Puoi avere quanto vuoi. A ciascuno il suo! FOLLA: C'ero prima io. Io! L'UOMO: Nessuno deve aspettare oltre. All’erta. Ce n'è subito per tutti. La vita! UN GIOVANE dalla folla: Ha un accento straniero. Sicuramente è una spia. UN VECCHIO: Dov'è la polizia? È da una notte ormai che sono in piedi. Chi lo sa oggi con chi si ha a che fare. L'UOMO rivolto al giovane: Eccoti le sigarette. Rivolto al vecchio: Pane per tutti! LA DONNA DALLA FOLLA: Non ce la faccio più. Svengo. L'UOMO: Non dovete soffrire più! Rivolto alla donna: Resista ancora un attimo, andrà tutto bene. IL VECCHIO: Prima di morire, ancora qualcosa da mangiare! L'UOMO: Non deve morire. Guardatemi, nemmeno io muoio. Nessuno deve morire. Potete avere tutta la vita che volete! Voi volete, voi volete, voi volete! FOLLA: Sì! L'UOMO: Voi volete essere liberi. Non morirete. IL GIOVANE: Arriva la polizia! DALLA FOLLA: Mitragliatrici. Esercito! Le truppe. L'UOMO: I soldati sono fratelli vostri, non possono sparare. FOLLA tumulto: Sparano!

Buio.

L'UOMO dal buio: Soldati, fratelli! Non potete sparare!

ZWEITE SZENE - SECONDA SCENA

Zimmer. Der Mann, die Frau.

DER MANN: Jetzt haben sie den Eingang zum Nebenhaus. DIE FRAU: Es geht gegen Morgen, ist das nicht Brandgeruch? DER MANN: Sie legen Feuer, damit wir herauskommen. DIE FRAU: Ich rede mit dem Offizier. DER MANN: Nein. Sie sollen mich nicht lebendig haben. DIE FRAU: Was hilfts dir, wenn du tot bist? — So ist noch eine Möglichkeit. DER MANN: Sie sind schon auf dem Dach. Wir haben keine Waffen. DIE FRAU: Ich winke mit dem Tuch aus dem Fenster, dann holen sie uns. Ich will nicht ersticken, wie die drüben. DER MANN: Wir können nicht mehr heraus. DIE FRAU: Wenn ich sie hereinlasse, kommen wir vielleicht noch davon. DER MANN: Nein. Sie schießen auf uns. Lieber wehren, bis zum letzten Moment. DIE FRAU: Womit willst du dich wehren? DER MANN: Wir haben keine Waffen. Ich kann mit dem Stuhl den ersten, der zur Tür kommt, niederschlagen. DIE FRAU: Das ist nur einer; sie schießen die Wände ein und kommen durchs Fenster. Dem ersten, der kommt, springe ich an den Hals und beisse ihm die Gurgel durch. Dann weiß man, wofür man stirbt. DER MANN: Nein — - das rettet uns nicht. Sie morden — wir nicht! DIE FRAU: Aber wie davonkommen — ohne Gewalt? DER MANN: Mord und Gewalt ist nicht dasselbe! DIE FRAU: Verwirr mich nicht. Ich sehe nur dies: Unser heutiges Leben — Gewalt. Unser Ziel — Gewaltlosigkeit! DER MANN: Luise, ich höre sie kommen. Es ist unser letzter Augenblick. DIE FRAU: Es ist heiß im Zimmer. Der Brand von nebenan schlägt herüber. DER MANN: Ich werde mich ergeben, dann wird dir nichts geschehen. DIE FRAU: Nein, so nicht. Ich habe mit dir gekämpft. Ich lasse dich nicht im Stich. DER MANN: Es wird hell draußen. Ich nehme alles auf mich. Bleib hier. Ich gehe ihnen entgegen. DIE FRAU: Bleibe. Ich lasse dich nicht. Wir sterben zusammen! DER MANN: Nein, nicht sterben. Ich will nicht sterben. Wir haben noch nichts getan. Es ist noch nichts getan. DIE FRAU: Zu spät. DER MANN: Zu spät oder nicht. Wie still es ist. Man hört nur die Schüsse, wie in einer Fabrik. Die Straße ist ganz still. DIR FRAU: Du bist jetzt so ruhig. Fast könnte ich Mut haben. DER MANN: Wir haben nichts zu verheren. Glaube nur diesmal noch. DIE FRAU: Wir sollten uns nicht rühren, wenn sie kommen. DER MANN: Dann machen sie uns nieder. DIE FRAU: Sie sollen uns niedermachen. Sie sollen uns binden, sie sollen uns erschlagen. DER MANN: Sie werden uns foltern, wie sie die Kameraden gefoltert haben. Sie werden uns Geständnisse erpressen, und dann erschiessen sie uns. DIE FRAU: Sie erpressen uns nichts. Wir wehren uns nicht, und wir schweigen. DER MANN: Ich rühre mich nicht. Unser Wille ist mehr als ihre Gewalt! — Es geht zu Ende. Luise, küsse mich. DIE FRAU: Nein, nicht küssen. — Denke ganz an mich. DER MANN: Jetzt ist alles gleich. Du bist mein Freund, meine Schwester, mein Wesen, meine Frau. Es ist gleich, ob sie uns martern. Das ist gekommen, wann ich es nicht miehr erwartet habe. DIE FRAU: Ich umschlinge dich ganz fest. Ich denke nur von dir. — Sei ganz bei mir. Nun können sie morden. DER MANN: Ich will nur noch bei dir sein. Ich höre nur dich. Ich bin so stark bei dir. DIE FRAU: Alle Menschen stoßen mich zu dir. Ich höre nur deine Stimme noch. Wir sind ganz allein. DER MANN: Wir sind ganz allein. Alle sind tot. Ich weiß nur noch von dir. Ich habe nur noch dich. Vielleicht entkommen wir über die Leiter an der Wand. DIE FRAU: Sie sehen uns. DER MANN: Sie werden uns nichtsehen. Ich will. DIE FRAU: Ich will, daß sie uns nicht sehen. Ich will so stark, daß ich lautlos und wie eine Tote unsichtbar bin. DER MANN: Ich will, daß wir leben. Wir dürfen noch nicht hin sein. DIE FRAU: Ich will, daß du lebst. Wir haben noch alles zu tun. DER MANN: Komm, leise. Hinab. Ich will, daß wir ein Schatten der Mauer sind. Verschwinden. DIE FRAU: Verschwinden unter den Steinen, unter den Menschen für das Leben. Ich glaube an dich. DER MANN: Fliege mit mir, komm. Ich will. Halte dich an mir. Wir schweben. DIE FRAU: Hinunter. Hilf mir. Ich will. DER MANN: Glaube, daß du träumst. Fliege im Schlaf; du rührst nur leise die Füße. Niemand sieht dich. DIE FRAU: Ich schwebe mit dir.

Im Dunkel nur die beleuchteten Köpfe von Mann und Frau.

DER MANN: Jetzt. Wir fliegen. DIE FRAU: Es wird so dunkel. Hinab. Wer zieht mich hinauf? DER MANN: Rund um mich ist dunkel. DIE FRAU: Meine Füße sind nicht auf Festem. Der Boden sinkt. DER MANN: Unten ist hell. DIE FRAU: Wir sind in einem Gang. DER MANN: Schreite, schreite. Es brennt wie Feuer. Komm hindurch! DIE FRAU: Mit dir. Wo sind wir? Ich strecke den Arm, ich fühle keine Wände. Ein runder Gang ist um uns. DER MANN: Hinab. Es reißt uns hinab. Rasende Schnelligkeit. Woran halt ich mich fest? DIE FRAU: Halte mich fest. Ich sinke. DER MANN: Wer ist da? Ich ersticke. Ist ein Mensch da? Wer steht da im Dunkel? DIE FRAU: Hindurch! O eile. DER MANN: Die letzte Kraft. Wir sind in einer finsteren Höhle. Ich sterbe für dich. DIE FRAU: Lebe und töte mich. Ich bin nicht mehr. DER MANN: Luft. Atme! Ich sehe Sterne. Es ist fest unter meinen Füßen. Luise, frei! DIE FRAU: Daß ich noch lebe! Fort, fort. Es ist mein Leib. DER MANN: Wir leben. Kein Mensch wird mehr sterben. Wir helfen allen. Wir sind stark.

Camera. L'uomo, la donna.

L'UOMO: Ora entrano nella casa accanto. LA DONNA: Si fa giorno, non c'è puzzo di bruciato? L'UOMO: Appiccano il fuoco per farci uscire. LA DONNA: Parlo con l'ufficiale. L'UOMO: No. Non devono prendermi vivo. LA DONNA: A che ti serve morire? - È pur sempre una possibilità. L'UOMO: Sono già sul tetto. Siamo disarmati. LA DONNA: Faccio cenno dalla finestra col fazzoletto che ci vengano a prendere. Non voglio soffocare come quelli di là. L'UOMO: Non possiamo più uscire. LA DONNA: Ma se li faccio entrare ci possiamo ancora salvare. L'UOMO:No. Ci sparano addosso. Meglio resistere fino all'ultimo. LA DONNA: Con cosa ti vuoi difendere? L'UOMO: Siamo disarmati. Posso colpire con la sedia il primo che si avvicina alla porta. LA DONNA: È solo uno; buttano giù le pareti ed entrano dalla finestra. Salto al collo al primo che entra e gli stacco con un morso la gola. Così si sa per cosa si muore. L'UOMO: No - questo non serve a nulla. Loro uccidono - noi no! LA DONNA: Ma come salvarsi - senza violenza? L'UOMO: Assassinio e violenza non sono la stessa cosa! LA DONNA: Non confondermi. Davanti ai miei occhi c'è solo: il nostro presente - violenza. La nostra meta - non violenza! L'UOMO: Luisa li sento arrivare. È il nostro ultimo momento. LA DONNA: È caldo nella camera. L'incendio qui vicino sta divampando da questa parte. L'UOMO: Mi arrenderò così non ti capiterà niente. LA DONNA: No, non così. Ho lottato con te. Non ti pianto in asso. L'UOMO: Fuori albeggia. Gioco il tutto per tutto. Resta qui. Vado incontro a loro. LA DONNA: Resta. Non ti lascio. Moriamo insieme! L'UOMO: No, non moriamo. Non voglio morire. Non abbiamo fatto ancora niente. Non è successo ancora niente. LA DONNA: Troppo tardi. L'UOMO: Troppo tardi o no. Che silenzio. Si sentono solo i colpi come in una fabbrica. Tutto tace per la strada. LA DONNA: Adesso sei così calmo. Sarei quasi tentata di provare. L'UOMO: Non abbiamo niente da perdere. Ma questa volta concentrati. LA DONNA: Non dobbiamo muoverci quando arrivano. L'UOMO: Poi ci uccidono. LA DONNA: Devono ucciderci. Devono legarci, devono ucciderci. L'UOMO: Ci tortureranno come hanno fatto con i compagni. Ci estorceranno confessioni e poi ci fucilano. LA DONNA: Non ci estorcono niente. Non ci difendiamo e taciamo. L'UOMO: Non mi muovo. La nostra volontà vale di più della loro violenza! - È la fine. Luise baciami. LA DONNA: No, nessun bacio. - Fissa il tuo pensiero su di me. L'UOMO: Adesso non c'è più alcuna differenza. Tu sei mia amica, mia sorella, la mia essenza, la mia donna. Non importa se ci torturano. Non mi importa perché non mi aspetto più niente. LA DONNA: Ti abbraccio forte forte. Il mio pensiero è rivolto solo a te. - Unisciti a me. Ora ci possono uccidere. L'UOMO: Voglio continuare a esistere solo con te. Sento solo la tua voce. Mi sento così forte accanto a te. LA DONNA: Tutti gli esseri umani mi uniscono a te. Non sento che la tua voce. Siamo completamente soli. L'UOMO: Siamo completamente soli. Sono morti tutti. Non conosco che te. Non ho che te. È possibile scappare per la scala laterale. LA DONNA: Ci vedono. L'UOMO: Non ci vedranno. Lo voglio. LA DONNA: Voglio che non ci vedano. Lo voglio a tal punto da diventare zitta e invisibile come una morta. L'UOMO: Voglio che viviamo. Non possiamo ancora morire. LA DONNA: Voglio che tu viva. Dobbiamo ancora fare tutto. L'UOMO: Vieni, piano. Scendiamo. Voglio che siamo un'ombra del muro. Scomparire. LA DONNA: Scomparire tra le pietre, tra gli esseri umani, per la vita. Ti credo. L'UOMO: Vola con me, vieni. Lo voglio. Appoggiati a me. E libriamo. LA DONNA: Giù. Aiutami. Lo voglio. L'UOMO: Immagina di sognare. Vola nel sonno; muovi appena i piedi senza fare rumore. Nessuno ti vede. LA DONNA: Mi libro con te.

Nel buio solo le teste illuminate dell'uomo e della donna.

L'UOMO: Adesso. Voliamo. LA DONNA: Si sta facendo scuro. Giù. Chi mi tira su? L'UOMO: Intorno a me c'è l'oscurità. LA DONNA: I miei piedi non poggiano per terra. Il pavimento sprofonda. L'UOMO: Sotto c'è la luce. LA DONNA: Attraversiamo un passaggio. L'UOMO: Cammina, cammina. Brucia come il fuoco. Attraversa! LA DONNA: Con te. Dove siamo? Stendo il braccio, non sento le pareti. È un vortice che ci circonda. L'UOMO: Giù. Ci tira verso il basso. Pazza velocità. A cosa mi tengo? LA DONNA: Reggimi. Sprofondo. L'UOMO: Chi c'è? Soffoco. C'è qualcuno qui? Chi c'è lì nel buio? LA DONNA: Di qua! Oh sbrigati. L'UOMO: L'ultima possibilità. Ci troviamo in un antro oscuro. Muoio per te. LA DONNA: Vivi e uccidimi. Non esisto più. L'UOMO: Aria. Respira! Vedo le stelle. Sento la terra sotto i piedi. Luisa, liberi! LA DONNA: Per continuare a vivere! Via, via. È il mio corpo. L'UOMO: Viviamo. Non morirà più nessuno. Aiutiamo tutti. Siamo forti.

DRITTE SZENE - TERZA SCENA

Straße vor dem Zimmer. Vorige, später Soldaten.

Der Mann und die Frau machen den letzten Schritt aus dem Dunkel auf die helle Straße. Vor ihnen Trümmer einer Barrikade.

DIE FRAU: Wir sind auf der Straße. Komm. Nun hab ich Kraft für die Ewigkeit.

Vor dem Zimmer ein Schuß. Die Türe wird aufgehrochen. Soldaten dringen ins halbdunkle Zimmer mit Laternen.

Strada davanti alla camera. Gli stessi, poi soldati.

L'uomo e la donna compiono l'ultimo passo dall’oscurità verso la strada illuminata. Davanti a loro le rovine di una barricata.

LA DONNA: Siamo per la strada. Vieni. Adesso mi sento forte in eterno.

Davanti alla camera uno sparo. Viene forzata la porta. I soldati entrano nella camera semibuia con le lanterne.

VIERTE SZENE - QUARTA SCENA

DER MANN UND DIE FRAU auf der Straße : Ich lebe! Sie winden sich durch die Trümmer der Barrikade, sehen sich schwankend in der Straße um: Komm schnell. Leben! DIE FRAU: Komm, eh das Wunder zerbricht! DER MANN: Leben! Für die Menschen! Nun hab ich Kraft auf ewig.

L'UOMO E LA DONNA sulla strada: Io vivo! Strisciano attraverso le rovine della barricata, per strada si guardano intorno titubanti: Vieni, presto. Vivere! LA DONNA: Vieni, prima che il miracolo s'infranga! L'UOMO: Vivere! Per gli uomini! Adesso mi sento forte in eterno.

FÜNFTE SZENE - QUINTA SCENA

Der Mann und die Frau eilen ab. Noch ehe sie die Bühne verlassen, treten Soldaten auf.

SOLDATEN: Halt, wer da? DER MANN zur Frau: Du schnell fort. Zum Schiff. Ich werde frei! Zu den Soldaten: Was wollt ihr?

Die Frau eilt nach der anderen Seite ab.

SOLDATEN: Entwischt! Das Weib ist uns im Dunkel entwischt! Dafür haben wir den Kerl. Sie packen den Mann und schleppen ihn fort.

L'uomo e la donna escono di scena di corsa. Ancor prima di lasciare la scena compaiano i soldati.

SOLDATI: Alt, chi va là? L'UOMO rivolto alla donna: Tu, presto, via. Alla nave. Sono libero! Rivolto ai soldati: Cosa volete?

La donna esce di scena correndo dall'altra parte.

SOLDATI: Scappata! La donna ci è scappata nel buio! Abbiamo il tipo però. Afferrano l'uomo e lo trascinano via.

SECHSTE SZENE - SESTA SCENA

Der Offizier, später ein Soldat.

DER OFFIZIER im Zimmer: Wer hat sie entwischen lassen?

L'ufficiale, poi un soldato.

L'UFFICIALE nella camera: Chi l'ha fatta scappare?

SIEBENTE SZENE - SETTIMA SCENA

EIN SOLDAT stürzt auf: Wir haben ihn. Er wird gefesselt abtransportiert.

Dunkel.

UN SOLDATO piomba precipitosamente: È nostro. Lo trasportiamo incatenato.

Buio.

ACHTE SZENE - OTTAVA SCENA

In der Festung. Raum des Gouverneurs.

Der Gouverneur, Klotz.

DER GOUVERNEUR: Sie geben also alles zu. KLOTZ: Ja. DER GOUVERNEUR: Wollen Sie jetzt das Protokoll unterschreiben? KLOTZ: Ja. DER GOUVERNEUR: Sie werden nicht gedrängt. Sie können es sich überlegen. KLOTZ: Ich habe es schon überlegt. DER GOUVERNEUR: Es ist gut, daß Sie sich so vernünftig benehmen. Wir brauchen keine scharfen Mittel gegen Sie anzu- wenden. KLOTZ: Die würden nichts nützen, Herr Gouverneur. DER GOUVERNEUR: Seien Sie nicht hochmütig. Ich kenne diesen Ton bei den Untersuchungsgefangenen, er hört bald genug auf, wenn es Ernst wird. Sie sind nicht der erste, mit dem ich zu tun habe. KLOTZ: Ich weiß. Aber ich bin nicht stolz. DER GOUVERNEUR: Sehen Sie doch ein, daß Ihre Handlungsweise unrecht war. Sie war aber auch unsinnig. Ein Mann von Ihrer Intelligenz hat nicht das Recht, unverständige Kreaturen aufzureizen. Das werden Sie ja büssen. Aber ich meine, Sie mit ihren Fähigkeiten könnten der Gesellschaft wirkliche Dienste leisten. Ich sage nicht, kommen Sie zu uns. Aber ich sage: lassen Sie Ihre bisherige Tätigkeit. KLOTZ: Nein, Herr Gouverneur. DER GOUVERNEUR: Glau ben Sie doch nicht, bei mir mit diesem Trotz Achtung zu erregen. Das hat gar keinen Sinn. KLOTZ: Nein, es hätte keinen Sinn. Es ist aber nicht um zu imponieren, und es ist auch kein Trotz. DER GOUVERNEUR: So, was ist es denn? KLOTZ: Es ist mein Glaube. DER GOUVERNEUR: Ihr Glaube? Aber sehen Sie denn nicht, daß er Sie irregeführt hat? KLOTZ: Nein. DER GOUVERNEUR: Ja, so sind alle Fanatiker. Sie haben einen Glauben, aber der andere hat keinen oder einen falschen! KLOTZ: Ich weiß. Auch Sie, Herr Gouverneur, sind ein Mensch. DER GOUVERNEUR: Lassen wir diesen Ton. - Ernstlich. Sehen Sie mich an. So, wie ich vor Ihnen stehe - warum meinen Sie denn, stehe ich hier, wenn nicht auch ich meinen Glauben hätte? KLOTZ: Nein, das ist nicht der Glaube. Das ist die Macht. DER GOUVERNEUR: Die Macht, sagen Sie. Ja, ich habe die Macht. Und der beste Beweis gegen Sie ist, daß Sie sie nicht haben. KLOTZ: Nein. DER GOUVERNEUR: Ah, und warum haben Sie sie nicht? Fehlte nur noch, daß Sie mir sagen, weil Sie sie nicht wollen. KLOTZ: Ja, weil ich sie nicht will. DER GOUVERNEUR: Nun schön. Ich lasse Sie jetzt abführen. Ich sehe, ich habe mich zu weit mit Ihnen eingelassen. Es ist immer wieder dasselbe: Sie und Ihre Genossen gleuben bei der geringsten menschlichen Regung von unsereinem das Recht zum Mißbrauch zu haben. Es soll nicht mehr vorkommen. KLOTZ: Macht? Was ist das? Ihre Zentralheizung, Ihr Telephon, Ihre elektrische Klingel, Ihre Beamten. DER GOUVERNEUR: Meine Beamten. KLOTZ: Ihre Beamten - wie lange? Solange Sie auf Ihrem Posten sind. Solange Sie leben. Solange Ihre Beamten leben. Übrigens, sind Sie Ihrer Beamten sicher? DER GOUVERNEUR: Solange ich lebe, und solange die anderen leben. Solange überhaupt Menschen leben. KLOTZ: Ah, und wieso stände ich denn hier vor Ihnen? Wie kommt es, daß Sie und Ihre Organisation vergeblich versuchen, meinen Mund zu schließen? Seit Jahrhunderten versuchen Sie das vergeblich. DER GOUVERNEUR: Vielleicht muß auch das sein. Sie sind nur das dunkle Feld — ich sage nicht einmal: die Gegenseite! — auf dem unser Bau reiner und höher dasteht. Vielleicht sind Sie sogar nötig, um unsere Macht leuchtender und bewusster zu machen. Aber das hindert nicht, daß wir Sie und Ihre Kameraden aus der Welt schaffen. Und wissen Sie, wer uns dabei am meisten zu Hilfe kommt? Sie selbst. Was wollen Sie? Sie wollen selbst die Macht. In allen Ländern ist es das gleiche: Ihre Freunde schreien so lange, bis sie sich emporgeschrien haben. Schliesslich ist alles nur eine Personenfrage. Zufall, daß nicht Sie hier an meiner Stelle stehen, sondern ich. KLOTZ: Wäre das so, wie Sie sagen, dann hätten Sie nicht das Recht, an dieser Stelle zu stehen. Sind Sie denn dafür, daß in der Welt ein Mensch, besinnungslos vielleicht, einen anderen Menschen beschimpft, oder quält, oder krank macht, oder zuletzt mordet? Nein, dafür sind Sie nicht. Sie sind auf Ihrem Posten, weil Sie glauben, daß dadurch mehr Gerechtigkeit herrscht. Sie vertreten die Gewalt, in Wahrheit, weil Sie glauben, daß Sie dadurch der Güte dienen. Aber Sie haben immer in einer einzigen fürchterlichen Angst gezittert: Man könne Ihnen wegnehmen, was Sie besassen. Toll vor Angst haben Sie sich in den Jahren Ihren Posten erarbeitet, mit Fleiss, mit Klugheit, mit Protektion, mit Energie. Sie haben heute die Verfügung über Gefängnisse und Maschinengewehre. Und Sie stehen inmitten Ihrer Macht und zittern vor jeder Sekunde Ihrer Zukunft. Aber schon für eine schwache Stimme, wie die meine, für einen Mann, den Sie und Ihre Auftraggeber mit einer kleinen Vertilgung beseitigen können, müssen Sie Ihre ganze Geistesgegenwart und Ihre Nervenkraft zusammennehmen. Für uns Schwache müssen Sie dieses grosse Haus hier mit dicken Mauern bauen, Schildwachen davorstellen. Unablässig müssen Sie eine Armee von Spitzeln in Tätigkeit setzen, Sie müssen die Marterschreie anderer Menschen erdulden. Ihr Leben vergeht in einem angestrengten Unsinn. Ihre ganze Macht ist dazu da, daß Sie Ihrer Angst vor sich selbst ewig neu preisgegeben sind. DER GOUVERNEUR: Ich höre Ihnen geduldig zu und lasse Sie für Ihre Reden nicht bestrafen. Sie sehen, ich gebrauche meine Macht sehr milde. KLOTZ: Sagte ich denn, daß Sie, Sie, die Macht haben? Sie selbst sind doch ein Werkzeug der Macht, eine Sklave der andern sind Sie, wie die Wächter draussen Ihre Sklaven sind. Wissen Sie denn noch, was der Mensch ist, was Leben ist, was Freiheit ist? Sie lassen die Menschen peinigen, foltern, morden. Und Sie haben nur die Angst, daran zu denken, daß die Schmerzen, das geronnene Blut und das erstickte Leben der Gepeinigten und Hingeschlachteten Sie einmal anklagen wird bei der Menschheit, anklagen vor dem Ende der Welt, bei allem anklagen, was in uns noch Menschlichkeit war — und daß der Schrei der Gefolterten Finsternis in Ihre Seele bringt und Ihnen das Herz aus dem Leibe reißen wird. DER GOUVERNEUR: Warum sagen Sie mir das? Erwarten Sie vielleicht davon Ihre Freiheit? KLOTZ: Nicht von Ihnen. Wollen Sie es wissen: Ich bin frei. Hier im Gefängnis. Sie nicht. Sie haben alles zu verlieren, ich nichts. Ich bin es, der zu schenken hat! DER GOUVERNEUR: Sie schenken? KLOTZ: Das Geschenk des Menschen: die Freiheit. DER GOUVERNEUR: Ja, mit Worten! KLOTZ: Wenn Sie wollen, mit der Tat! — Wollen Sie! DER GOUVERNEUR. Was? KLOTZ: Das Letzte. DER GOUVERNEUR: Und? KLOTZ: Kommen Sie mit mir! DER GOUVERNEUR: Sehen Sie sich um: Das alles bin ich, dieses ganze Haus bin ich. Diese Lampe hier brennt durch mich. Der Schritt des Wächters, den sie draussen hören, geschieht durch mich. Wäre ich nicht da, so griffe alles ins Leere. Diese Mauern wanken. Das bröckelt in einem Nu zusammen, und an seinem Platz ist ein Schutthaufen, auf dem Kinder und Hunde spielen. KLOTZ: Sie sagen es: Kein Gefängnis mehr, sondern ein Schutthaufen, auf dem Kinder und Hunde spielen. Durch Sie. Wunderbarer Tag! DER GOUVERNEUR: Aber ich darf nicht. KLOTZ: Dann lassen Sie mich hier und gehen Sie allein. DER GOUVERNEUR: Hier meine Hände, so leer wie sie, ist mein Leben. Ich brauche ja nichts. Ich bin allein. Ein Einzelner. Der Andere nach mir lässt alles wie es war, und mein Sprung war nur für mich. KLOTZ: Ah, ein Mensch nur, der den Sprung tut, ein einziger nur, der sich ganz besinnt, daß er Mensch ist: Und Sie haben alle Macht der Welt vernichtet. Unüberwindlich wären Sie, ein Keim, der durch die Luft fliegt, unsichtbar, allgegenwärtig durch alle Wände, und danach zerfiele alle Gewalt der Erde wie eine schimmelige Bude in der Feuchtigkeit. Sie sind der Mensch. Sie sind: Wir alle. Und nur, der es wagen würde, ahnungslos an Ihre Stelle zu treten und die Räder der Macht weiter kreischen zu lassen, der wäre ein Einzelner. Grauenhaft allein wäre der unter den neuen Menschen, morsch, zum sicheren Sturz ins tödliche Vergessen verurteilt, wie ein angefaulter Telegraphenmast vom Wind gefällt wird. Die Macht liegt hinter Ihnen. Sie sind frei. Sie wissen, daß Sie frei sind. Kommen Sie! DER GOUVERNEUR: Meine Macht? Dieses Schlüsselbund hier auf dem Tisch ist meine Macht. Da ist der Schlüssel zu meiner Wohnung. Hier zu meinem Schreibtisch. Der da zu diesem Zimmer. Und das ist der Schlüssel zu den Verfügungen. Hier sind sie. Nehmen Sie sie. Ich gebe sie Ihnen. Mit diesem kleinen Stückchen von geschmiedetem Eisen befehlen Sie der Welt. KLOTZ: Nehmen Sie die Schlüssel zurück. Ich will sie nicht. Ich brauche sie nicht. Ich befehle nicht. DER GOUVERNEUR: Sie Stehen vor mir so weit, daß ich nicht einmal die Arme nach Ihnen strecken kann. Dieser Boden ist ein spitzes Gebirge. Kann ich mich noch retten? KLOTZ: Sie sind gerettet, Sie sind hinter dem Tod. Nun gehen Sie. DER GOUVERNEUR: Ich bin frei. Ich weiß es. Aber wohin gehe ich? KLOTZ: Zu den Menschen. DER GOUVERNEUR: Wer ist das? Ich bin ein Mensch, Sie sind ein Mensch. Ist es nicht Übermut zu gehen? Ich bin geboren und geschaffen in diese Welt hinein, in der ich gelebt habe. Wenn ich mit dir gehe, ist das nicht Lüge? Ich befehle Armeen und gewinne Schlachten. Die Sonne geht morgen auf, ich werde Armeen von Menschen befehlen, und Menschen werden von mir sich befehlen lassen! Ändert sich etwas? Die Macht bleibt. Ich weiß zuviel von Menschen. Ich bin allein. Ich bin kein Bruder. KLOTZ: Nein. Du bist nicht mehr allein. Niemand ist allein. Jeder von uns ist eine riesige, glühende, rote Sonne im Weltraum, sie scheint mild und klein hindurch in ein Krankenzimmer, und da erst weiß man von ihr. Ah, ich fühle es: Die Gewalt ist tot in dir; aber du zitterst noch vor deiner Erkenntnis? O strecke nur zum erstenmal die Hand aus, nicht um zu befehlen, sondern um zu helfen. Wende nur zum erstenmal den Kopf, nicht um zu richten, sondern um zu führen. Du bist geboren von Millionen Geschlechtern hervor aus dem Licht, um ein wehender Mensch zu sein, ganz unter den Menschen. Alles, was mit dir kam, und in dir alles, was Erkenntnis weiß, schwingt sich durch das Blut deiner Adern in deinen Handgriff, mit dem du hilfst. Du warst einsam; aber dein Wissen, das dich trennte, springt unter den Menschen um in Tat. Wir alle werden unter den Menschenbrüdern sein, keiner mehr groß, keiner mehr klein. DER GOUVERNEUR: Wohin? Wohin? KLOTZ: In unser Reich. Wir bauen mit Dir die neue Erde. Bruder! Wir warten auf dich. DER GOUVERNEUR: Ihr wartet auf mich? KLOTZ: Ja. In Freiheit, in Liebe, in Gemeinschaft. Die ganze Menschheit zu befreien! Wirf deine Knechtschaft von dir, sei frei - frei! Mensch, der du in Wahrheit bist! Stoße die Angst von dir! Hilf der Menschheit. Du unser Bruder! DER GOUVERNEUR: Mensch sein.- Bruder. - Ich gehe mit dir!

Dunkel.

Nella fortezza. Stanza del governatore.

Il governatore, Klotz.

IL GOVERNATORE: Dunque, confessa tutto. KLOTZ: Sì. IL GOVERNATORE: Vuole firmare il protocollo ora? KLOTZ: Sì. IL GOVERNATORE: Non c'è premura. Può pensarci su. KLOTZ: Ci ho già pensato. IL GOVERNATORE: È un bene che sia così ragionevole. Non dobbiamo usare le maniere forti contro di Lei. KLOTZ: Non servirebbero a nulla, signor governatore. IL GOVERNATORE: Non sia superbo. È lo stesso tono dei detenuti in custodia preventive: dura appena il tempo prima di iniziare a fare sul serio. Lei non è il primo con cui ho a che fare. KLOTZ: Lo so. Ma io non sono superbo. IL GOVERNATORE: Ma non si rende conto che il suo comportamento era sbagliato. E per di più anche assurdo. Un uomo della sua intelligenza non ha il diritto di aizzare creature sciocche. La pagherà cara. Ma credo che Lei, con le sue capacità, potrebbe essere veramente utile alla società. Non dico che debba venire con noi. Ma dico: lasci perdere ciò che ha fatto finora. KLOTZ: No, signor governatore. IL GOVERNATORE: Non si creda di conquistare il mio rispetto con questa ostinazione. Non ha alcun senso. KLOTZ: No, non avrebbe alcun senso. Ma non è per farle impressione e non è nemmeno ostinazione. IL GOVERNATORE: Ah, cos'è allora? KLOTZ: È la mia fede. IL GOVERNATORE: La sua fede? Ma non vede che fine Le ha fatto fare? KLOTZ: No. IL GOVERNATORE: Sì, sono tutti così i fanatici. Hanno una fede, ma gli altri o non ne hanno nessuna oppure ne hanno una sbagliata! KLOTZ: Lo so. Anche Lei, signor governatore, è un uomo. IL GOVERNATORE: Lasciamo perdere questo tono. – Sul serio. Mi guardi. Così, come Le sto di fronte - perché crede che starei qui se non avessi anch'io la mia fede? KLOTZ: No, questa non è la fede. È il potere. IL GOVERNATORE: Dice, il potere. Sì, io ho il potere. E che Lei ne sia privo è la prova schiacciante a suo sfavore. KLOTZ: No. IL GOVERNATORE: Ah, e perché non ce l'ha? Ci manca solo di sentire che non lo vuole. KLOTZ: Sì, perché non lo voglio. IL GOVERNATORE: Va bene. Ora La faccio condurre via. Capisco di essermi compromesso troppo con Lei. È sempre la stessa cosa: Lei e i suoi compagni credete di poter approfittare della minima manifestazione di umanità da parte nostra. Che non abbia a ripetersi mai più. KLOTZ: Potere, cos'è? Il suo riscaldamento centrale, il suo telefono, il suo campanello elettrico, i suoi funzionari. IL GOVERNATORE: I miei funzionari. KLOTZ: I suoi funzionari - per quanto tempo? Finché è in carica. Finché vive. Finché i suoi funzionari vivono. Fra l’altro, si fida dei suoi funzionari? IL GOVERNATORE: Finché io vivo, e finché vivono gli altri. Veramente finché vivono gli uomini. KLOTZ: Ah, e come mai io starei qui davanti a Lei? Com'è che Lei e la sua organizzazione cercate invano di chiudermi la bocca? Ci provate da secoli senza riuscirci. IL GOVERNATORE: Forse anche questo serve a dare un senso. Lei è solo la zona oscura - non dico nemmeno: la controparte! -, su cui si staglia e si innalza il nostro edificio. Forse serve perfino a conferire al nostro potere maggior prestigio e consapevolezza. Ma ciò non toglie che noi non vi eliminiamo, Lei e i suoi compagni. E vuole sapere chi ci è di maggior aiuto? Lei stesso. Cosa vuole? Anche Lei vuole il potere. Ovunque è la stessa cosa: i suoi amici gridano tanto da sgolarsi. In fondo è tutto solo una questione di individui. È un caso che non ci sia Lei qui al mio posto, ma io. KLOTZ: Se fosse come dice, allora non avrebbe il diritto di occuparlo. Crede giusto che al mondo un uomo, forse disorientato, insulti o tormenti un altro uomo, o gli faccia del male, o infine lo uccida? No, non lo crede giusto. Occupa la sua carica perché crede che in questo modo sia assicurata una maggiore giustizia. Rappresenta la violenza, in verità, perché crede in questo modo di poter fare il bene. Ma ha sempre tremato di un'unica, terribile paura: di vedersi portar via ciò che è suo. Pazzo di paura, ha faticato negli anni per raggiungere la posizione che occupa, con zelo, con intelligenza, con appoggi, con energia. Dispone oggi di prigioni e mitragliatrici. Si trova al centro del suo potere e trema per ogni secondo del futuro. Ma soltanto per una voce debole come la mia, per un uomo che Lei e i suoi committenti potete eliminare con una minima ordinanza, deve fare appello a tutta la presenza di spirito e alla forza dei nervi in suo possesso. Per dei deboli come noi deve costruire questo edificio enorme dai muri spessi, appostare sentinelle. Deve mettere in azione senza tregua un esercito di spie, deve sopportare le grida di dolore dei torturati. Lei consuma la sua vita in uno sforzo senza senso. La ragione di essere di tutto il suo potere è di finire inesorabilmente preda della paura che ha di se stesso. IL GOVERNATORE: La sto ad ascoltare paziente e non La faccio punire per questi discorsi. Come vede, modero l'esercizio del mio potere. KLOTZ: Ho detto per caso che Lei, Lei ha il potere? Lei stesso è uno strumento del potere, uno schiavo degli altri, come le guardie fuori sono i suoi schiavi. Ma non sa ancora cos'è l'uomo, cos’è la vita, cos’è la libertà? Fa martoriare, torturare, uccidere gli uomini. E teme solo al pensiero che i dolori, il sangue coagulato e la vita soffocata di chi viene torturato e massacrato, un giorno, La accuseranno al cospetto dell'umanità, La accuseranno davanti alla fine del mondo, La accuseranno di fronte a tutto ciò che in noi rappresentava ancora l’umanità - e che il grido dei torturati Le ottenebrerà l'anima e Le strapperà il cuore dal corpo. IL GOVERNATORE: Perché mi dice questo? Si aspetta forse di essere liberato? KLOTZ: Non da Lei. Vuole sapere una cosa: io sono libero. Qui in prigione. Lei no. Lei ha tutto da perdere, io niente. Sono io quello che ha qualcosa da dare! IL GOVERNATORE: Da dare, Lei? KLOTZ: Il dono dell'uomo: la libertà. IL GOVERNATORE: Sì, a parole! KLOTZ: Se vuole, agendo! - Vuole! IL GOVERNATORE: Cosa? KLOTZ: Il massimo. IL GOVERNATORE: Ebbene? KLOTZ: Venga con me! IL GOVERNATORE: Si guardi intorno: io sono tutto questo, io sono questo edificio intero. Questa lampada qui è accesa grazie a me. Sono io che faccio camminare la guardia che sente fuori. Se io non esistessi, tutto cadrebbe nel vuoto. Questi muri vacillano. Si frantumano in un batter d'occhio fino a diventare un mucchio di macerie, un posto in cui giocano bambini e cani. KLOTZ: È Lei stesso a dirlo: più nessuna prigione, ma un mucchio di macerie dove giocano bambini e cani. Grazie a Lei. Giorno meraviglioso! IL GOVERNATORE: Ma non posso. KLOTZ: Allora mi lasci qui e vada da solo. IL GOVERNATORE: Ecco le mie mani, vuote come lo è la mia vita. Non ho bisogno di nient’altro. Sono solo. Un uomo solo. Chi viene dopo di me lascia tutto com'era, ho fatto il salto solo per me. KLOTZ: Ah, solo un uomo che osi fare il salto, solo uno che si ricordi di essere un uomo; Lei ha annientato tutto il potere del mondo. Sarebbe invincibile, un seme che vola in aria, invisibile, onnipresente nelle pareti, dopodiché la violenza della terra cadrebbe a pezzi come una baracca ammuffita dall'umidità. Lei è l'uomo. Lei è noi tutti. E solo chi inconsapevole osasse prendere il suo posto per continuare a far cigolare le ruote del potere, si troverebbe da solo. Sarebbe terribilmente solo fra gli uomini nuovi, inconsistente, condannato a cadere senza scampo nell'oblio mortale, come un palo marcio del telegrafo che viene spazzato via dal vento. Il potere è il suo passato. Lei è libero. Sa di essere libero. Venga! IL GOVERNATORE: Il mio potere? Questo mazzo di chiavi qui sul tavolo è il mio potere. Ecco la chiave di casa. Della scrivania. Quella lì è di questa stanza. E questa è la chiave delle deliberazioni. Eccole tutte. Le prenda. Gliele consegno. Con questo pezzettino di ferro battuto comanda il mondo. KLOTZ: Si riprenda le chiavi. Non le voglio. Non ne ho bisogno. Non comando. IL GOVERNATORE: Non riesco nemmeno a stendere le braccia verso di Lei, tanto mi è distante la sua presenza. Questo suolo è una montagna appuntita. Mi posso ancora salvare? KLOTZ: È salvo, è oltre la morte. Vada adesso. IL GOVERNATORE: Sono libero. Lo so. Ma dove vado? KLOTZ: Dagli uomini. IL GOVERNATORE: Chi è? Io sono un uomo, Lei è un uomo. Non è un atto di superbia andarsene? Sono nato e sono stato creato in questo mondo in cui ho vissuto. Se vengo con te, non è menzogna? Comando eserciti e vinco battaglie. Domani al sorgere del sole comanderò eserciti di uomini e uomini si faranno comandare da me! Cambia qualcosa? Il potere resta. Ne so troppo degli uomini. Sono solo. Non sono un fratello. KLOTZ: No. Tu non sei più solo. Nessuno è solo. Ognuno di noi è un enorme sole rosso, rovente nel cosmo, diffonde il suo fulgore tiepido e tenue in una camera di un malato, e soltanto colà è nel sapere di ognuno. Ah, lo sento; la violenza è morta dentro di te; eppure tremi ancora davanti alla tua presa di coscienza? Or dunque, stendi per la prima volta la mano non in segno di comando, ma d'aiuto. Gira per la prima volta la testa non per condannare, bensì per guidare. Per la tua antica discendenza divina tu sei il fiato che soffia tra gli uomini. Le tue opere e la tua coscienza vibrano nel sangue delle vene della tua mano protesa a soccorrere. Eri solo, tuttavia il sapere che ti isolava si converte in azione tra gli uomini. Ci troveremo tutti tra i fratelli degli uomini, non uno più grande, non uno più piccolo. IL GOVERNATORE: Dove? Dove? KLOTZ: Nel nostro regno. Con te costruiamo la nuova terra. Fratello! Ti aspettiamo. IL GOVERNATORE: Mi aspettate? KLOTZ: Sì. In libertà, in amore, in comunione. Liberare tutta l'umanità! Liberati dalla schiavitù, sii libero – libero! Uomo quale tu in verità sei! Allontana da te la paura! Aiuta l'umanità. Tu, nostro fratello! IL GOVERNATORE: Essere uomo. - Fratello. - Vengo con te!

Buio.

NEUNTE SZENE - NONA SCENA

Gefängnis. Eine Bank, auf der zwei Wächter der Gefangenen sitzen.

Erster Wächter, zweiter Wächter, später der Mann.

ERSTER WÄCHTER: In den Zellen geht etwas vor. Da ist nicht alles in Ordnung. ZWEITER WÄCHTER: Es ist alles ruhig. Ich habe eben noch einmal inspiziert und durch die Türen gesehen. Was sollte auch geschehen? Wir haben das neue Alarmsystem. Es kann gar nichts vorkommen. ERSTER WÄCHTER: Es geht etwas vor seit die neuen Gefangenen da sind. Wenn man zwanzig Jahre Dienst in der Festung tut, fühlt man es am Rücken, ob etwas nicht in Ordnung ist. ZWEITER WÄCHTER: An deinem Rücken spürst du das? Die Kerle sollen es an ihrem Rücken spüren, wenn sie sich unterstehen! ERSTER WÄCHTER: So etwas sagt man hier nicht. ZWEITER WÄCHTER: Wußte nicht, daß ich in einem Jungfernstift bin. ERSTER WÄCHTER: Grünling! Bei uns heisst es: Kein Wort mit dem Mund, aber alles mit dem Gummiknüppel. ZWEITER WÄCHTER: Habt ihr noch mehr von solchen Bibelsprüchen? ERSTER WÄCHTER: Wir schlagen nie. Der Gefangene hat sich immer gestossen. ZWEITER WÄCHTER: Kenn ich vom Irrenhaus her: Der Patient kommt in Gummi, der kann kein Glied mehr rühren, auch wenn die Ohrfeigen von selbst kommen; nur noch schreien, und das hört keiner. Wenigstens uns hat das Schreien noch nie beim Essen gestört. ERSTER WÄCHTER: Wir sind hier nicht im Irrenhaus, junger Mann. Das hier ist eine anständige Festung. Da schreit keiner, denen ist das Schreien schon längst vergangen. Wenn da so eine feine, blanke Haut von draußen kommt, wo wir sehen, der hält nicht still; so einer wird gleich in eine Ecke gesteckt, wo ihm monatelang im Dunkel das Wasser von den Mauern über die Knochen rieselt. ZWEITER WÄCHTER: Und wenn er euch krank wird? ERSTER WÄCHTER: Soll er ja auch, du Anfanger! Ich geh gewiß nicht im Pflegerkittel zu ihm. So einen haben wir bald mürbe. ZWEITER WÄCHTER: Du sagst aber selbst, daß in den Zellen etwas vorgeht! ERSTER WÄCHTER: Das ist was andres. Das spür ich. Vor zwanzig Jahren, als ich den Dienst antrat, hab ich es schon mal so gespürt. Damals haben wir ein halbes Dutzend mit unseren eigenen Händen still machen müssen. Die andern wurden an der Mauer von den Posten abgeknallt. Der letzte bekam's so, daß er bald am Schädelbruch starb. Seitdem heißt es, man soll nicht mehr schlagen. ZWEITER WÄCHTER: Weiß schon. Heute haben wir gebildetere Zeiten. ERSTER WÄCHTER: Du meinst, weil der Sträfling photographiert wird? Ich spür's doch im Rücken, daß etwas vorgeht, ich spür's viel stärker als damals; zwanzig Jahre lang war hier ein so stilles Leben, und heute ist mir auf einmal, als ob die Steine aus den Wänden fliegen und die eisernen Türen von Pappe sind. Ich bin gar nicht sicher. ZWEITER WÄCHTER: Mach doch eine Meldung. ERSTER WÄCHTER: Ich kann's nicht beweisen. Dann heißt es nur, ich bin zu alt zum Dienst geworden. ZWEITER WÄCHTER: Wie lang muß ich Dienst machen, um dein Gehalt zu kriegen? ERSTER WÄCHTER: Für dich, mein Jüngelchen, aus dem Amt fliegen? Und was soll meine Frau und meine Tochter machen? ZWEITER WÄCHTER: Wie alt ist deine Tochter? ERSTER WÄCHTER: Und dann ist noch das Kind da; das Dreinschlagen nützt nichts, die Weiber wollen ihr Leben haben. ZWEITER WÄCHTER: Wenn aber deine Tochter heiratet, dann bist du doch versorgt, ERSTER WÄCHTER: Der Kerl, von dem das Kind ist, der ist längst über alle Berge. Heiraten? Auf dem Halse habe ich sie, und ich habe doch in meinem Alter so sehr meine Ruhe verdient. ZWEITER WÄCHTER: Ich muß gleich wieder Runde machen. Wenn du meinst, daß in den Zellen nicht alles in Ordnung ist, will ich den Revolver mitnehmen. — Kannst du nicht einen jungen Mann für deine Tochter brauchen? ERSTER WÄCHTER: Das heute ist kein Revolvertag, ich weiß das. Du willst meine Tochter heiraten?

Prigione. Su una panca siedono due guardie carcerarie.

Prima guardia, seconda guardia, poi l'uomo.

PRIMA GUARDIA: Nelle celle sta succedendo qualcosa. C'è qualcosa che non va. SECONDA GUARDIA: È tutto a posto. Ho appena ricontrollato e guardato dalle porte. Ma cosa dovrebbe succedere? Abbiamo il nuovo sistema d'allarme. Non può succedere proprio niente. PRIMA GUARDIA: C'è qualcosa da quando sono arrivati i nuovi prigionieri. Dopo vent’anni di servizio in carcere, si avverte sulla schiena se qualcosa non va. SECONDA GUARDIA: Sulla schiena lo senti? Gliela farò sentire sulla schiena a quelli, se ci provano! PRIMA GUARDIA: Qui non si dicono cose del genere. SECONDA GUARDIA: Non sapevo di essere in un collegio per educande. PRIMA GUARDIA: Pivello! Da noi si dice: non una parola con la bocca, tutto con lo sfollagente. SECONDA GUARDIA: Ne avete altri di questi detti biblici? PRIMA GUARDIA: Noi non picchiamo mai. Il prigioniero ci pensa da solo a colpirsi. SECONDA GUARDIA: So di un manicomio: il paziente arriva tutto avvolto nella gomma, non può alzare nemmeno un dito anche se si prende a schiaffi da solo; grida e grida e non lo sente nessuno. Se non altro gli strilli non ci hanno mai disturbato il pranzo. PRIMA GUARDIA: Qui non siamo in manicomio, ragazzo. Questa è una fortezza dignitosa. Qui non grida nessuno: è già da un bel pezzo che a quelli è passata la voglia di urlare. Se uno di questi signorini passa da quella porta, non resta zitto; un tipo simile viene subito messo in un angolo al buio, dove sente per mesi corrergli lungo le ossa l'acqua dei muri. SECONDA GUARDIA: E se vi si ammala? PRIMA GUARDIA: È quello che vogliamo, minchione! Non gli vado mica incontro come un infermiere. Uno così lo facciamo subito morbido. SECONDA GUARDIA: Ma se tu stesso dici che sta succedendo qualcosa nelle celle! PRIMA GUARDIA: Questa è un’altra cosa. Lo sento. Da quando ho preso servizio, vent’anni fa, l'ho già sentito una volta. Allora abbiamo dovuto farne tacere una mezza dozzina con le nostre mani. Gli altri sono stati freddati al muro dei posti di guardia. L'ultimo ne ha prese così tante da morire sul colpo col cranio fracassato. Da allora si dice di non picchiare più. SECONDA GUARDIA: Lo so. Oggi siamo più progrediti. PRIMA GUARDIA: Intendi dire perché il detenuto viene fotografato? Lo avverto sulla schiena che sta succedendo qualcosa, lo sento ancora più forte di allora; per vent’anni qui siamo stati in pace, oggi invece mi sembra come se all'improvviso le pietre volassero dalle pareti e le porte di ferro fossero di cartone. Non mi sento per niente sicuro. SECONDA GUARDIA: Fa’ una segnalazione. PRIMA GUARDIA: Non lo posso provare. Vuole solo dire che sono diventato troppo vecchio per questo servizio. SECONDA GUARDIA: Quanti anni di servizio ho ancora davanti per avere il tuo stipendio? PRIMA GUARDIA: Ritirarmi per te, bello mio? E cosa devono fare mia moglie e mia figlia? SECONDA GUARDIA: Quanti anni ha tua figlia? PRIMA GUARDIA: E poi c'è anche il bambino; menar le mani non serve a nulla, le donne vogliono vivere. SECONDA GUARDIA: Ma se tua figlia si sposa, allora sei sistemato. PRIMA GUARDIA: Il tipo, il padre del bambino, se l’è svignata da un bel po' di tempo. Sposarsi? Ce l'ho sul groppone quella, e pensare che me lo merito di stare in pace da vecchio. SECONDA GUARDIA: Rifaccio il giro ora. Se dici che nelle celle qualcosa non va, voglio prendere la rivoltella. Non hai bisogno di un giovane per tua figlia? PRIMA GUARDIA: Oggi non è giorno da rivoltella, lo so. La vuoi sposare?

ZEHNTE SZENE - DECIMA SCENA

Während die Wächter weiter sprechen, erscheint hinter der Gittertür der Zelle der Mann.

Der Mann hinter den Gittern in Ketten.

ZWEITER WÄCHTER: Wieviel Gehalt kriegst du? ERSTER WÄCHTER: Wenn du Anna hei ratest, das ist was anderes; da kommst du einmal an meine Stelle. ZWEITER WÄCHTER: Und das Kind von deiner Tochter? ERSTER WÄCHTER: Ich lege ein Wort für dich beim Gouverneur ein. ZWEITER WÄCHTER: So alt das Kind ist, soviel Dienstjahre krieg ich von deinen. ERSTER WÄCHTER: Ich muß jetzt in den Keller, wo der Sträfling an die Mauer gekettet steht, seine achtundvierzig Stunden sind abgelaufen. ZWEITER WÄCHTER: Der wird nicht über heiße Füße klagen.Du gehst morgen zum Gouverneur? ERSTER WÄCHTER: Wenn du ernstlich einheiraten willst, gehe ich zum Gouverneur. DER MANN: Gouverneur! Wo ist der Gouverneur? Ich will nicht länger. ERSTER WÄCHTER zum zweiten: Hol mir die Schlüssel, ich muß die Ketten aufschließen. ZWEITER WÄCHTER: Wieviel hast du in Ketten? ERSTER WÄCHTER: In jeder Kellerzelle einen. DER MANN: Die Ketten ertrag ich nicht länger. Ihr sollt mich haben. Ich bin ein einfacher Mensch. Die Augen, die durch die Gittertüre grinsen. In der Nacht krachen die Ketten an mir wie Stücke Eis. Ich will alles sagen, was ihr haben wollt. Ich bin fertig. Ich mache nicht mehr mit. Wenn ihr mich leben laßt, werde ich Schreiber. Ich werde Hausierer, Ich werde Knecht. Ihr könnt mich schlagen. Fragt mich. Preßt mich doch aus. Ihr könnt alles wissen. Ich will frei sein. ZWEITER WÄCHTER: Wie frei der Kerl hier schreien darf! Müßte ihm das Maul stopfen. ERSTER ÄCHTER: Das ist noch nichts. Am Anfang beginnt's immer so mit Kleinigkeiten. Aber wenn er erst gegen uns tobt, dann ist's Zeit, ihn zum Schweigen zu bringen, daß er jahrelang noch Schmerzen spürt, wenn er nur von einer Wächterjacke träumt! DER MANN: Ihr verfluchten Hunde, laßt mich frei. Ihr Marterschweine, die Ketten herunter! Ihr Lumpendreck, der stinkende Teufel hat euch aus geschissen, ihr tierisches Spitzelpack, ihr seid nie Menschen gewesen, als Nägel, als Peitschen, als Ketten seid ihr geboren, darum quält ihr Menschen! Ich spucke euch an, foltert mich; schließt mir den Mund, ich kotze euch doch an. Stecht mir die Augen aus, und wenn ihr sie schon tot an die Erde geschmissen habt, werden sie sich noch unter eurem Fuß vor euch ekeln! ERSTER WÄCHTER: Er beginnt. Jetzt ist's Zeit. Hol die Schlüssel. Nimm die Gummiknüppel mit. Auch den Knebel, es brennt mehr wenn er nicht schreien kann. Bring auch meine Tochter mit dem Kinde mit, es macht der Kleinen immer Spaß, wenn wir einen Anfänger vornehmen. Es soll ja eigentlich nach der Vorschrift nicht sein, aber bei der Art Gefangenen erfahren die Herren doch nie, was wir tun! Mach schnell, die Sachen sind in meinem Zimmer, sag's meiner Tochter. ZWEITER WÄCHTER: Der sieht bald, wie ihm ohne Ketten zumute wird. Wußte nicht, daß ein Spaß für das Mädel dabei ist. ERSTER WÄCHTER: Eil dich!

Zweiter Wächter ab.

Mentre le guardie continuano a parlare, l’uomo appare dietro il cancello della cella.

L'uomo incatenato dietro le sbarre.

SECONDA GUARDIA: Quanto prendi di stipendio? PRIMA GUARDIA: Se sposi Anna è diverso; un giorno passi al mio posto. SECONDA GUARDIA: E il suo bambino? PRIMA GUARDIA: Ci metto io una parola per te con il governatore. SECONDA GUARDIA: Quanti gli anni del bambino, tanti gli anni di servizio che da te passano a me. PRIMA GUARDIA: Adesso devo andare nella cella, dal detenuto incatenato al muro, quarantotto ore sono passate. SECONDA GUARDIA: Non si lamenterà per avere caldo ai piedi. Domani vai dal governatore? PRIMA GUARDIA: Se intendi seriamente far parte della famiglia, vado dal governatore. L'UOMO: Governatore! Dov'è il governatore? Non voglio aspettare oltre. PRIMA GUARDIA rivolta alla seconda: Vammi a prendere le chiavi, devo aprire le catene. SECONDA GUARDIA: Quanti prigionieri hai? PRIMA GUARDIA: Uno per cella. L'UOMO: Le catene, non le sopporto più. Prendetemi. Sono un uomo semplice. Gli occhi che sogghignano dalle sbarre. Di notte mi scricchiolano addosso le catene come pezzi di ghiaccio. Voglio dire tutto ciò che volete sapere. Basta. Non ci sto più. Se mi lasciate vivere, divento scrivano. Divento venditore ambulante. Divento servo. Mi potete picchiare. Interrogatemi. Spremetemi. Potete sapere tutto. Voglio essere libero. SECONDA GUARDIA: Con quanta libertà questo qui si permette di gridare! Dovrei tappargli la bocca. PRIMA GUARDIA: Non è ancora niente. Siamo solo all’inizio. Ma non appena ci si scatena contro, allora bisogna farlo tacere: che senta per anni il dolore, se soltanto sogna un'uniforme! L'UOMO: Maledetti cani, liberatemi. Luridi carnefici, via le catene! Ammasso di cenci schifosi, quel puzzone del diavolo vi ha cagato addosso, rozza marmaglia di spie, non siete mai stati uomini, siete nati chiodi, fruste, catene, ecco perché tormentate gli uomini! Vi sputo addosso, torturatemi; chiudetemi la bocca, mi fate schifo. Cavatemi gli occhi e gettateli a terra. Morti sotto i vostri piedi proveranno per voi solo disgusto! PRIMA GUARDIA: Ecco che comincia. È ora. Vai a prendere le chiavi. Prendi lo sfollagente. Anche il bavaglio: fa più male se non può urlare. Porta anche mia figlia con il bambino: il piccolo si diverte sempre quando diamo una strapazzata a un nuovo arrivato. Veramente non è così che si deve fare secondo le regole, ma questa razza di detenuti non va mica a spifferare ai signori quello che facciamo! Sbrigati, le cose sono in camera mia, dillo a mia figlia. SECONDA GUARDIA: Quello ora lo vede come si sta senza catene. Non sapevo che fosse un passatempo per la ragazza. PRIMA GUARDIA: Sbrigati!

La seconda guardia esce di scena.

ELFTE SZENE - UNDICESIMA SCENA

Vorige ohne den zweiten Wächter.

DER MANN: Aus. Nun ist keine Hoffnung mehr. Ich war schwach, habe sie beschimpft. Die Gitterstäbe sind ganz schwarz und fest da; erst waren sie fast durchsichtig, daß ich glaubte, ich könnte nur durch sie hindurchgehen, wenn die Ketten hart wären. Es ist so trübe, früher zischte ein blaues Licht hinter mir. Als ich schwach wurde, flammten ihre Jacken auf wie gelber Dampf. Das Leben ist vorbei. Meine Knochen werden in der Dunkelheit zerkracht werden, mein Fleisch wird mir heruntergefetzt, ich werde hier wie ein blinder Wurm mich zu Tode zucken. ERSTER WÄCHTER: Es ist zu spät, zu bereuen. DER MANN: Bereuen? Welches Wort. Ich bereue nicht, denn ich war es nicht, es war die Dunkelheit, ich hatte alles an mir vergessen. ERSTER WÄCHTER: Seit ich in der Festung bin, höre ich von jedem Sträfling dieselben Worte. Der Mensch ändert sich nicht. DER MANN: Der Mensch! Wo war ich? Der Mensch. Ich vergaß. Der Mensch ändert sich nicht. Ich war es nicht, der gegen euch schrie. Ich ändere mich nicht, ich bin immer vom Licht geboren. Dieses Gefängnis hat gegen euch geschrien, die Stäbe, die zerpressenden Mauern,die Ketten. Ihr werdet das Gefängnis foltern. Ich bin der Mensch und ich lebe für den Menschen. Das Gefängnis ist tot und morsch. Ich habe dir nichts Böses gesagt, Wächter, die Mauern hier haben dich beschimpft. Du bist ein Weiser, du warst gütig; du hast recht: der Mensch ändert sich nicht. Du bist es nicht der mich quält, du hast mich nicht zum Haß gereizt. Du bist ein Mensch. Das war das Gefängnis um dich. Du wirst mich nicht foltern, du verkaufst deine Tochter nicht dem andern, du nicht. Das Gefängnis. Die gelben Flammen eurer Jacken, die Dunkelheit um euch, du nicht, du bist Mensch. ERSTER WÄCHTER: Schweige. Reden wird bestraft. DER MANN: Ich verstehe. Oh, nun kommen wieder helle Lichter um mich. Ja, schweigen in sich, sich sammeln. Nicht dem Munde entlassen, was tot ist und nicht vom Menschen kommt! Welche neue Ruhe um mich. Diese Ketten tönen an mir wie Seidengerausch. Wächter, ich sehe jetzt dein Gesicht, deine Backenknochen, deine Augen. Dein Kleid ist nicht mehr gelb; ich sehe alles; es ist sanft und hell um mich, Wächter! ERSTER WÄCHTER: Ich antworte nicht mehr. DER MANN: Du bist ein Mensch wie ich, nicht niedriger als ich. Du brauchst dich nicht zu rächen. Du hast deinen Willen wie ich; du brauchst nur Antwort zu wollen. Warum gibst du deine Tochter dem anderen Wächter? ERSTER WÄCHTER: Will versorgt sein. - — Aber das geht dich nichts an! DER MANN: Nein, es geht mich nichts an, du hast recht. Es geht deine Tochter an; weißt du, wenn sie will, könnte sie eine feine Dame sein. ERSTER WÄCHTER: Hat schon ihr Kind von der Feinheit. DER MANN: Eine große Dame, eine Gräfin, eine Prinzessin, eine Fürstin! ERSTER WÄCHTER: Wir sind arme Leute, nicht einmal wenn Urlaub ist, kriegen wir große Damen zu sehen. DER MANN: Aber ihr seid Menschen, man vergißt das mitunter. Du brauchst nur zu wollen. Den festen Willen haben, dann kommt alles. Ich will auch. ERSTER WÄCHTER: Nützt dir nichts. Was kannst du machen? DER MANN: Viel, Nachbar; höre, warum hast du keine Auszeichnung auf der Brust? ERSTER WÄCHTER: Unsereiner hat noch Jahre zu dienen, ehe er die Medaille kriegt. DER MANN: Medaille — nein. Ich könnte dir einen Orden verschaffen, einen schönen Orden, zweiter Klasse für Ehrendienste. ERSTER WÄCHTER: Einen Orden — ohne daß ich auf Krücken ginge? DER MANN: Du brauchst nicht auf Krücken zu gehen. Du sollst deine geraden Glieder haben als richtiger Mensch. Deine Tochter bekommt einen vornehmen Mann. Du brauchst nicht mehr in den feuchten Gängen im Dunkel zu leben. Ihr lebt wie Menschen, im hellen Licht, unter Menschen, in der Freiheit. ERSTER WÄCHTER: In der Freiheit habe ich lange nicht mehr gelebt. DER MANN: Aber ich. Ich kenne sie. Ich lebe für die Freiheit. Kamerad, ich befreie dich! ERSTER WÄCHTER: Freiheit, o das habe ich schon seit Jahren verges- sen. Man brauchte nicht Dienstberichte mehr abzufassen. Niemand war, der mir kommandierte. Leben unter feinen Menschen. Man könnte ganz von vorn anfangen, als wenn man jung wäre. DER MANN: Du bist jung. Wer von vorn anfängt, ist jung. ERSTER WÄCHTER: Aber du bist ja selbst nicht frei! DER MANN: Ah, ich nicht frei? Schau zu mir herein, was siehst du? Siehst du meine Ketten? Nein, du siehst meine Augen, die umhergehen, wie sie wollen. Du siehst meinen Mund, der zu dir spricht, die Lippen, die Zähne, die Zunge; meinen Kopf siehst du, der jahrelang für dich gedacht hat! Ich sage dir, Kamerad, Bruder, erinnere dich, dass du ein Mensch bist, wie ich. Sei frei! ERSTER WÄCHTER: Und meine Frau, meine Tochter und das kleine Kind? DER MANN: Laß sie. Geh, schnell. Du hast Jahre Zeit gehabt, nun ist die Stunde für dich gekommen, laß sie nicht vorbeigehen. Sie kommt auch für die andern. Kümmere dich zuerst um dich. ERSTER WÄCHTER: Bruder, was soll ich tun? Ich weiß, das Leben ist nun anders für mich. Ich will keinen Orden. Ich will dir helfen. DER MANN: Hilf mir nicht, hilf dir, Bruder. ERSTER WÄCHTER: Bruder, sag das Wort! Ich bleibe, was ich bin. Ich schaffe dich aus dem Gefängnis. DER MANN: Nein, ich bleibe. Gehe du, schnell, eh die andern kommen! Hinaus, eil dich, für immer aus der Festung, zu den Brüdern. Sie brauchen neue Menschen, hilf ihnen. ERSTER WÄCHTER: Freund, nimm diesen Händedruck von mir, ich bin ein alter Mann. Wo sind sie? DER MANN: In deiner Hand pulst ein Siebzehnjähriger. Draußen wartet das Schiff auf die neuen Menschen. Ich weiß, heute nacht geht es aufs Meer. ERSTER WÄCHTER: Auf das Schiff! Und du? DER MANN: Ich bleibe. Ich gehe nicht eher, als diese Mauern vor meinem Mund in Freiheit zerwehen. Geh, du mußt! ERSTER WÄCHTER: Das Blut stürzt durch mich, als wäre ich über Äcker und Flüsse gesprungen. Ich will! Zu den Brüdern! Aufs Schiff! Ab. DER MANN: Große helle Wölbung Licht strahlt. Lichtschalen schweben um mich her. Eine blaue sanfte Flamme rollt durch mein Blut. Durch die Mauern brennen meine Augen Lichtwurf. Dieses Haus ist weiches Glas.

Gli stessi senza la seconda guardia.

L'UOMO: È la fine. Ora non c'è più speranza. Ero debole, li ho insultati. Le inferriate sono nere e dure; prima erano quasi trasparenti, tanto da pensare che ci sarei potuto passare attraverso, anche se le catene erano dure. Che aria torbida; prima sibilava una luce azzurra dietro di me. È bastato che diventassi debole, perché le loro giacche divampassero come vapore giallo. La vita è finita. Le mie ossa si schianteranno nel buio, la mia carne verrà fatta a pezzi, sussulterò qui come un verme cieco fino a morire. PRIMA GUARDIA: È troppo tardi per pentirsi. L'UOMO: Pentirsi? Che parola. Non mi pento perché non ero io: era l'oscurità, avevo dimenticato tutto di me. PRIMA GUARDIA: Da quando sono nella fortezza, sento i prigionieri parlare tutti allo stesso modo. L'essere umano non cambia. L'UOMO: L'essere umano! Dov'ero? L'essere umano. Dimenticavo. L'essere umano non cambia. Non ero io quello che gridava contro di voi. Io non cambio, sono sempre figlio della luce. È stata questa prigione a urlare contro di voi: le sbarre, i muri opprimenti, le catene. Voi torturerete la prigione. Io sono l'uomo e vivo per l'uomo. La prigione è morta e putrida. Guardia, non ti ho detto niente di male, questi muri ti hanno insultato. Sei un saggio, eri buono; hai ragione: l'essere umano non cambia. Non sei tu che mi tormenti, che hai suscitato il mio odio. Sei un uomo. Era la prigione in cui ti trovi. Non mi torturerai, non vendi tua figlia all'altro, non tu. La prigione. Le fiamme gialle delle vostre giacche, l'oscurità che vi circonda, non tu, tu sei un uomo. PRIMA GUARDIA: Taci. Chi parla viene punito. L'UOMO: Capisco. Oh, sono circonfuso di luce rifulgente e nuova. Sì, ascoltare il proprio silenzio, raccogliersi. Non far dire alla bocca parole morte che non appartengono all’uomo! Che nuova calma intorno a me. Queste catene risuonano su di me come un fruscìo di seta. Guardia, ora vedo il tuo volto, i tuoi zigomi, i tuoi occhi. La tua divisa non è più gialla; vedo tutto; pace e luce mi avvolgono, guardia! PRIMA GUARDIA: Non rispondo più. L'UOMO: Sei un uomo come me, non più umile di me. Non devi vendicarti. Puoi volere come me; devi solo volere una risposta. Perché dai tua figlia all'altra guardia? PRIMA GUARDIA: Voglio sistemarmi. - Ma non sono affari tuoi! L'UOMO: No, non sono affari miei, hai ragione. Sono affari di tua figlia; sai, se vuole, potrebbe essere una gran signora. PRIMA GUARDIA: Il suo bambino la rende già signora. L'UOMO: Una gran signora, una contessa, una principessa, una sovrana! PRIMA GUARDIA: Siamo poveri diavoli: nemmeno alle feste vediamo gran signore. L'UOMO: Ma siete uomini, qualche volta si dimentica. Devi solo volerlo. Essere fermamente convinto, poi viene tutto. Lo voglio anch'io. PRIMA GUARDIA: Non ti serve a niente. Cosa puoi fare? L'UOMO: Molto, fratello; ascolta, perché non hai decorazioni sul petto? PRIMA GUARDIA: Uno come noi deve servire ancora parecchi anni prima di avere la medaglia. L'UOMO: Medaglia - no. Io potrei procurarti una decorazione, una bella decorazione, seconda classe per cariche d'onore. PRIMA GUARDIA: Una decorazione - senza camminare con le stampelle? L'UOMO: Non devi camminare con le stampelle. Devi stare diritto come un vero uomo. Tua figlia si mette con uno per bene. Non devi vivere più al buio nei corridoi umidi. Voi vivete come uomini in piena luce, tra gli uomini, in libertà. PRIMA GUARDIA: È da tanto tempo che non vivo più libero. L'UOMO: Io sì. So cos’è. Vivo per la libertà. Compagno, ti libero! PRIMA GUARDIA: Libertà, oh, solo un vecchio ricordo. Non ci sarebbero più relazioni ufficiali da stendere. Non ci sarebbe nessuno a darmi ordini. Vivere tra uomini dignitosi. Si potrebbe cominciare tutto daccapo, come quando si è giovani. L'UOMO: Tu sei giovane. Chi comincia daccapo è giovane. PRIMA GUARDIA: Ma anche tu non sei libero! L'UOMO: Ah no? Guardami qua dentro: cosa vedi? Vedi le mie catene? No, vedi i miei occhi che girano come vogliono. Vedi la mia bocca che ti parla, le labbra, i denti, la lingua; vedi la mia testa che per anni ha pensato per te! Ti dico, compagno, fratello, ricordati di essere un uomo come me. Sii libero! PRIMA GUARDIA: E mia moglie, mia figlia e il bambino? L'UOMO: Lasciali. Va' svelto. Quello che è stato è il tempo che hai avuto in passato, ora è giunto il tuo momento, non lasciartelo scappare. Arriva anche per gli altri. Occupati prima di te stesso. PRIMA GUARDIA: Fratello, cosa devo fare? Adesso so che la mia vita è cambiata. Non voglio decorazioni. Voglio aiutarti. L'UOMO: Non aiutare me, aiuta te stesso, fratello. PRIMA GUARDIA: Fratello, parla! Resto quello che sono. Ti faccio uscire di prigione. L'UOMO: No, io rimango. Va', veloce, prima che arrivino gli altri! Esci, sbrigati, lascia per sempre la fortezza, va’ dai fratelli. Hanno bisogno di uomini nuovi, aiutali. PRIMA GUARDIA: Amico, accetta questa stretta di mano, sono un vecchio. Dove sono gli altri? L'UOMO: La tua mano palpita come quella di un adolescente. Aspetta gli uomini nuovi fuori la nave. So che salpa stanotte. PRIMA GUARDIA: Sulla nave! E tu? L'UOMO: Resto. Non me ne vado prima che questi muri mi passino davanti liberi come trascinati dal vento. Va', tu devi! PRIMA GUARDIA: Il sangue mi si rovescia dentro come se avessi saltato per campi e fiumi. Lo voglio! Dai fratelli! Sulla nave! Esce di scena. L'UOMO: Una grande volta luminosa rifulge luce. Mi libro tra coppe luminose. Una lieve fiamma azzurra rotola nel mio sangue. I miei occhi sono folgoranti e irradiano i muri. Questo edificio è vetro tenero.

ZWÖLFTE SZENE - DODICESIMA SCENA

Der Mann, der zweite Wächter.

ZWEITER WÄCHTER kommt: Hier die Schlüssel, deine Tochter bringt die Buckeljucker. DER MANN: Zu spät. Wir sind allein. ZWEITER WÄCHTER: Maul gehalten endlich. Straflinge! Wo bist du, Alter? DER MANN: Was nützen deine Folterwerkzeuge. Wir sind allein. ZWEITER WÄCHTER: Still. Der Alte kommt gleich; dann vergeht dir das Geschwätz. DER MANN: Der Alte ist fort, für immer. ZWEITER WÄCHTER: Was heißt das? Du bist fest, in Ketten, du hast ihn nicht erschlagen. Wo ist er? Im Hause geht was vor. Meuterei! DER MANN: Freiheit. Er ist in die Freiheit! ZWEITER WÄCHTER: Zu Hilfe! DER MANN: Niemand hilft dir. Du kannst dir nur selbst helfen. ZWEITER WÄCHTER: Was soll ich tun? Ich steh unter seinem Befehl? DER MANN: Befiehl dir selbst. Was willst du? ZWEITER WÄCHTER: Ich kann nicht. Ich weiß nicht wohin. Wenn der Gouverneur kommt, werde ich davongejagt. DER MANN: Dann bist du frei. ZWEITER WÄCHTER: Ich kann nicht. Ich sollt seine Tochter kriegen; feste Anstellung, doppelte Dienstjahre. Ich verhungere. Was soll ich denn machen. DER MANN: Halte dich an die Menschen. ZWEITER WÄCHTER: Ich kenne keine. Vielleicht bist du ein Mensch. Vielleicht kannst du helfen. Sträfling, hilf mir! DER MANN: Du mußt die Tochter lassen. ZWEITER WÄCHTER: Mir ist sie gleich, die Hure. Sag nur, was ich tun soll! DER MANN: Du bist jung. Du hast Kraft. Draußen vor der Stadt warten die Kameraden im Schiff. Geh zu ihnen. ZWEITER WÄCHTER: Ja, ich gehe. Ich tue alles, was du sagst. Aber wem soll ich da gehorchen? DER MANN: Du sollst keinem Menschen gehorchen, nur dir. ZWEITER WÄCHTER: Ich kann nicht. Ich muß meinen Befehl haben. — Gleich kommt die Tochter, dann weiß ich nichts mehr. Ich schließe deine Zelle auf, ich nehme deine Ketten ab. Schnell, komm mit mir. Sag, wohin! DER MANN: Nein. ZWEITER WÄCHTER: Ich flehe dich an, komm mit mir. DER MANN: Nein. ZWEITER WÄCHTER: Komm mit mir, du bist frei, du sollst nicht mehr gefangen sein. Hier sind die Schlüssel. Ich halt es nicht mehr aus, das Haus erwürgt mich. Rette mich! DER MANN: Besinne dich, du bist ein Mensch, du bist frei. Hast du eine Mutter? ZWEITER WÄCHTER: Nein, was fragst du? Ich kann nicht mehr! Ich hab sie erschlagen, als ich zu den Soldaten ging, niemand weiß es. Oh, die Schlüssel brennen wie glühend in meiner Hand, weg mit ihnen! Verdammt, warum bin ich je hergeraten! DER MANN: Aufs Schiff, in das neue Leben, die Kameraden helfen dir. ZWEITER WÄCHTER: Es ist aus; die Tochter kommt! DER MANN: Fort mit dir. Vergiß diese Festung. Laufe! Schnell in die Freiheit, unter Menschen, in ein neues Leben. ZWEITER WÄCHTER. Menschen! Hilfe! Menschen! Ab.

L'uomo, seconda guardia.

SECONDA GUARDIA arriva: Ecco le chiavi, tua figlia porta il grattaschiena. L'UOMO: Troppo tardi. Siamo soli. SECONDA GUARDIA: Chiudi il becco una buona volta, prigioniero! Dove sei, vecchio? L'UOMO: A cosa servono i tuoi strumenti di tortura. Siamo soli. SECONDA GUARDIA: Zitto. Il vecchio viene subito; poi ti passa la voglia di chiacchierare. L'UOMO: Il vecchio se n'è andato via, per sempre. SECONDA GUARDIA: Che vuol dire? Sei legato alle catene, non l'hai ucciso. Dov'è? Qui sta succedendo qualcosa. Ammutinamento! L'UOMO: Libertà. Il vecchio è libero! SECONDA GUARDIA: Aiuto! L'UOMO: Nessuno ti aiuta. Non ti resta che aiutarti da solo. SECONDA GUARDIA: Cosa devo fare? Prendo gli ordini da lui. L'UOMO: Ordina a te stesso. Cosa vuoi? SECONDA GUARDIA: Non posso. Non so dove andare. Se arriva il governatore, vengo cacciato via. L'UOMO: Poi sei libero. SECONDA GUARDIA: Non posso. Dovevo prendere sua figlia; impiego fisso, anni di servizio raddoppiati. Muoio di fame. Cosa vuoi che faccia? L'UOMO: Segui gli uomini. SECONDA GUARDIA: Non ne conosco nemmeno uno. Forse tu sei un uomo. Forse puoi aiutarmi. Prigioniero, aiutami! L'UOMO: Lascia perdere la figlia. SECONDA GUARDIA: Non mi importa niente di lei, quella poco di buono. Dimmi solo cosa devo fare! L'UOMO: Tu sei giovane. Sei forte. Fuori, davanti alla città, i compagni aspettano sulla nave. Va' da loro. SECONDA GUARDIA: Sì, vado. Faccio tutto quello che dici. Ma a chi devo ubbidire? L'UOMO: Non devi ubbidire a nessuno, solo a te stesso. SECONDA GUARDIA: Non posso. Qualcuno mi deve dare ordini. Fra un po' arriva la figlia, poi non so più niente. Apro la tua cella, ti levo le catene. Presto, vieni con me. Dimmi, dove! L'UOMO: No. SECONDA GUARDIA: Ti scongiuro, vieni con me. L'UOMO: No! SECONDA GUARDIA: Vieni con me, sei libero, non devi stare più in prigione. Ecco le chiavi. Non ce la faccio più, questo edificio mi strozza. Salvami! L'UOMO: Torna in te: tu sei un uomo, sei libero. Tua madre è viva? SECONDA GUARDIA: No, perché lo chiedi? Non ce la faccio più! L'ho uccisa quando mi feci soldato, non lo sa nessuno. Oh, le chiavi mi bruciano in mano come il fuoco, al diavolo! Dannazione, perché sono finito qui! L'UOMO: Sulla nave, verso la nuova vita, i compagni ti aiutano. SECONDA GUARDIA: È la fine; arriva la figlia! L'UOMO: Vattene. Dimentica questa fortezza. Corri! Presto, verso la libertà, tra gli uomini, verso una nuova vita. SECONDA GUARDIA: Uomini! Aiuto! Uomini! Esce di scena.

DREIZEHNTE SZENE - TREDICESIMA SCENA

Der Mann, später Anna mit dem Kind.

DER MANN: Und nun, Wunder, sei hei mir. Licht strahle aus mir. Laß diese Eisen an mir verbrennen, wie die Jahre im Hauch der Erde.

Die Tochter des Wächters, Anna, kommt mit dem Kinde an der Hand.

ANNA: Wo seid ihr, Lumpenkerle? Jämmerlinge sind diese Männer. In der Festung rumorts, und ihr seid nicht zu finden, habt euch verkrochen wie die Schnecken, damit keiner von euch dafür einsteht! DER MANN: Sie sind fort! ANNA: Fort? Was für eine zimperliche Stimme. Bist du das, Sträfling, hast du schon dein Teil gekriegt, komm ich zu spät? DER MANN: Die Wächter sind fort. ANNA: Was soll das ? Warum ist keiner hier? Ich will mein Leben haben! Seit Tagen spitz ich drauf, dass der Alte dir den Buckel vollschlägt. Soll ich vielleicht an den Gitterstangen rauf und runter rutschen? DER MANN: Dein Kind! ANNA: Das Kind? Sieht oft genug zu. Wo sind die andern? DER MANN: Frei. ANNA: Was redest du da sinnlos? DER MANN: Am Boden liegen die Schlüssel! ANNA: Die Schlüssel. Wer hat sie hingeworfen? DER MANN: Dein Bräutigam. Er ist fort. ANNA: Bräutigam? Der Weichling. Wo ist mein Vater? Aber was frag ich dich, den Sträfling? DER MANN: Dein Vater ist mein Kamerad, mein Bruder. Unter die Menschen, Kameraden. In ein neues Leben. In die Freiheit. ANNA: In die Freiheit? Der alte Narr. Keiner mehr da: warte euinmal, dich will ich mir schon holen. - Da die Schlüssel. Ich mach dir jetzt auf. Hast du Hunger, oder bist du schon mürbe geworden im Keller? DER MANN: Mach meine Zelle nicht auf. ANNA: Ho, du wärst ja der erste Sträfling, der gefangen bleiben wollte. DER MANN: Ja, ich will bleiben, geh! ANNA: "Geh!"? Wohin denn? Vielleicht zu den andern? Hab ich nicht nötig. Hab an mir genug. KIND: Mutter, an mir! ANNA: Schweig, Fratze. Sei froh, daß du überall dabei bist! KIND: Mutter, hier ist es nicht lustig. DER MANN: Da liegen die Schlüssel. Die andern sind fort, selbst der Gouverneur ist fort. Wir sind die einzigen. ANNA: Sie sind toll geworden. DER MANN: Nein, nicht toll. Sie sind frei. DAS KIND: Mutter, hier ist ein Schlüsselbund. Horch nur, wie schön das klingelt! DER MANN: Dein Kind hat die Schlüssel. Das ganze Haus ist in deiner Macht. ANNA: In meiner Macht? Das Kind klingelt mit dem Schlüsselbund. Ich habe noch nie Macht gehabt, was kann ich damit tun? — Ha, ich weiß, du willst heraus! — O ich kenne die Menschen. DER MANN: Ich will nicht von dir befreit sein. Ich will dich befreien! ANNA: Mich befreien! Das Kind klingelt. Was soll ich damit. Ich kenne nur Lust, und ich kriege jeden Mann, den ich will, es sind genug an die Mauer geschlossen. Es ist alles nicht wichtig, und nachher ist alles wie es immer war. DER MANN: Doch, es ist alles wichtig. Es bleibt nicht, wie es war. Du hast die Macht. Du kannst davongehen und alle Gefangenen im Hause verhungern lassen. ANNA: Es kommt vielleicht nicht mehr darauf an. Wir haben sie schon halb tot gequält. DER MANN: Aber du kannst auch fortgehen, Feuer an das Haus legen und die Schlüssel hineinwerfen! ANNA: Das will ich nicht. DER MANN: Sieh auf diese Schlüssel. Sie sind hell. Ein Licht geht von ihnen aus. Jeder ist eine kleine blaue Flamme. Das kommt aus uns und das geht wieder zu uns zurück. Alle Menschen, die einmal geliebt haben, haben ihren Hauch in diese Gefängnisschlüssel geschickt. Sieh, wie es um sie strahlt. Du hast dein Leben in den Folterkellern verbracht, du kennst die Menschen im Dunkel, du sahst auf ihren Gesichtern nur Gewalt. Du hast nur die Angst und die Gier gesehen. Aber als du dein Kind bekamst, in der Nacht, im dunkelsten Schlaf, in deinen Träumen, da wares bei dir hell, du wußtest, dass du auch geliebt werden kannst; bei dir stand ein strahlender, schöner Mensch in weißem Licht, den hast du geliebt, für den warst du da. Der war in dir. Und nur am Tage fandest du die Gemeinheit in den Gefängniskellern. Dein Leben, wenn du bei dir warst, wenn du ruhtest, dein Leben in dir: war Liebe und Heiligkeit. Du warst geliebt. Du kannst helfen! ANNA: Helfen! Das Kind klingelt mit den Schlüsseln. DER MANN: Hilf! Du wirst den andern helfen, allen. Diese Schlüssel, dieses kleine klingende Blinkfeuer weht die Gefängnismauern um! ANNA: Helfen. - Ich. - Mir ist so sanft. Wer bin ich? Ich bin ganz allein. Ich schwebe hinauf, ich fliege, ich bin so leicht. Um mich ist nur weißes Licht. Ich will hinaus in das Licht, hinauf. Ich bin nicht mehr allein. Sie schweben alle in dem Licht; der Alte schwebt da mit dem langen Bart, den sie dreimal in der Woche hungern lassen. Über mir - der hält mir die Hände entgegen, goldene Flammen - der Geschlagene, den sie an die Mauer gekettet haben. Oh, da bist du, ganz hoch oben, ganz weit, du, du winkst mir, du bist zu weit, ich kann nicht zu dir kommen, hilf mir, du - DER MANN: Ich bin dir nah. ANNA: O habe ich dich gesehen? Habe ich dich geliebt? Liebe ich dich? Bist du es? DER MANN: Nein, nicht ich. Alle. Du bist auserwählt. Dein Leben wird Aufscheinen unter den Menschen sein. Hilf ihnen! ANNA: Ich bin ganz neu. Ich habe das nicht gewußt. Was ist das in mir? DER MANN: Freiheit. ANNA: O ich bin ganz nah, ich könnte durch dich hindurchgleiten, verschwinden um dich, über dir, unter dir, um dich sein. Ich könnte dein Bett, deine Bank sein, deine Wand, dein Gitter, deine Ketten, deine Zelle, das Haus um dich. Das alles ist fort. Ich sehe nichts mehr, nur Licht, auf und ab und schwebende Menschen drin. — Freiheit! — Bricht zusammen.

Das Kind klingelt lange mit den Schlüsseln.

DER MANN: Freundin, Schwester, Kameradin! Hilf ihnen! ANNA: Wohin? DER MANN: Auf das Schiff. In das neue Leben. Die Brüder warten. ANNA: Und du? DER MANN: Erst sie! Befreiung, alle, sie warten jahrelang! ANNA: Freiheit. O Freiheit für die Menschen! Und daß ich meine Augen und meine Hände und meinen Leib habe, ihnen zu helfen! Ich gebe ihnen die Freilieit, ich Arme! Aber sind sie nicht begraben und vermodert und vergessen? Zu Hilfe, o her zu mir, zur Freiheit! Ab.

L'uomo. Poi Anna con il bambino.

L'UOMO: E adesso, prodigio, non mi lasciare. Luce, rifulgi da me. Bruciami questi ferri come bruciano gli anni nell'alito della terra.

La figlia della guardia, Anna, arriva con il bambino per mano.

ANNA: Dove siete, pezzenti? Che poveracci che sono. C'è un casino nella fortezza e voi non ci siete, vi siete rintanati come le lumache per non metterci la faccia! L'UOMO: Sono andati via! ANNA: Via? Che vocina leziosa. È la tua, prigioniero, hai già avuto la tua parte, arrivo troppo tardi? L'UOMO: Le guardie sono andate via. ANNA: Come sarebbe a dire? Perché non c'è nessuno qui? Ho diritto alla mia vita! È da giorni che non aspetto altro di vederti riempire di botte dal vecchio. Devo forse strisciare in su e in giù sull'inferriata? L'UOMO: Il tuo bambino! ANNA: Il bambino? Ne vede anche troppe. Dove sono gli altri? L'UOMO: Liberi. ANNA: Che sciocchezze dici? L'UOMO: Le chiavi sono per terra! ANNA: Le chiavi. Chi ce le ha buttate? L'UOMO: Il tuo fidanzato. È andato via. ANNA: Fidanzato? Il rammollito. Dov'è mio padre? Ma che faccio, lo chiedo a te che stai in prigione? L'UOMO: Tuo padre è mio compagno, mio fratello. Compagni fra gli uomini. Verso una nuova vita. Verso la libertà. ANNA: Verso la libertà? Quel vecchio pazzo. Non c'è nessuno qui: aspetta un po' che ti vengo a prendere. Ecco le chiavi. Ti apro la cella. Hai fame o ti sei già rammollito in carcere? L'UOMO: Non aprire la cella. ANNA: Oh, saresti il primo detenuto a voler restare dentro. L'UOMO: Sì, voglio restare, va'! ANNA: ”Va'!”? Ma dove? Forse dagli altri? Non mi servono. Sto bene da sola. IL BAMBINO: Madre, e io! ANNA: Zitto, smorfioso. Accontentati che ti porto sempre dietro! IL BAMBINO: Madre, qui non mi diverto. L'UOMO: Là ci sono le chiavi. Gli altri se ne sono andati, perfino il governatore se n’è andato. Siamo soli. ANNA: Sono impazziti. L'UOMO: No, non pazzi. Sono liberi. IL BAMBINO: Madre, qui c'è un mazzo di chiavi. Senti che bel suono! L'UOMO: Il tuo bambino ha le chiavi. L'intero edificio è in tuo potere. ANNA: In mio potere? Il bambino fa suonare il mazzo di chiavi. Non ho mai avuto potere finora, cosa posso farne? Ah, lo so, tu vuoi uscire! - Oh, conosco gli uomini. L'UOMO: Non voglio essere liberato da te. Io voglio liberarti! ANNA: Liberarmi! Il bambino suona. A cosa mi serve. Per me esiste solo il piacere e ho tutti gli uomini che voglio: ce ne sono abbastanza rinchiusi tra queste mura. Non è tutto importante e poi ritorna tutto com’era prima. L'UOMO: Sì, è importante tutto. Le cose non restano com’erano. Hai il potere. Puoi andartene e far morire di fame i prigionieri rinchiusi qui dentro. ANNA: Forse non ce n'è più bisogno. Li abbiamo già torturati a sangue. L'UOMO: Puoi anche andartene, appiccare il fuoco alla prigione e gettare via le chiavi! ANNA: Non lo voglio. L'UOMO: Guarda queste chiavi. Brillano. Sprigionano una luce. Ciascuna di esse è una fiammella azzurra. Da noi esce e a noi ritorna. Tutti coloro che per una volta hanno amato hanno insufflato su queste chiavi carcerarie. Guarda, che luce diffondono. Hai passato la vita nelle camere di tortura, conosci gli uomini nell’oscurità, hai visto sui loro volti solo violenza. Hai visto solo paura e avidità. Ma quando partoristi il tuo bambino, di notte, nel sonno più buio, nei tuoi sogni, c'era la luce con te, sapevi di poter essere amata anche tu; nella luce bianca ti stava accanto radioso un uomo attraente che hai amato, per il quale esistevi. Era dentro di te. E solo di giorno ti imbattevi nella crudeltà, nei sotterranei della prigione. La tua vita, quando eri da sola, quando riposavi, la tua vita dentro di te: era amore e luce. Ricevevi amore. Puoi renderti utile! ANNA: Rendermi utile! Il bambino suona con le chiavi. L'UOMO: Dai una mano! Aiuterai gli altri, tutti. Queste chiavi, questo piccolo fuoco argentino che lampeggia divelle i muri della prigione! ANNA: Aiutare. Io. Mi sento sopraffatta da non so quale emozione. Chi sono? Sono sola. Mi libro verso l'alto, volo, sono così leggera. Sono sola e circonfusa di luce bianca. Voglio andare verso la luce, salire. Non sono più sola. Tutti si librano nella luce; anche il vecchio con la lunga barba, lasciato a patire la fame tre volte la settimana. Dall'alto - mi porge le mani, fiamme d'oro - il prigioniero che hanno bastonato e incatenato al muro. Oh, sei qui, lassù in alto, lontano, tu, tu mi fai cenno, sei troppo lontano, non posso raggiungerti, aiutami tu. L'UOMO: Ti sono vicino. ANNA: Oh, ti ho visto? Ti ho amato? Ti amo? Sei tu? L'UOMO: No, non io. Tutti. Tu sei eletta. La tua vita porterà al fulgore la vita degli uomini. Aiutali! ANNA: Sono rinata. Non lo sapevo. Cos'è questa cosa che sento dentro di me? L'UOMO: Libertà. ANNA: Oh, ti sono vicinissima, potrei librarmi in volo attraversandoti, scomparire intorno a te, essere sopra di te, sotto di te, intorno a te. Potrei essere il tuo letto, la tua panca, la tua parete, la tua inferriata, le tue catene, la tua cella, la prigione che ti circonda. Tutto questo è sparito. Non vedo più niente, solo luce, su e giù e, sospesi in aria, uomini che l'attraversano. Libertà! - (Crolla a terra)

Il bambino continua a far suonare le chiavi.

L'UOMO: Amica, sorella, compagna! Aiutali! ANNA: Dove devo andare? L'UOMO: Sulla nave. Verso la nuova vita. I fratelli aspettano. ANNA: E tu? L'UOMO: Prima loro! Liberazione: tutti l’aspettano da anni! ANNA: Libertà. Oh, libertà per gli uomini! E possano i miei occhi e le mie mani e il mio corpo aiutarli! Io gli dono la libertà, povera me! Ma non sono sepolti, putrefatti e dimenticati? In aiuto, oh, qui da me, verso la libertà! Esce di scena.

VIERZEHNTE SZENE - QUATTORDICESIMA SCENA

Der Mann, das Kind.

DAS KIND läßt die Schlüssel fallen: Die Mutter läuft in die Keller hinunter. Hörst du wie sie an den Türen schreit? Ich will mit! DEK MANN: Nein, bleibe hier. Die Mutter will, dass du bei mir bleibst. DAS KIND: Hörst du, wie sie unten schreien? Ich habe Angst. DER MANN: Hast du oft Angst? DAS KIND: Nein, sonst nie. DEK MANN: Du brauchst auch jetzt keine Angst zu haben. Ich bin ja bei dir. DAS KIND: Du bist aber ein Gefangener! DER MANN: Nein, nicht mehr! Hörst du, sie haben aufgehört, jetzt ist es ganz still. DAS KIND: Ich glaube, außer uns beiden ist niemand mehr da. DER MANN: Mein Kind, das ist die Freiheit. DAS KIND: Was ist das, die Freiheit? DER MANN: Die Mutter wird es dir sagen. Nimm die Schlüssel und schließe hier auf.

Das Kind schließt die Zelle auf

DAS KIND: Führst du mich auch zur Mutter? DER MANN: Ja, ich führe dich zur Mutter. Nun wirst du bald mit vielen lustigen Menschen spielen, willst du? Wir gehen mit deiner Mutter auf ein ganz großes Schiff, schönes Schiff. DAS KIND: Ich war noch nie auf einem Schiff. DER MANN: Nun hier noch den kleinen Schlüssel für die Ketten. Mein Kind, du hast das Wunder gesehen! Die Ketten fallen ab. Dunkel.

L'uomo, il bambino.

IL BAMBINO lascia cadere le chiavi: La mamma scende di corsa nei sotterranei. Senti come urla alle porte? Ci voglio andare anch'io! L'UOMO: No, resta qui. La mamma vuole che resti con me. IL BAMBINO: Senti come urlano quelli di sotto? Ho paura. L'UOMO: Ti capita spesso di avere paura? IL BAMBINO: No, di solito mai. L'UOMO: Non devi avere paura nemmeno ora. Sono qui con te. IL BAMBINO: Ma tu sei un prigioniero! L'UOMO: No, non più! Senti? Hanno smesso, ora non c'è più rumore. IL BAMBINO: Qui non c’è più nessuno, mi sembra, siamo solo noi. L'UOMO: Figlio mio, questa è la libertà. IL BAMBINO: Cos'è la libertà? L'UOMO: Tua madre te lo dirà. Prendi le chiavi e apri qui.

Il bambino apre la cella.

IL BAMBINO: Porti anche me dalla mamma? L'UOMO: Sì, ti ci porto. Presto giocherai con molte persone simpatiche, ti va? Con la tua mamma andiamo su una nave veramente grande, su una bella nave. IL BAMBINO: Non sono mai stato su una nave. L'UOMO: Ecco la chiavina per le catene. Figlio mio, tu hai visto il miracolo! Le catene cadono. Buio.

Das Schiff am Hafen

FÜNFZEHNTE SZENE - QUINDICESIMA SCENA

Nauke am Landungssteg geht als Posten hin und her, in teils zu weitem, teils viel zu kurzem Anzug mit sehr kleinem Kinderkragen.

NAUKE: Auf — ab. Auf — ab. Kehrt! Nauke auf Wache! Was sag ich: Wache? Revolutionsposten! Eine Ehre, Nauke, eine Ehre, das bitt ich mir aus! Das hätt auch niemand gedacht! In dieser Zeit hat jeder Posten den Präsidenienstuhl im Tornister. Präsidentenstuhl? Ein ganz gewöhnlicher Lehnsessel war mir jetzt lieber. Gähnt. Auf — ab. Auf — ab. Kehrt! Verdammt kalt! Großartige Revolution — und nicht einmal einen Tropfen zu trinken! Aber, aber, aber Nauke! Schlägt sich auf den Mund, sieht sich um, wenn das nur niemand gehört hat! Na, wartet nur, wenn ich erst mal dran bin, dann wird ein Fäßchen aufgeschlagen, ein Fäßchen, — mit einem Wort: ein Revolutionsfäßchen! . . . Auf — ab. Auf — ab. Ich hoffe doch, so wird's nicht weitergehen, sonst könnt mir die ganze Revolution gestohlen . . . Fährt zusammen, sieht sich ängstlich um, klopft sich wieder auf den Mund: Gesegnet sein, natürlich gesegnet sein, Nauke! — Das ist öde hier. Da wird einem so schön gesagt: „Du erwartest die Brüder" — und dann kommt keiner. Nicht einmal die Schwestern, die kleinen Schwestern! Hätt ich nur was zu trinken, dann könnt ich meine Revolutionsrede ebensogut halten, wie die andern. Ich glaube, den beliebten Ton treff ich herrlich. In der Art: „...Brüder, Schwestern, Eure Zukunft liegt auf der Liebe!" Wunderschön! Es geht, es geht, Nauke! Du wirst deinen Weg machen!

Am Hafen vor dem Landungssteg nähern sich Klotz und die Frau.

La nave al porto

Nauke sulla passerella fa la guardia andando avanti e indietro, con indosso un vestito con un collettino da bambino un po’ troppo largo, un po' troppo corto.

NAUKE: Avanti - indietro. Avanti - indietro. Dietrofront! Nauke di guardia! Cosa dico: guardia? Sentinella della rivoluzione! Un onore, Nauke, un onore, questo lo esigo! Chi l’avrebbe detto! Di questi tempi ogni vedetta ha il seggio presidenziale nello zaino. Seggio presidenziale? Ora come ora mi basterebbe una poltrona qualunque. Sbadiglia. Avanti - indietro. Avanti - indietro. Dietrofront! Maledetto freddo! Magnifica rivoluzione - e nemmeno un goccio da bere! Nauke, Nauke, Nauke! Si picchia sulla bocca, si guarda intorno, speriamo non mi abbia sentito nessuno! Beh, aspettate un po', quando sarà il mio turno, allora si aprirà un barilotto, un barilotto, - in poche parole: un barilotto della rivoluzione! ...Avanti - indietro. Avanti - indietro. Spero soltanto che non vada avanti così, sennò me ne posso fare a meno della vostra rivoluzione ... Trasale, si guarda intorno impaurito, si batte ancora sulla bocca: La benedizione, chiaro la benedizione, Nauke! - Che posto noioso questo. Si dice bene a uno qualsiasi: "Aspetta i fratelli" - e poi non viene nessuno. Nemmeno le sorelle, le sorelline! Se solo avessi qualcosa da bere, potrei tenere il mio discorso della rivoluzione bene come gli altri. Imbrocco il tono giusto, credo. Tipo: "...Fratelli, sorelle, il vostro futuro poggia sull'amore!" Stupendo! Funziona, funziona, Nauke! Farai strada!

Al porto Klotz e la donna si avvicinano alla passerella.

SECHZEHNTE SZENE - SEDICESIMA SCENA

Nauke. Später Klotz, die Frau.

NAUKE: Es ist schon Morgen. Und ich bin immer noch trocken. Bemerkt die beiden, nimmt Würde an: Halt, wer da? Ah, ihr seid es! Wo bleiben die Kameraden? KLOTZ: Sie müssen kommen, sie haben das Zeichen gegeben. NAUKE: Bist du sicher, daß sie frei sind? Wir können nicht mehr warten. DIE FRAU: Nur noch einen Augenblick Geduld! Ich möchte auch lieber mit Euch auf hoher See sein, uns brennt die Polizei am Nacken. NAUKE: Wenn wir so lange warten, bis die erste Runde kommt, sind wir verloren. Dann merken sie, daß wir die Offiziere eingeschlossen haben. DIE FRAU: Ihr habt sie nicht umgebracht? KLOTZ: Das hat keiner von uns beschlossen, NAÜKE: Da kommt ihr! Schnell; letzter Augenblick!

Nauke. Poi Klotz, la donna.

NAUKE: È già mattino. E sono sempre a bocca asciutta. Vede i due, si compone: Alt, chi va là? Ah, siete voi! Dove sono i compagni? KLOTZ: Arriveranno a momenti, hanno dato il via. NAUKE: Sei sicuro che siano liberi? Non possiamo più aspettare. LA DONNA: Ancora un attimo di pazienza! Anch'io vorrei prendere il largo con voi: abbiamo la polizia alle calcagna. NAUKE: Se aspettiamo ancora finché passa la prima ronda, siamo persi. Così capiscono che abbiamo rinchiuso gli ufficiali. LA DONNA: Non li avete uccisi? KLOTZ: Nessuno di noi ha detto di farlo. NAUKE: Eccovi! Presto, di corsa; non c'è un minuto da perdere!

SIEBZEHNTE SZENE - DICIASSETTESIMA SCENA

Vorige, der Gouverneur.

Der Gouverneur kommt.

DER GOUVERNEUR: Sind alle da? NAUKE: Nein, aber wir können nicht länger warten, sonst sind wir entdeckt. DER GOUVERNEUR: Wir müssen auf die Kameraden warten! Wir müssen die Gefahr auf uns nehmen. DIE FRAU: Wir sind verloren, da sind schon Leute, die nicht zu uns gehören.

Gli stessi, il governatore.

Arriva il governatore.

IL GOVERNATORE: Ci sono tutti? NAUKE: No, ma non possiamo aspettare oltre, se no ci scoprono. IL GOVERNATORE: Dobbiamo aspettare i compagni! Dobbiamo correre il rischio. LA DONNA: Siamo persi, là ci sono già delle persone che non sono dei nostri.

ACHTZEHNTE SZENE - DICIOTTESIMA SCENA

Vorige, der alte Mann, der Junge.

Der alte Mann und der Junge von der Straße sind gekommen und streichen umher.

DER JUNGE: Matrose, hast du nicht 'ne Zigarette, mir stehen die Augen aus dem Kopf, habe schon so lange nichts mehr im Magen. DER ALTE MANN: Laßt mich doch mal einen Augenblick sitzen, ich geh schon seit Tagen ohne Obdach, mir ist es so kalt. NAUKE: Verboten. Niemand darf an Bord.

Gli stessi, il vecchio, il giovane.

Il vecchio e il giovane della strada sono arrivati e girellano qua e là.

IL GIOVANE: Marinaio, non hai una sigaretta, ho gli occhi fuori dalle orbite, è da un po’ che non metto niente sullo stomaco. IL VECCHIO: Fatemi sedere un momento, è da giorni che cammino senza un tetto sulla testa, muoio di freddo. NAUKE: Vietato. Nessuno può salire a bordo.

NEUNZEHNTE SZENE - DICIANNOVESIMA SCENA

Vorige, der erste Wächter, der zweite Wächter.

Der erste Wächter verwirrt auf der Flucht, läuft auf das Schif zu, hinter ihm der zweite Wächter.

ERSTER WÄCHTER: Kameraden? NAUKE: Wohin? ERSTER WÄCHTER: Ins neue Leben. ZWEITER WÄCHTER erreicht ihn: In die Freiheit! NAUKE macht Platz: Eilt euch!

Erster und zweiter Wächter, Klotz und Frau, Gouverneur werden von Nauke über den Steg an Bord geschoben.

DER ALTE MANN UND DER JUNGE: Ich will auch an Bord. Ich will mich setzen. Was zu essen! Warum sollen die es besser haben!

Gli stessi, prima guardia, seconda guardia.

La prima guardia confusa, in fuga, corre verso la nave, la seconda guardia la segue.

PRIMA GUARDIA: Compagni? NAUKE: Dove andiamo? PRIMA GUARDIA: Verso la nuova vita. SECONDA GUARDIA la raggiunge: Verso la libertà! NAUKE fa largo: Sbrigatevi!

Prima e seconda guardia, Klotz e la donna, il governatore vengono spinti a bordo da Nauke su per la passerella.

IL VECCHIO E IL GIOVANE: Anch'io voglio salire. Mi voglio sedere. Qualcosa da mangiare! Perché quelli devono stare meglio!

ZWANZIGSTE SZENE - VENTESIMA SCENA

Vorige ohne den ersten Wächter. Zweiter Wächter, Klotz, die Frau, der Gouverneur.

Volksmenge ist dazu gekommen, streicht am Landungssteg umher.

RUFE: Wir wollen aufs Schiff! Aufs Schiff! NAUKE zu den Kameraden auf dem Landungssteg und an Bord: Jetzt ist es zu spät. Der Lärm verrät uns. Wir müssen abstoßen. Wer nicht da ist, muss an Land bleiben. DIE FRAU: Nur eine Sekunde noch, sie müssen ja kommen! NAUKE: Nein! Da, der Lärm an Bord? Wir sind verraten! Ruft ins Schiff: Kameraden, Wache, zu den Waffen!

Lärm am Bord.

Gli stessi senza la prima guardia. La seconda guardia, Klotz, la donna, il governatore.

La folla è sopraggiunta, si aggira intorno alla passerella.

GRIDA: Vogliamo salire sulla nave! Sulla nave! NAUKE rivolto ai compagni sulla passerella e a bordo: È troppo tardi ora. Traditi dal baccano. Dobbiamo salpare. Chi non c'è, deve restare a terra. LA DONNA: Ancora un secondo solo, stanno per arrivare! NAUKE: No! Ecco, il baccano a bordo? Siamo sgamati! Grida in direzione della nave: Compagni, vedetta, alle armi!

Rumore a bordo.

EINUNDZWANZIGSTE SZENE - VENTUNESIMA SCENA

Vorige, Anna, der erste Gefangene, der zweite Gefangene.

ANNA kommt atemlos auf der Flucht mit einem alten, weißbärtigen Gefangenen und einem, zweiten jüngeren Gefangenen: Hier, kommt doch, wir sind da, wir sind in Freiheit! Helft mir, schnell, sie können nicht gehen! Der alte und der junge Gefangene werden über die Landungsbrücke an Bord geschoben. Anna will an Bord: Halt, wo ist mein Kind?

Neuer Lärm an Bord.

NAUKE: Alle an Bord! Jede Hand ist nötig! Abstoßen! ANNA: Nein, halt! Wo ist mein Kind? Ich gehe nicht eher!

Gli stessi, Anna, il primo prigioniero, il secondo prigioniero.

ANNA giunge affannata per la corsa con un vecchio prigioniero dalla barba bianca e un secondo prigioniero più giovane: Ecco venite, ci siamo, siamo liberi! Aiutatemi, presto, non possono camminare! I due prigionieri vengono spinti a bordo per il pontile. Anna vuole salire a bordo: Alt, dov'è il mio bambino?

Ancora rumore a bordo.

NAUKE: Tutti a bordo! Abbiamo bisogno di tutte le braccia! Salpare! ANNA: No, fermo! Dov'è il mio bambino? Non parto senza di lui!

ZWEIUNDZWANZIGSTE SZENE - VENTIDUESIMA SCENA

Vorige, Kapitän, Matrosen.

Oben auf dem Deck der Kommandobrücke erscheint ein Kapitän, umgeben von einem Knäuel ringender Matrosen.

KAPITÄN: Hilfe, Meuterei an Bord, Hilfe!

Das Volk am Hafen kommt in immer größeren Scharen.

DER JUNGE ruft: Runter mit dem Kapitän!

Gli stessi, il capitano, marinai.

Di sopra, sulla coperta del ponte di comando, appare un capitano, circondato da un groviglio di marinai in lotta.

CAPITANO: Aiuto, ammutinamento a bordo, aiuto!

Al porto arriva un folto gruppo di persone.

IL GIOVANE grida: Abbasso il capitano!

DREIUNDZWANZIGSTE SZENE - VENTITREESIMA SCENA

Vorige, Gouverneur, erster Wächter, zweiter Wächter. Später der Mann und das Kind.

Auf der Kommandobrücke tauchen der Gouverneur, erster und zweiter Wächter auf und überwältigen den Kapitän.

GOUVERNEUR: Anker lichten! Abstoßen! ANNA: Mein Kind! Klotz! Zu Hilfe!

Der Mann kommt mit dem Kind auf den Armen.

Gli stessi, il governatore, prima guardia, seconda guardia. Poi l'uomo e il bambino.

Sul ponte di comando sbucano il governatore, la prima e la seconda guardia e travolgono il capitano.

IL GOVERNATORE: Levare l'àncora! Partenza! ANNA: Il mio bambino! Klotz! Aiuto!

L'uomo arriva con il bambino in braccio.

VIERUNDZWANZIGSTE SZENE - VENTIQUATTRESIMA SCENA

Vorige ohne den Kapitän.

DER MANN: Kameraden! — Freiheit! DAS VOLK: Das Militär!

Der Mann läßt das Kind zur Erde. Anna läuft ihrem Kind entgegen. Der Mann betritt das Schiff. Trommelwirbel hinter der Szene.

DAS VOLK: Die Soldaten!

Gli stessi senza il capitano.

L'UOMO: Compagni! - Libertà! IL POPOLO: L'esercito!

L'uomo mette a terra il bambino. Anna gli corre incontro. L'uomo sale sulla nave. Rullo di tamburo dietro la scena.

IL POPOLO: I soldati!

FÜNFUNDZWANZIGSTE SZENE - VENTICINQUESIMA SCENA

Die Tochter eilt mit dem Kind an der Hand auf das Schiff. Am Schiffseingang erscheint, im Schiff, imnitten des Knäuels von Kämpfenden der Kapitän, ringt sich los, springt auf den Landungssteg. Der Kapitän packt das Kind an der Hand und springt mit ihn an Land. Im selben Moment wird der Landungssteg ins Schiff eingezogen. Man hört einen Ruf: „Die Anker!" Die Anker gehen hoch.

ANNA am Schiffseingang: Mein Kind! Sie wird zurückgerissen.

La figlia si affretta a salire sulla nave con il bambino per mano. Sulla nave, in mezzo al groviglio degli uomini in lotta, il capitano compare al portalone d’ingresso, si dibatte, salta sulla passerella. Il capitano afferra il bambino per la mano e salta a terra con lui. Nello stesso istante la passerella viene ritirata. Si sente un grido: "L’àncora!" Si leva l’àncora.

ANNA al portalone d’ingresso: Il mio bambino! Viene trascinata indietro.

SECHSUNDZWANZIGSTE SZENE - VENTISEIESIMA SCENA

Vorige, der Offizier, Soldaten.

Militär tritt auf, an der Spitze der Offizier.

KAPITÄN: Meuterei! Ergebt euch, das Kind ist Geisel! DER GOUVERNEUR oben auf dem Verdeck: Unsere Geiseln sind die Deckoffiziere. DER OFFIZIER: Das Kind wird erschossen! ANNA: Sie werden es nicht wagen! DER GOUVERNEUR auf der Kommandobrücke: Wir erschießen die Deckoffiziere! ERSTER UND ZWEITER WÄCHTER neben dem Gouverneur: Nein, wir schießen nicht, Brüder keine Gewalt! KLOTZ: Kameraden, ihr seht, wir können nur mit Gewalt das Kind befreien, nur jetzt nicht weich sein! ANNA: Mein Kind! Sie werden es nicht wagen! Nein, nicht schießen. Nicht Gewalt! Du hast uns gelehrt: Nicht Gewalt! DER OFFIZIER unten am Hafen: Ergebt euch, zum letzten Mal! DAS VOLK: Das Schiff stößt ab! DER OFFIZIER reißt den Revolver hervor, zielt auf das Kind: Haltet das Schiff an! DER JUNGE AUS DER MENGE: Das Schiff fährt ab!

Der Offizier gibt Feuer. Das Kind sinkt tot um. Das Volk durchbricht die Kette der Soldaten.

DAS VOLK: Mörder! DER OFFIZIER: Mörder! Ich Mörder!

Er springt auf den Schiffseingang und befindet sich auf dem Schiff vor Anna, die mit geballten Fäusten vor ihm steht.

ALLE BRÜDER auf dem Schiff rufen gleichzeitig einstimmig: Wir töten nicht!!!

Gli stessi, l'ufficiale, soldati.

L' esercito entra in scena, in testa l'ufficiale.

CAPITANO: Ammutinamento! Arrendetevi, abbiamo il bambino in ostaggio! IL GOVERNATORE sul ponte superiore: I nostri ostaggi sono gli ufficiali di coperta. L'UFFICIALE: Spariamo al bambino! ANNA: Non ci proveranno! IL GOVERNATORE sul ponte di comando: Noi fuciliamo gli ufficiali di coperta! PRIMA E SECONDA GUARDIA accanto al governatore: No, non spariamo, fratelli, nessuna violenza! KLOTZ: Compagni, vedete, possiamo liberare il bambino solo con la violenza, non cediamo proprio adesso! ANNA: Il mio bambino! Non ci proveranno! No, non sparate. Nessuna violenza! Ci hai insegnato: nessuna violenza! L'UFFICIALE giù al porto: Arrendetevi, per l'ultima volta! IL POPOLO: La nave si allontana! L'UFFICIALE tira fuori la rivoltella, la punta contro il bambino: Fermate la nave! IL GIOVANE DALLA FOLLA: La nave parte!

L'ufficiale fa fuoco. Il bambino cade a terra morto. Il popolo rompe la riga dei soldati.

IL POPOLO: Assassino! L'UFFICIALE: Assassino! Io assassino!

Balza verso il portalone d’ingresso e sulla nave si trova davanti ad Anna, che gli sta di fronte a pugni serrati.

TUTTI I FRATELLI sulla nave gridano all’unisono: Non uccidiamo!!!

Auf dem Schiff - Sulla nave

SIEBENUNDZWANZIGSTE SZENE -VENTISETTESIMA SCENA

Der Hafen, das Volk und das Militär werden in diesem Moment in Dunkel gehüllt, man hört nur noch ferne, dumpfe Stimmen. Nur das Schiff selbst ist hell beleuchtet.

Vorige ohne das Volk und das Militär.

DER OFFIZIER: Ich Mörder! Ich habe es gemordet! Hier bin ich, macht mit mir, was ihr wollt! Ich will nicht länger leben! ERSTER UND ZWEITER WÄCHTER, DER MANN UND DIE FRAU: Nicht schießen! KLOTZ: Kameraden, der letzte Kampf! ERSTER UND ZWEITRR WÄCHTER, DER MANN UND DIE FRAU: Nicht Gewalt! Brüderschaft! DER OFFIZIER springt auf den Gouverneur zu: Ich will nicht mehr leben! Macht mich nieder, gleich! DER GOUVERNEUR: Mörder, Mörder. Ich müßte dich töten. Ich kann es nicht mehr. Die um uns sind stärker als unsere rohen Hände. Hier ist Freiheit. MATROSEN: Das Schiff ist auf See! Hohe See! ANNA: Mein Kind — Mord! KLOTZ: Wir sind auf hoher See. Neues Leben. Freiheit! NAUKE: Gerettet. Für die Freiheit, für das neue Leben. Für die neuen Menschen! ANNA: Oh, und warum mußte ein neuer Mensch sein neues Leben geben? DER GOUVERNEUR: Für die Menschheit! ANNA: Und wer hat das Recht dazu, Menschen für die Menschheit sterben zu lassen? DER GOUVERNEUR: Die Gemeinschaft. DER OFFIZIER: Lüge, Lüge, Lüge! Sie will, daß wir leben!

La scena con il porto, il popolo e l'esercito adesso viene oscurata; si sentono solamente voci lontane, indistinte. Solo la nave è illuminata a giorno.

Gli stessi senza il popolo e l'esercito.

L'UFFICIALE: Io assassino! L'ho ucciso! Eccomi, fate di me quello che volete! Non voglio vivere più! PRIMA E SECONDA GUARDIA, L'UOMO E LA DONNA: Non sparare! KLOTZ: Compagni, l'ultima battaglia! PRIMA E SECONDA GUARDIA, L'UOMO E LA DONNA: Nessuna violenza! Fratellanza! L'UFFICIALE salta addosso al governatore: Non voglio vivere più! Uccidetemi subito! IL GOVERNATORE: Assassino, assassino. Dovrei ucciderti. Non lo posso più fare. Siamo in mezzo a uomini più forti delle nostre rozze mani. Qui c'è la libertà. MARINAI: La nave è in mare! Alto mare! ANNA: Il mio bambino - assassinio! KLOTZ: Siamo in alto mare. Nuova vita. Libertà! NAUKE: Salvi. Per la libertà, per la nuova vita. Per gli uomini nuovi! ANNA: Oh, e perché un uomo nuovo doveva dare la sua nuova vita? IL GOVERNATORE: Per l'umanità! ANNA: E chi ha il diritto di far morire gli uomini per l'umanità? IL GOVERNATORE: La comunità. L'UFFICIALE: Menzogna, menzogna, menzogna! Vuole che viviamo!

Ende des ersten Aktes - Fine del primo atto

ZWEITER AKT - SECONDO ATTO

Auf dem Schiff

ERSTE SZENE - PRIMA SCENA

Nauke, erster Gefangener, zweiter Gefangener, der Offizier.

NAUKE: Eßt, Jungens, eßt! Wenn ihr nicht satt seid, eßt weiter. Das ganze Schiff ist für euch da! Seit wir unterwegs sind, tue ich auch nichts anderes. DER ERSTE GEFANGENE: Freiheit. Es ist so gute Luft; hab ich schon zwölf Jahre nicht mehr geschluckt. NAUKE: Gute Luft? Find ich nicht. Seit wir vom Meer in den Fluß gelaufen sind, legt sichs mir dick über die Nase. ZWEITER GEFANGENER: Kann der Offizier nicht seine Uniform abtun? Das bohrt mir die Augen ein, ich bin noch nicht ganz in die Freiheit gesprungen, solang ich die Streifen sehe. NAUKE zum Offizier: Zieh den Rock aus. Zwölf Jahre lang hat dem Alten die Uniform das Leben verdorben. Der Offizier zieht den Rock aus. NAUKE: Das ist das neue Leben, seht ihr? Wir werden noch manchem den Rock ausziehen. ERSTER GEFANGENER: Gerad das stand auf den Blättern gedruckt, deswegen sie uns eingesperrt haben. Der Staatsanwalt sagte ... NAUKE: Ach, laß den Staatsanwalt, es gibt keinen Staatsanwalt mehr! Als ich noch ein Junge war, hab ich mir schon hinter jedem Polizisten gesagt: einmal bin ich groß, und dann: den Rock herunter. Da seht ihr — wir haben jetzt die neue Welt, alle müssen den Rock ausziehen! ZWEITER GEFANGENER: Genau das hab ich in meiner Verteidigungsrede vor Gericht gesagt, ich sagte ... NAUKE: Laß das Gericht, Bruder, es gibt kein Gericht mehr. Wir reden nicht mehr, wir machen das wirklich. Was? Das ist ein Spaß, wie's jetzt alle Tage geht. Wir heran an ein Schiff, überrumpeln, die Mannschaft festlegen, dem Kapitän die Uniform vom Leibe und alle herunter ins Verdeck zu den Gefangenen schmeißen! Ich hab's geahnt — als Schiffsjunge, als Schornsteinfeger, als Scherenschleifer — hab ich's schon geahnt, dass es so kommen mußte. — Offizier, hast du auch satt gegessen? OFFIZIER: Bin nicht hungrig. Ich esse, wenn wir anlegen. NAUKE: Hungre, Bruder Mörder, hungre ruhig, hier kann jeder essen und hungern, wie er will. Das ist die Freiheit, seht ihr! ERSTER GEFANGENER: Wenn wir anlegen, dann adieu ihr da drüben, das alte Land hat mich geschmeckt. NAUKE: Wie, du willst fort?! Das gibt's nicht, Kamerad! ZWEITER GEFANGENER: Was, ihr haltet uns fest? NAUKE: Festhalten? Aber Bruder, wo steckt ihr? Jetzt beginnt es doch erst! Das Schiff legt an jeder Stadt an, wir heraus, und unter die Leute. In jeder Stadt! Wir legen bei jeder Stadt am Fluß an. Machen Kameraden, die mit uns kommen! OFFIZIER: Aber dann? ERSTER UND ZWEITER GEFANGENER: Und was sollen die tun? NAUKE: Was die tun sollen? Brüder, Jungens — was die tun sollen? Mit uns kommen, den Offizieren die Röcke herunterreißen, den Polizisten den eigenen Säbel zwischen die Beine halten, die Staatsanwälte ins Loch sperren, und mit uns kommen, mit uns kommen! Von einer Stadt in die andere. Hier auf dem breiten Fluß, auf dem Meer, den Schiffen die Ladung abnehmen, die feindliche Mannschaft ins Zwischendeck sperren, in den Städten die Vorratshallen aufmachen. Jeder nimmt sich, was er braucht. Die Freiheit, Freunde! Was fragt ihr? Seid ihr denn Männer? Meine Mutter hätt euch das schon sagen können: die rein zum Bäcker gelangt, und mit dem Brot unterm Rock raus, dem Schutzmann ein Bein gestellt, daß er über seinen eigenen Helm stolpert — und das war doch nur 'ne arme, gejagte Matrosenhure! ERSTER GEFANGENER: Und dann an die Banken, und den Zins beseitigt! Ich hab zwanzig Jahre lang daran gerechnet. Das ist das Wichtigste! NAUKE: Zins? Geld? Ihr armen Kerle habt im Zuchthaus die Zeit verträumt. — Das wissen wir heute ganz genau: Von Geld ist überhaupt nicht mehr die Rede. Jeder nimmt, was ihm vor der Hand liegt: den Topf, das Haus, das Schiffstau. Die Erde ist groß genug für alle Hände. Wir tauschen alles, zuletzt uns selbst. Freiheit! Freiheit! Nieder mit der Gesellschaft! DER OFFIZIER: Wann legen wir an? Wann kommt die erste Stadt? Wann? Oh, die Mörder aus der Welt schaffen! Nieder mit der Gesellschaft! ERSTER UND ZWEITER GEFANGENER: Nieder mit der Gesellschaft! DIE SGHIFFSGEFANGENEN unten im Zwischendeck noch unsichtbar: Laßt uns heraus! Leben! Wir wollen leben! DER OFFIZIER: Was ist das? Sie schreien. NAUKE: Die gefangene Mannschaft, die wir im Zwischendeck haben. Die sind sicher. Die stören uns nicht mehr. DER OFFIZIER: Ist jemand von uns bei ihnen? NAUKE: Die sind eingesperrt — das sind doch Feinde! Kümmere dich nicht um die, wir haben Wichtigeres zu tun! — Kamerad, du machst es an Land bei den Soldaten. Solche, wie du, gibt es noch mehr. Einer muß nur das Beispiel geben. OFFIZIER: Und die Frauen? NAUKE: Die Frauen machen's auf die andere Art. Das weiß ich von meiner Mutter, daß ein Weib die halbe Stadt umlegen kann. Die Frauen gehen zu den Lauen, denen, die uns Gutes wünschen, und sich nie getrauen werden, mit anzupacken. Dann sag ich euch, ehe so ein Tag um ist, hat bald alles den Kopf erhoben, und es kommt ein Wutgebrüll wie von den Löwen in den Käfigen. Auf einmal, seht ihr, sind wir da. Und die neuen Kameraden haben schon die Fäuste den andern vors Gesicht gehalten, ehe sie's selbst noch wissen! OFFIZIER: Die Frauen am Schiff! ERSTER UND ZWEITER GEFANGENER: Die Frauen! Die Frauen, kommt herauf!

Sulla nave

Nauke, primo prigioniero, secondo prigioniero, l'ufficiale.

NAUKE: Mangiate, ragazzi, mangiate! Se non siete sazi, continuate a mangiare. La nave è tutta per voi! Anch'io non faccio altro da quando siamo in viaggio. PRIMO PRIGIONIERO: Libertà. Che aria buona; sono dodici anni che non inghiottisco più. NAUKE: Aria buona? Per niente. Da quando abbiamo lasciato il mare e andiamo lungo il fiume, c’è un’aria pesante che mi arriva fino al naso. SECONDO PRIGIONIERO: L'ufficiale, non può togliersi l'uniforme? Mi trivella gli occhi, come posso sentirmi libero finché vedo le strisce. NAUKE rivolto all'ufficiale: Levati la divisa. L'uniforme ha rovinato la vita al vecchio per dodici anni. L'ufficiale si toglie la divisa. Questa è la nuova vita, vedete? Ne leveremo ancora di divise. PRIMO PRIGIONIERO: Proprio questo stava scritto sui fogli, perciò ci hanno rinchiuso. Il pubblico ministero aveva detto... NAUKE: Ma lascia perdere il pubblico ministero, non esiste più alcun pubblico ministero! Fin da ragazzo mi sono sempre detto da dietro ogni poliziotto: un giorno sarò grande, e allora: abbasso le divise. Ecco vedete - ora abbiamo il nuovo mondo, tutti devono togliersi la divisa! SECONDO PRIGIONIERO: È proprio quello che ho predicato nell’arringa in tribunale, ho detto... NAUKE: Lascia perdere il tribunale, fratello: non esiste più alcun tribunale. Non sono più solo parole, facciamo sul serio. Cosa? Ora è una pacchia vivere alla giornata. Accostiamo una nave, la prendiamo d'assalto, leghiamo l'equipaggio, togliamo di dosso al capitano l'uniforme e scaraventiamo tutti giù in coperta con i prigionieri! Me lo sentivo - quando facevo il mozzo, lo spazzacamino, l'arrotino, me lo sentivo che doveva finire così. – Ufficiale, ti sei riempito anche tu? L'UFFICIALE: Non ho fame. Mangio quando approdiamo. NAUKE: Soffri la fame, fratello assassino, soffri la fame in pace, qui ognuno può mangiare e soffrire la fame come vuole. È la libertà, vedete! PRIMO PRIGIONIERO: Una volta approdati, allora addio a voi di là, il vecchio paese è stato un piatto prelibato. NAUKE: Come, vuoi andartene?! Questa poi, compagno! SECONDO PRIGIONIERO: Cosa, ce lo impedite? NAUKE: Impedire? Ma fratello, dove vi siete cacciati? Siamo solo all'inizio! La nave approda in tutte le città, scendiamo e siamo fra la gente. In tutte le città! Approdiamo in tutte le città sul fiume. Per trovare compagni che ci seguano! L'UFFICIALE: E poi? PRIMO E SECONDO PRIGIONIERO: E cosa devono fare? NAUKE: Cosa devono fare? Fratelli, ragazzi - cosa devono fare? Venire con noi, strappare via le divise agli ufficiali, infilare la sciabola tra le gambe ai poliziotti, buttare in una buca i pubblici ministeri e venire con noi, venire con noi! Da una città all'altra. Qui, lungo il grande fiume, sul mare, derubare le navi del loro carico, rinchiudere l'equipaggio nemico nell'interponte, aprire i magazzini nelle città. Ognuno si prende quello che gli serve. La libertà, amici! Cosa chiedete? Ma siete uomini? Anche mia madre ve l’avrebbe potuto dire: che tanto bella entra dal fornaio e ne esce con il pane nascosto sotto la gonna, fa lo sgambetto al poliziotto che inciampa sul suo casco - ed era solo una povera, dannata baldracca di porto! PRIMO PRIGIONIERO: E poi in banca a liquidare gli interessi! Sono vent’anni che ci conto. È questa la cosa più importante. NAUKE: Interessi? Denaro? Voi poveracci, in carcere avete passato il tempo sognando. - Una cosa è certa ora: di soldi non se ne parla più. Ognuno si prende quello che ha a portata di mano: la pentola, la casa, la gomena. La terra è grande abbastanza per tutte le mani. Barattiamo tutto, anche noi stessi. Libertà! Libertà! Abbasso la società! L'UFFICIALE: Quando approdiamo? Quando si vede la prima città? Quando? Oh, levare di mezzo gli assassini! Abbasso la società! PRIMO E SECONDO PRIGIONIERO: Abbasso la società! I PRIGIONIERI DELLA NAVE giù nell'interponte ancora invisibile: Fateci uscire! Vivere! Vogliamo vivere! L'UFFICIALE: Cosa succede? Gridano. NAUKE: L'equipaggio fatto prigioniero che abbiamo nell'interponte. Sono sicuri. Non ci recano più alcun disturbo. L'UFFICIALE: C'è qualcuno dei nostri con loro? NAUKE: Sono rinchiusi - sono nemici! Lasciali perdere, abbiamo cose più importanti da fare! – Compagno, te ne occupi a terra con i soldati. Tipi come te ce ne sono in abbondanza. Basta che uno solo dia l'esempio. L'UFFICIALE: E le donne? NAUKE: Le donne lo fanno in tutt’altro modo. Lo so da mia madre che una femmina può rovesciare mezza città. Le donne vanno dai tiepidi, da quelli che ci augurano il bene, e non si azzarderebbero mai ad andare all’assalto. Vi dico, quindi, prima che questo giorno finisca, tutto ha alzato la testa e ne esce fuori un ruggito furente come di leoni in gabbia. Di colpo, ecco, ci siamo. E i nuovi compagni hanno già serrato agli altri i pugni in faccia, ancor prima che questi se ne accorgano! L'UFFICIALE: Le donne vicino alla nave! PRIMO E SECONDO PRIGIONIERO: Le donne! Le donne, salite su!

ZWEITE SZENE - SECONDA SCENA

Vorige, Anna.

ANNA kommt: Was wollt ihr? Was ruft ihr mich? Was schreit ihr hinein in mein neues Leben? Ich war auf dem Meer, ich habe die Sterne gesehen. Das Licht sprudelte über mich. Um mich war Licht. So streck ich meine beiden Arme hoch im Licht. So umarme ich euch, meine Lieben, im Licht. Ihr seid die vollen milden Strahlen, und ich bin in den Strahlen. Wir haben die Finsternis zerrissen. Wir haben die Schatten zerschlagen. NAUKE: Zerschlagene Köpfe hatten sie freilich, die Schatten. Wir haben sie unten ins Zwischendeck gesperrt. Ob's da wohl noch finstrer ist, als sonst? Und die Ladung, die wir ihnen abgenommen haben — alles Schattenware. Und der Wein, das Bier, der Rum und der Proviant, den wir von ihnen herübergeschafft haben — alles Finsternis. — Eßt, eßt, Jungens: Nieder mit der Finsternis! ANNA: Nieder mit der Finsternis! Wir sind vom Licht. Ich bin nur noch Licht. Du bist Licht. Ich dreh mich und schau dich: du bist Licht. Ich spring unter euch, wir sind eine große, breite, quellende Strahlenflamme. ERSTER GEFANGENER: Flamme, Flamme! Die Flamme über die Länder! Feuersbrünste an die Bankhäuser, Feuer an die Papiere, die Scheine; der Zins der ganzen Welt ist Asche! ZWEITER GEFANGENER: Ein Schutthaufen, klirrende Kehrichtreste das Geld! Die Menschen geben sich die Hände. Ich hab's gewußt. Die Welt wird unschuldig. OFFIZIER: Unschuldig, unschuldig! Kann man Unschuldige töten! Ich knie vor euch nieder, ich umfasse euere Füße. Ich bin frei geworden. Weib, hier halte ich mit beiden Händen deine Füße, dein erschossenes Kind lebt in mir! Und ich lebe in deinem Strahlenbett, dein Gesicht ist der Lichtbrunnen, deine Arme sind die zuckenden Lichtflüsse, umstrahle mich mit deinen Lichthaaren! Ich bin die Schuld. Ich komme aus dem Kasernendunkel. Ich bin Mörder, ich habe gemordet, ich müßte sterben: nun lebe ich neu im Lichtbrand. Ich knie vor dir auf der Erde, ich schlage vor dir auf die Planken nieder, wehrlos, du weißt alles von mir. Leuchte zu mir, ich lebe neu für die Freiheit. ANNA: Freiheit! Wie diese Wirbel im Kreis aus mir hoch strömen! O, daß ich noch hierauf meinen Füßen stehe! Merkt ihr nicht, rasend aus mir, rund herum um die Welt die mächtigen Drehungen toben, die drohenden blitzenden Kreise. Was steht ihr da? Ihr ruft mich. Merkt ihr nicht, wie der Raum brausend hinter uns rauscht? Wo seid ihr? Warum bin ich allein? Warum fliegt ihr nicht mit mir? Habt ihr schon vergessen, wie wir auf die fremden Schiffe stürzten, wie wir die zitternden Schiffsknechte knebelten — und wie Wenige waren wir: Nur, weil wir Freie sind! — Warum schlaft ihr? Warum wache allein ich? Auf! Herauf zu uns! Löst euere Glieder! Vergeßt eure dunkle Nacht von Gestern!

Gli stessi, Anna.

ANNA arriva: Cosa volete? Perché mi chiamate? Perché invadete con le vostra grida la mia nuova vita? Ero in mare, ho visto le stelle. La luce zampillava sopra di me. Ero circonfusa di chiarore. Così stendo le braccia verso l'alto nello splendore. Così vi abbraccio, miei cari, nel fulgore. Voi siete i tenui raggi luminosi e io vi sono immersa. Abbiamo fenduto le tenebre. Abbiamo frantumato le ombre. NAUKE: Teste frantumate le avevano di sicuro, le ombre. Le abbiamo rinchiuse di sotto nell'interponte. Chissà se laggiù è più buio del solito? E il carico che gli abbiamo portato via - tutta merce dell'ombra. E il vino, la birra, il rum e i viveri che ci siamo portati di qua – tutta oscurità. - Mangiate, mangiate, ragazzi: abbasso le tenebre! ANNA: Abbasso le tenebre! Veniamo dalla luce. Non sono che lampo. Tu sei lume. Mi giro e ti guardo: sei iridescenza. Salto tra voi, noi siamo una grande fiamma luminosa, ampia, zampillante. PRIMO PRIGIONIERO: Fiamma, fiamma! La fiamma sopra i paesi! Incendi alle banche, fuoco alle carte, alle banconote; gli interessi del mondo intero sono cenere! SECONDO PRIGIONIERO: Un cumulo di rovine, resti di spazzatura sonante il denaro! Gli uomini si danno le mani. Lo sapevo. Il mondo ritrova l'innocenza. L'UFFICIALE: Innocente, innocente! È possibile uccidere delle anime pure! Mi inginocchio davanti a voi, vi cingo i piedi. Mi sono liberato. Donna, ecco, ti tengo i piedi con le mani, il tuo bambino morto vive dentro di me! E io vivo nel tuo letto di luce, il tuo volto è sorgente di splendore, le tue braccia sono fiumi guizzanti di chiarore, irradiami con la tua chioma rifulgente di luce! Io sono la colpa. Vengo dal buio delle caserme. Sono un assassino, ho ucciso, dovrei morire: adesso rinasco nelle fiamme della luce. Mi inginocchio davanti a te sulla terra, mi prostro davanti a te sul tavolato, indifeso, sai tutto di me. Irradiami con il tuo bagliore, rinasco per la libertà. ANNA: Libertà! Come un vortice che mi ruota intorno e fluisce verso l’alto! Oh, possa rimanere ferma sui piedi! Non vi accorgete come da me medesima imperversano intorno al mondo, con tutta la furia, i possenti volteggi, le incombenti sfere lampeggianti. Che ci fate lì? Mi chiamate. Non vi accorgete con quale fragore la stiva mormora dietro di noi? Dove siete? Perché sono sola? Perché non volate con me? Avete già dimenticato come ci lanciammo contro le navi forestiere, come imbavagliammo i mozzi tremanti di paura - e come eravamo in pochi: solo perché siamo liberi! - Perché dormite? Perché sono vigile solo io? Su! Su da noi! Liberate le vostre membra! Dimenticate l'oscura notte di ieri!

DRITTE SZENE - TERZA SCENA

Vorige, der Mann, die Frau.

Der Mann und die Frau kommen.

DER MANN: Gestern, gestern: schwere Steine, Schüsse, Militärkolonnen, Mauern stürzen. Heute zischt die Luft um mich, ich rühre keinen Menschen an, ich ströme für euch dahin, wie das Wasser unterm Kiel. Ich bin für euch da, meine Brüder, ich will für euch arbeiten, ich wasche euch das Verdeck, ich koche euer Essen, ich trag euch in die Hängematte, wenn ihr krank seid. Oh, wie klein ist das alles, was ich für euch tue, meine Blutstropfen sind für euch da. NAUKE: Ein einziges Gläschen Magentropfen wär mir lieber als die großmütigst vergossenen Blutstropfen. Wer für uns da ist, der genießt seine Freiheit und hilft uns bei unserm Spaß. Ich bin dafür, daß heute deine schöne Frau bei mir in der Kajüte bleibt. Hallo, Bruder, hapert's da? Deine Frau bei mir! DIE FRAU: Ich gehör euch! Ich flicke euere Fetzen, ich kämme euch die Läuse aus den Haaren, ich singe euch eure müßigen Minuten vor. Was ist das alles? Seid ihr denn schon selig? Wir sind noch weit von den Menschen! Um uns muß die ganze Welt brennen, die Vergangenheit muß wie Munitionsstädte zum Himmel explodieren, wir müssen über die Erde rasen und die Menschen befreien — und unser Leben ist so kurz! NAUKE: Freiheit: davon müssen wir was haben. Das Leben ist kurz; seit ich aus meiner Mutter gekrochen bin, weiß ich, daß es mit Essen und Trinken vorbeigeht; ein paar mal einem Weib um den Hals gefallen, und eines Tags fliegst du vom Schiff ins Wasser mit einem Schlag auf den Hinterkopf und bist tot. Die anderen Menschen sollen's ebenso gut haben wie wir, aber wir müssen das fette Beispiel geben. Die Flaschen herauf, sag ich, die Flaschen, und die Eßnäpfe nicht vergessen! Einen Schinken hab ich unter der neuen Ladung entdeckt, einen Schinken, saftig wie Weiberbrust. Wer nicht für das große Freiheitsessen und -trinken ist, der ist ein Verräter! OFFIZIER zu Anna: Mach mit mir, was du willst. Ich bin die Planke für deinen Fuß. Für alle Menschen werd ich da sein, ewig in dir! NAUKE: Ihr da unten, Flaschen herauf, den Schinken herauf!

Gli stessi, l'uomo, la donna.

Arrivano l'uomo e la donna.

L'UOMO: Ieri, ieri: pietre pesanti, spari, colonne militari, abbattere muri. Oggi l'aria mi sibila intorno, non tocco nessuno, fluisco per voi come l'acqua sotto la carena. Esisto per voi, fratelli miei, voglio lavorare per voi, vi lavo la coperta, cucino il vostro cibo, vi porto sull'amaca se vi ammalate. Oh, che misera cosa è ciò che faccio per voi, il mio sangue stilla per voi. NAUKE: Meglio un bicchierino solo di digestivo in gocce che tutte le stille di sangue versate con tanta generosità. Chi è qui per noi si gode la sua libertà e ci fa sollazzare. Oggi mi va che la tua bella rimanga con me in cabina. Ehi, fratello, qualcosa in contrario? La tua donna con me! LA DONNA: Io vi appartengo! Rammendo i vostri stracci; vi pettino via i pidocchi dai capelli, vi canto i vostri oziosi minuti. Tutto questo che senso ha? Siete già beati? Manca ancora tanto fino gli uomini! Terra bruciata del mondo intorno a noi, che il passato esploda in cielo come le cittadelle di munizioni: dobbiamo imperversare sulla terra e liberare gli uomini - e la nostra vita è così breve! NAUKE: Libertà: ce ne deve toccare qualcosa. La vita è breve; da quando sono strisciato fuori da mia madre so che la vita scorre nel mangiare e nel bere; un paio di volte al collo di una femmina; un giorno voli dalla nave in acqua con una botta sulla nuca e sei morto. Anche gli altri se la devono passare bene come noi, ma siamo noi quelli che dettiamo legge. In alto le bottiglie, dico, le bottiglie e non dimenticate le gavette! Ho trovato un prosciutto tra il nuovo carico, un prosciutto succulento come il petto di una donna. Chi non è per i bagordi della libertà è un traditore! L'UFFICIALE rivolto ad Anna: Fa' di me quello che vuoi. Sono il tavolato per il tuo piede. Esisterò per tutti gli uomini, eternamente in te! NAUKE: Voi là sotto, in alto le bottiglie, in alto il prosciutto!

VIERTE SZENE - QUARTA SCENA

Vorige, erster Wächter, zweiter Wächter.

Erster und zweiter Wächter kommen beladen herauf.

ERSTER GEFANGENER: Zwanzig Jahre keine Weiberhand mehr gehalten. Wo ist meine Frau geblieben? Meine Schwester ist tot. Ich stand alle Tage zwölf Stunden an der Maschine. Ich habe für euch gedacht! Sind wir endlich da? Ich will vergessen, was war, lasse mir die Sonne in die Augen brennen. Dieser Geruch vom Wasser her, ich kenne das nicht. Sind wir frei? Umschlingt mich, preßt eure Arme um mich, und dann hinein in alle Börsensäle der Welt, die Banken gesprengt, unsere Brüder befreit! — Springt mit mir unter die Geldherren, jedes Wort erstickt, das noch mit Gelddienst über die Telegraphendrähte läuft! ZWEITER GEFANGENER: Ich wußte es immer, es gibt keinen Besitz! Wir gehören uns alle. Ich bin schwach. Ich habe nie in der Freude gelebt, seit meiner Jugend hab ich Pläne entworfen. Aber ich weiß heute, es gibt eine Freude, vielleicht kann ich allen helfen. Wollt ihr, daß ich für euch tanze? Ich bin alt. Meine Knochen sind weich vom Gefängnis. Soll ich unter euch springen, bis wir den Himmel herunterholen? Daß ich frei bin! Nun müssen alle frei sein. ERSTER WÄCHTER: Trinken, Brüder, hier! O ich weiß es, wie man die Gefangenen herausholt, vielleicht hab ich darum mein Leben lang die Mauern um mich gehabt. Zusammen mit euch brennen wir wie ein Blasfeuer die Zuchthäuser nieder, unsere Brüder sind frei! ERSTER GEFANGENER zum ersten Wächter: Ist das nicht deine Tochter, die da am Schiffsrand steht, als wollt sie in die Sonne fliegen? ERSTER WÄCHTER: Tochter? ich fühl's kaum mehr. Sie geht so hoch und gerade, ist etwas Feines geworden, nicht mehr zu erkennen von früher; meine Tochter war anders. Die sieht keinen Menschen mehr, schaut durch mich hindurch, daß ich mich oft vor Schreck umdrehe und hinter mich blicke. Sie hört mich schon lange nicht mehr. Aber ich hab ihr nichts zu sagen seit meiner eigenen Flucht! NAUKE erhebt sich halb, die Hand hohl vor den Augen: Ein Schiff! Ein Schiff an der Flußmündung, dort hinten, in der Ferne. DER MANN: Wir sind nicht mehr allein auf dem Wasser! DER OFFIZIER: Ein Schiff. Zu Anna: O sprich, eh ich mit meinen Küssen zu dir falle, sag es mir. Hinauf auf das Schiff. Wünsch es von mir, verlang das! Wir springen von einem Verdeck aufs andere. Nieder mit der Besatzung, wir holen an Bord, was wir finden!

Gli stessi, prima guardia, seconda guardia.

Prima e seconda guardia salgono con il carico.

PRIMO PRIGIONIERO: Vent’anni senza tenere la mano di una donna. Dov'è rimasta mia moglie? Mia sorella è morta. Stavo tutti i giorni per dodici ore alla macchina. Ho pensato al vostro posto! Ci siamo finalmente? Voglio dimenticare il passato, che il sole cocente mi penetri negli occhi. Questo odore che sale dall’acqua non lo conosco. Siamo liberi? Abbracciatemi, stringetemi le braccia intorno e allora dentro tutti gli uffici borsa del mondo, in aria le banche, i nostri fratelli liberati! - Saltate con me in mezzo ai plutocrati, soffocate ogni parola che ancora corre a pagamento sui fili del telegrafo! SECONDO PRIGIONIERO: L'ho sempre saputo; non esiste la proprietà! Ci apparteniamo a vicenda. Sono debole. Non ho mai vissuto nella gioia, fin da giovane ho elaborato piani. Ma oggi so che si può vivere felici, forse posso esservi d'aiuto. Volete che balli per voi? Sono vecchio. Le mie ossa si sono rammollite in carcere. Volete che salti tra di voi fino a far venir giù il cielo? Che io sia libero! Ora dobbiamo essere tutti liberi. PRIMA GUARDIA: Bere, fratelli, ecco! Oh, lo so come si tirano fuori i prigionieri, non per niente sono stato tra le mura una vita intera. Tutti insieme diamo fiato al fuoco e riduciamo in cenere le galere: i nostri fratelli sono liberi! PRIMO PRIGIONIERO rivolto alla prima guardia: Non è tua figlia quella che sta là sulla sponda della nave, quasi voglia volare verso il sole? PRIMA GUARDIA: Figlia? La riconosco appena. Il suo passo è così dignitoso e deciso, ha qualcosa di elegante, non la riconosco più; mia figlia era diversa. Non si accorge più di nessuno, mi penetra con lo sguardo, tanto che mi volto dalla paura per guardarmi le spalle. Non mi dà più ascolto già da tempo. Eppure da quando sono fuggito non ho più niente da dirle! NAUKE resta alzato a metà, con il cavo della mano sugli occhi: Una nave! Una nave alla foce del fiume, là in fondo, in lontananza. L'UOMO: Non siamo più soli sull'acqua! L'UFFICIALE: Una nave! Rivolto ad Anna: Oh, parla prima che cada ai tuoi piedi e ti ricopra di baci, dimmelo. Sulla nave. Desidera che lo faccia, pretendilo! Saltiamo da una coperta all'altra. Abbasso l'equipaggio, a bordo prendiamo quello che troviamo!

FÜNFTE SZENE - QUINTA SCENA

Vorige, der Gouverneur.

Der Gouverneur tritt auf.

NAUKE: Die Waffen! Auf das Schiff! Wir rammen ein Leck, und dann in der Verwirrung hinüber, die Mannschaft gebunden, und jeden niedergemacht, der gegen uns ist! DER GOUVERNEUR: Nein! NAUKE: Nieder mit dem Sklavenschiff. Auf! Gestern hieß es noch Raub, heute heißt es Freiheit! DER GOUVERNEUR: Nein! OFFIZIER zum Gouverneur: Was willst du?

Gli stessi, il governatore.

Il governatore entra in scena.

NAUKE: Le armi! Sulla nave! La speroniamo e poi di là nel trambusto, incatenato l'equipaggio, a morte tutti quelli che sono contro di noi! IL GOVERNATORE: No! NAUKE: Abbasso la nave negriera. Avanti! Ieri si diceva rapina, oggi si dice libertà! IL GOVERNATORE: No! L'UFFICIALE rivolto al governatore: Cosa vuoi?

SECHSTE SZENE - SESTA SCENA

Vorige, Klotz.

KLOTZ tritt auf, eilends: Das Schiff, das Schiff! NAUKE: Wir sausen mit allen Kesseln darauf zu! DER GOUVERNEUR: Nein, nein, sag ich euch! Das ist nicht die Freiheit! Das ist das Tier. Das ist der Absturz! Die alte Welt der Feinde stirbt schwarz zerfressen an der Pest. — Und diese da, die Kameraden, rasen nach Besitz? KLOTZ: Laß sie. Sie folgen ihrem Zwang. DER GOUVERNEUR: Nein! Ich darf sie nicht lassen. Ich bin erweckt, ich kann nicht mehr zurück. Ich kann die Menschen nie mehr im Dumpfen lassen. Weißt du es noch nicht? Rings um uns tobt Seuche. Drüben fressen Besitz und Seuche brüderlich vereint an den Feinden. Aber hier unsere Brüder — nur die Reinheit kann sie noch retten! KLOTZ: Sieh, die Armen hier, wie zum ersten Male aus ihnen die Freiheit springt! DER GOUVERNEUR: Ich sehe graue Blitze unter ihnen. Die Verwirrung steigt wie Nebel um unser Schiff. Sie fallen in ihre Tierheit zurück. Sie schleudern sich zurück ins blinde Vergessen. — Kameraden, heraus aus der Befleckung. Unsere Kraft ist der reine Wille unseres Freiheitschiffes, oder die Seuche von drüben stürzt sich über euch! NAUKE: Was willst du, Kamerad? Komm zu uns, küß mit uns! In einer Stunde springen wir drüben dem Schiff auf den Leib! Küßt mich, Frauen, küßt euch! Das ist ein Leben, ich hab's gewußt, daß so ein Leben kommen wird. Musik! — Ich hörte Musik schon im Mutterleib! Musik! O Freiheit! KLOTZ zum Gouverneur: Dort, dort am Ufer — o sieh! Sieh die dunklen Klumpen! Sind das Menschen? DER MANN: Tote! Die Seuche? DER GOUVERNEUR: Tote! Die Pest fraß sie. Ich sagt es euch! DER MANN: Die Pest — wir fahren durch die Pest! DER GOUVERNEUR: Die Pest um uns. Die Pest auf dem Feindesschiff. Und in unsern Brüdern: Das Tier! Zu den andern: Nun verlaß mich nicht, Menschenkraft in mir! KLOTZ: Das Schiff, es kommt auf uns zu! ERSTER WÄCHTER: Mir ist unheimlich; ich seh, wie sie drüben Flaggen ziehen und Kanonen richten! ZWEITER WÄCHTER: Wir verfolgen sie nicht mehr, sie jagen auf uns! OFFIZIER: Sie verfolgen uns! NAUKE: Uns! ANNA: Ich ergebe mich nicht! DER MANN: Sie werden sich rächen. DIE FRAU: Sie verlangen unsere Auslieferung und lassen euch dann frei. Wollt Ihr uns verraten? DER GOUVERNEUR: Ihr dürft nicht verzweifeln. Seid ihr nicht frei? NAUKE: Scherze nicht mit uns! ERSTER GEFANGENER: Sprich, ich verstehe dich. Schnell. Ich bin alt. Mein Leben ist billig. ZWEITER GEFANGENER: Was sollen wir tun? DER GOUVERNEUR: Seid ihr nicht die Führer? Rollt nicht die Zukunft aus unseren Händen als neue Welt? Wie dürft ihr das vergessen? NAUKE: Führer! Ich bin Führer! DER MANN: Gibt es Führer? Gibt es noch Führer in der letzten Not der Menschen? OFFIZIER: Sie verfolgen uns! Wie retten wir uns? KLOTZ: Gibt es Führer? fragst du — vorm Tode sagst du das? DER GOUVERNEUR: Ihr seid frei! Vorbild seid ihr für die Menschen! Unser Schiff fährt durch den schimmernden Himmel zu den Menschen, sie aufzurichten, ihr macht sie zu Brüdern, ihr erinnert sie an ihre Heiligkeit. Aus Euch wird die Menschheit strömen, ihr pflanzt das Morgenreich in die Länder. Und ihr habt Angst? Drüben folgt euch nur das Tier, die böse Dunkelheit. Ihr müßt nur wollen, und sie ist dahin! OFFIZIER: Es ist zu spät! Sie ziehen die Feindessignale. Sie richten ihre Riesengeschütze! DER GOUVERNEUR: Wir müssen nur wollen! ANNA: Nimm meinen Willen! Sag was ich soll! Hauch ihn unter die Brüder, wenn er euch retten kann. DIE FRAU: Nimm mein Leben. Zu Anna: Nimm da es, Schwester! Hier lieg ich zu deinen Füßen, dich stärker zu machen. OFFIZIER: Wollt ihr mich? Werft mich hinüber, sie hängen mich, oder sie schießen mich zusammen, oder sie hacken mich in Stücke, vielleicht kann jeder blutende Fetzen von meinem Fleisch einen von euch retten! ERSTER GEFANGENER: Ich bin es, sie wollen mich holen. Noch einen Zug von dieser Luft atmen, und sie können wieder das Gefängnis über meinen Schädel pressen. Ruft herüber, daß ich für euch gehe. ZWEITER GEFANGENER: Nein, ich! Ich bin älter als ihr alle! Ich habe mehr gemacht als ihr, ich war gefährlicher als ihr. ERSTER WÄCHTER: Ich weiß, wie man's macht! Schießt mich nieder, ruft, daß ich der Rädelsführer war, einem alten Beamten glauben sie, auch wenn er tot ist. Wozu ist mein Leben gut? Ich habe die Freiheit gespürt, nun kann ich sterben. ZWEITER WÄCHTER: Ich bin noch jung, mein ganzes Leben ist noch da, meine Freiheit aufgeben: das hat viel größeren Wert, als ihr alle; nehmt mich! NAUKE: Mich! Mich! Ich — ein Führer! Der Kamerad hat's gesagt! Ihr liefert einen wirklichen Führer aus. Das ist ein Braten für die, knusprig, voll gegessen und getrunken, frisch, mit festen Sehnen! Liebe Brüder und Schwestern: den letzten Schluck, und dann — hopp! KLOTZ: Kann es einer allein? Ich war der Aufstand. DER MANN: Ich war der Wille! Mit mir ersticken sie den Geist, und ihr andern schlüpft ins Leben zurück. OFFIZIER: O wie spät ist es, was zögern wir! Ein Hauch noch, und wir sind alle verloren! DIE SCHIFFSGEFANGENEN unsichtbar, unten: Heraus! Leben! OFFIZIER: Die Gefangenen! — Nun alle Kraft in uns zu Hilfe, sonst werden wir wie Tiere niedergemacht! DER GOUVERNEUR: Wir sind nicht verloren. Wir sind noch frei. Glaubt mit mir! Wille, Wille, brenne durch uns, Wille, schieße aus unseren Händen, kehr um in unserm Mund, fahre aus unseren Augen! Alle wollen! Wir stehen in starrer Mauer still, wir tauchen unter, wir verschwinden aus dem Leben, wir fliegen lautlos über uns herauf. Wir wollen! Auf! Aus uns steigt es herauf, heraus aus uns tritt unser Mensch, hinüber durch den Raum, es gibt keine Grenzen, furchtbar für die Gewalt! Mensch, herauf! Hervor aus uns allen, Wille. Die Gewalt prallt zu Staub! DER MANN: Wille! DER GOUVERNEUR: Brüder, Mut, wir schreiten hinaus aus unserem Leib. Unser Wille schwingt aus uns über den Raum hin. Wille, stoß in die Feinde! KLOTZ: Freiheit! DER GOUVERNEUR: Freiheit stößt aus uns! Jetzt wir alle: unser Wille heiß wie ein weißer Strahl ganz auf sie! ANNA: Wir Menschen gegen die Knechtschaft! OFFIZIER: Nieder die Gewalt! DIE FRAU: Gemeinschaft gegen die Gewalt! ALLE: Gemeinschaft! DER GOUVERNEUR: Menschen, unsere Gemeinschaft zerstört ihre Panzermacht! — Unsere Kraft! Sie wenden! — Da — sie fliehen! ALLE: Freiheit!

Gli stessi, Klotz.

KLOTZ entra in scena, di corsa: La nave, la nave! NAUKE: Facciamo girare le caldaie a tutta velocità! IL GOVERNATORE: No, no, vi dico! Questa non è la libertà! Questa è la bestia. È la caduta! Il vecchio mondo dei nemici muore di morte nera, di peste. - E questi qui, i compagni, smaniano di possedere? KLOTZ: Lasciali fare. Seguono il loro impulso. IL GOVERNATORE: No! Non posso lasciarli fare. Sono risvegliato, non posso più tornare indietro. Non posso più lasciare gli uomini nel torpore. Ancora non lo sai? Intorno a noi infuria la peste. Di là possesso e contagio divorano il nemico in unione fraterna. Ma qui i nostri fratelli - solo la purezza può ancora salvarli! KLOTZ: Vedi, questi poveracci che conoscono la libertà per la prima volta! IL GOVERNATORE: Scorgo fulmini grigi tra di loro. Lo smarrimento sale come la nebbia intorno alla nave. Ricadono nell’animalità. Ripiombano nel cieco oblio. - Compagni, purificatevi. Che la nostra forza sia la pura volontà della nostra nave salvifica o la pestilenza dall'altra parte si abbatterà su di voi! NAUKE: Cosa vuoi, compagno? Vieni da noi, unisciti al nostro sollazzo! Fra un'ora diamo addosso alla nave di là! Baciatemi, donne, baciatevi! Che vita, lo sapevo che una vita così sarebbe arrivata. Musica! - Sentivo la musica già nel grembo materno! Musica! Oh, libertà! KLOTZ rivolto al governatore: Là, là sulla riva – oh, vedi! Vedi i grumi neri! Sono uomini? L'UOMO: Morti! La peste? IL GOVERNATORE: Morti! Il morbo li ha divorati. Ve lo dicevo io! L'UOMO: La peste - passiamo attraverso l’epidemia! IL GOVERNATORE: La peste ci circonda. L’epidemia sulla nave nemica. E nei nostri fratelli: la bestia! Rivolto agli altri: Forza umana dentro di me, non abbandonarmi proprio adesso! KLOTZ: La nave si dirige verso di noi! PRIMA GUARDIA: Mi spaventa; quelli dall'altra parte ammainano le bandiere e puntano i cannoni! SECONDA GUARDIA: Da inseguitori a inseguiti! L'UFFICIALE: Ci inseguono! NAUKE: Noi! ANNA: Non mi arrendo! L'UOMO: Si vendicheranno. LA DONNA: Se ci consegniamo come vogliono, poi vi lasciano liberi. Ci volete tradire? IL GOVERNATORE: Non disperate. Non siete liberi? NAUKE: Non scherzare! PRIMO PRIGIONIERO: Parla, ti capisco. Presto. Sono vecchio. La mia vita conta poco. SECONDO PRIGIONIERO: Cosa dobbiamo fare? IL GOVERNATORE: Non siete i capi? Il futuro non si srotola dalle nostre mani come nuovo mondo? Come avete potuto dimenticarlo? NAUKE: Capo! Io sono il capo! L'UOMO: Ci sono i capi? Ci sono ancora capi nell'estremo pericolo per gli uomini? L'UFFICIALE: Ci inseguono! Che salvezza c'è per noi? KLOTZ: Ci sono i capi? Chiedi - davanti alla morte lo chiedi? IL GOVERNATORE: Siete liberi! Siete d'esempio per gli uomini! La nostra nave avanza nel cielo rifulgente verso gli uomini, per innalzarli, siete voi a renderli fratelli, ricordate loro il valore sacro dell'uomo. Da voi si diffonderà l'umanità, in tutti i paesi gettate il seme per il regno dell'avvenire. E avete paura? Dall'altra parte vi insegue solo la bestia, l'oscurità malvagia. Dovete solo volerlo ed essa svanirà! L'UFFICIALE: È troppo tardi! Lanciano segnali d'attacco. Puntano i cannoni! IL GOVERNATORE: Dobbiamo solo desiderare! ANNA: Prendi la mia volontà! Dimmi cosa devo fare! È come un soffio che alita fra i fratelli, se vi può salvare. LA DONNA: Prendi la mia vita. Rivolta ad Anna: Prendila tu, sorella! Ecco, mi prostro ai tuoi piedi per renderti più forte. L'UFFICIALE: Mi volete? Gettatemi dall'altra parte. Che mi impicchino o mi abbattano a cannonate o mi facciano a pezzi: che ogni brandello sanguinante della mia carne possa salvare uno di voi! PRIMO PRIGIONIERO: Mi offro io, mi vogliono prendere. Che possa respirare ancora una boccata di quest'aria, poi possono rischiacciarmi la prigione sul cranio. Gridate loro che vado io per voi. SECONDO PRIGIONIERO: No, io! Io sono più vecchio di voi tutti! Ho fatto più di voi, sono stato più pericoloso di voi. PRIMA GUARDIA: So come si fa! Fucilatemi, gridate che sono stato il caporione, credono a un vecchio funzionario, anche se è morto. A cosa serve la mia vita? Ho conosciuto la libertà, adesso posso morire. SECONDA GUARDIA: Sono ancora giovane, ho ancora tutta la vita davanti, rinunciare alla mia libertà: vale molto di più di voi tutti; prendetemi! NAUKE: Me! Me! Io - un capo! Il compagno l'ha detto! Voi consegnate un vero capo. Per loro è un arrosto, croccante, sazi di cibo e di bevande, refrigerati, nerboruti! Cari fratelli e sorelle: l'ultimo sorso, e poi - oplà! KLOTZ: Può farlo uno solo? Sono stato io la rivolta. L'UOMO: Sono stato io la volontà! Con me soffocano lo spirito, voi altri riscivolate nella vita. L'UFFICIALE: Oh, com’è tardi, che indugiamo! Un soffio ancora e siamo tutti persi! I PRIGIONIERI DELLA NAVE invisibili, sotto: Fuori! Vivere! L'UFFICIALE: I prigionieri! - Adesso, forza che sei in noi, soccorrici, se no veniamo massacrati come bestie! IL GOVERNATORE: Non siamo persi. Siamo ancora liberi. Credete insieme a me! Volontà, volontà, ardi da noi, volontà, spara dalle nostre mani, capovolgi nella nostra bocca, diparti dai nostri occhi! Tutti desiderano! Ci irrigidiamo come un muro, ci immergiamo, scompariamo dalla vita, voliamo silenziosamente sopra di noi. Vogliamo! Avanti! Sorge da noi e da noi esce il nostro essere umano, oltrepassa lo spazio, senza limiti, è fatale per la violenza! Uomo, avanti! Volontà, fuori da noi tutti. La violenza si schianta fino a ridursi in polvere! L'UOMO: Volontà! IL GOVERNATORE: Fratelli, coraggio, procediamo fuori dal nostro corpo. La nostra volontà vibra da noi per tutto lo spazio. Volontà, colpisci i nemici! KLOTZ: Libertà! IL GOVERNATORE: La libertà ci urge dentro! Ora tutti insieme: la nostra volontà calda come un raggio bianco su di loro! ANNA: Noi uomini contro la schiavitù! L'UFFICIALE: Abbasso la violenza! LA DONNA: Comunità contro la violenza! TUTTI: Comunità! IL GOVERNATORE: Uomini, la nostra comunità distrugge la loro corazzata! - La nostra forza! Virano! - Là - fuggono! TUTTI: Libertà!

SIEBENTE SZENE - SETTIMA SCENA

Vorige.

OFFIZIER: Sie fliehen! Freiheit siegt! DER GOU VERNEUR: Verwirrung unter die Gewalt! Gerettet! Die Gewalt sprang ab vor Menschenwillen. Seht, wie das Schiff klein dort unten schwindet!— Ihr, Sternbrüder, seid ihr nun Eurer Kraft gewiss? Das neue Leben liegt vor uns! ALLE: Gerettet — sie fliehen! NAUKE: Gerettet! Ich hab uns gerettet. Werd's mir merken. Allein durch meinen Willen. Man steht still, tut gar nichts, bläst durch die Lippen — und hast du nicht gesehen, ist der andere auf und davon! In die feinsten Restaurants geh ich so! Zahlen? — ist nicht mehr! Kellner, eine gute Zigarre und eine Flasche Sekt: Mein Wille — pfft! Weg mit dir, Dummkopf! Mein Wille! Freiheit! KLOTZ: Wir sind frei. Ewig frei. Wir haben uns gerettet. Nun müssen wir die Menschheit retten! ERSTER WÄCHTER: An Land! Ich komme auf die neue Erde. Habe mich mein Leben lang geduckt, bin gekrochen, hab die Gefangenen gepeinigt. Wir legen an. Es gibt keine Vorgesetzten mehr, nur Brüder. OFFIZIER: Ich habe befohlen, habe die Soldaten gequält, ich war dumpf, hab Befehlen gehorcht, ich hab gemordet. Jeder Blutstropfen zerrt an mir, zu den Menschen herüberzuspringen und zu helfen. An Land! ANNA: Ich strich an den Zellen des Gefängnisses vorbei, und jedes Stöhnen fand mich taub. Aber nun weiß ich, was das Licht ist, und ich will, daß die Reinheit wie ein Feuer durch die Menschen brennt! ALLE außer Klotz, dem Mann und dem Gouverneur: Freiheit, Hoffnung. An Land. Die Stadt! NAUKE: Ans Ufer. Anlegen! DER GOUVERNEUR: Nein! Wir können nicht anlegen! NAUKE: Wir können alles was wir wollen! An Land! DER GOUVERNEUR, DER MANN, KLOTZ: Unmöglich! DIE FRAU. Unmöglich? KLOTZ: Wir können nicht an Land. Merkt ihr nicht längst, wo wir sind? Drüben am Ufer ist kein lebendes Wesen mehr. Tot, tot! Die Städte sind tot, verkommen, ausgestorben! DER MANN: Spürt, wo ihr seid, Mut, Kameraden. Aus dem Wasser um uns steigt Tod: Das ist der Untergang für uns, es dringt in alle Poren, wer kann noch atmen, ohne zu wanken! DER GOUVERNEUR: Brüder, Mut! Um uns ist Tod! Das Land ist tot! Wir fahren durch den Tod. Auf dem Wasser herrscht die Pest! NAUKE, ERSTER GEFANGENER, ZWEITER GEFANGENER, ERSTER WÄCHTER, OFFIZIER: Die Pest! Die Pest um uns! Hilfe! Hilfe! DER GOUVERNEUR: Uns hilft niemand, wir sind allein! OFFIZIER: Zu Hilfe: Die Pest! NAUKE: Teufel noch einmal, Zins und Kapital, die Pest! Und der Rum ist ausgetrunken. In keiner Flasche mehr ein Tropfen! DER GOUVERNEUR: Brüder, wir dürfen uns nicht verlieren. Unser Wille muß stärker sein als Todesgefahr. Jede Welle, durch die das Schiff schlägt, spritzt die Seuche um uns hoch. Aus den Turmspitzen der toten Städte drüben fliegt die Seuche zu uns herüber. Jede Mauer will uns zu klebrigem Moder machen. Um uns lebt nichts mehr, Seuchendunst steigt um uns, das Wasser ist zitterndes Grün. Wir sind Menschen. Nur die Zukunft hält uns stark. Wir müssen leben für die Freiheit. Glaubt eurem Willen; er rettet uns aus Einsamkeit der Todeshölle! OFFIZIER: Verloren, verloren! Mitten in der Seuche. Ich hasse mich, dass ich mich je von Worten hinreißen ließ. Ich hasse euch! ERSTER GEFANGENER: Du hassest mich, du Lump? Lieber zwanzig Jahre im Kettenkerker, als in der Seuche verrecken. Betrüger! ZWEITER GEFANGENER zum ersten Gefangenen: Ich hab mir den Kopf zermartert für die Menschheit, du hast höhnisch dazu gemäkelt, verfluchter Zinsenhans! Ich, ich will nicht zurück ins Gefängnis, geh allein, du Schwindler. DER GOUVERNEUR: Kameraden, glaubt an euer Leben. Wir leben, wenn wir in diesem Todesrasen fest aneinander glauben! ERSTER WÄCHTER: Was hab ich von diesem Tod? Meine Tochter — eine Fremde! Mein Zimmer verlassen, meine Frau, mein Ansehen, mein Auskommen — für eure Freiheit! Ich will mein Vogelbauer zurück haben, gebt mir mein Sofa wieder! KLOTZ: Ist alles vorbei? Zu spät! Im Stich gelassen von allen! Die Kameraden fallen ab wie Leichentücher! Haß! Wie allein, wie allein! Haßt nicht! Haßt nicht, ihr dürft nicht hassen! Erinnert euch, wer ihr seid! Von uns bleibt nichts in der Welt, wenn ihr noch haßt! ANNA: Sterben! Habe ich Liebe gehabt? Wo bleiben die Menschen? Tod, und nie die Menschenfreiheit gespürt! An Land, wenn wir an Land tot hinfallen, ist's gleich, so haben wir doch das ferne Land berührt! DER MANN: An der Seuche vermodern, wo es zur Freiheit ging! Noch ehe die Menschheit aus der Erde aufstehen konnte, werden meine Arme und Beine blau geschwollen abfallen, mein Kopf wird grinsen, dieses Gehirn soll stinkend schwarzer Teig sein? Ich kann nicht allein sterben. Wenn ich sterbe,wer wird dann noch leben? DIE FRAU: Hilft mir niemand? Ich will noch nicht sterben! Ich habe schwache Menschen verlassen, ich habe Menschen Unrecht getan für die Freiheit! Ich kann nicht sterben! DER GOUVERNEUR: Brüder, wir leben! Ihr seid nicht allein! Wir blicken uns in die Augen, und jeder von uns ist die ganze Erde bis an den Himmel! Wir schleudern den Tod von uns! NAUKE: Tod! Ihr habt alle den Tod verdient! Wenn ihr krepiert, ich will der Letzte sein! OFFIZIER, ERSTER GEFANGENER, ZWEITER GEFANGENER, ERSTER WÄCHTER, ZWEITER WÄCHTER: Ihr Verräter, nieder mit euch Verrätern. DER MANN, DIE FRAU, ANNA, KLOTZ: Anlegen. Leben! An Land! DER GOUVERNEUR: Wollt ihr meinen Tod? Ich geb ihn, er nützt euch nichts. Wir müssen unsern Weg fahren, wir müssen! Wo ihr hintretet, ist die Pest! ALLE außer dem Gouverneur: Zu Hilfe! Die Pest! Sie sind im Begriff, übereinander herzufallen.

Gli stessi.

L'UFFICIALE: Fuggono! Vince la libertà! IL GOVERNATORE: La violenza è in subbuglio! Salvi! Sferzata via la violenza dalla volontà umana. Vedete la nave farsi piccola laggiù! - Voi, fratelli stellari, adesso siete coscienti della vostra forza? Abbiamo di fronte la nuova vita! TUTTI: Salvi - fuggono! NAUKE: Salvi! Ci siamo salvati grazie a me. Me ne ricorderò. Solo con la mia volontà. Si sta fermi, non si fa assolutamente niente, si soffia con le labbra - e, non hai visto, l'altro sparisce! Così me ne vado nei ristoranti più eleganti! Pagare? - Non ce n’è più bisogno! Cameriere, un buon sigaro e una bottiglia di spumante: la mia volontà - mah! Sparisci, stupido! La mia volontà! Libertà! KLOTZ: Siamo liberi. Eternamente liberi. Ci siamo salvati. Adesso dobbiamo salvare l'umanità! PRIMA GUARDIA: A terra! Giungo sulla nuova terra. Mi sono piegato per tutta la vita, ho strisciato, ho torturato i prigionieri. Approdiamo. Non ci sono più superiori, solo fratelli. L'UFFICIALE: Ho comandato, ho maltrattato i soldati, ero ottenebrato, ho eseguito gli ordini, ho ucciso. Sento come ogni stilla di sangue mi tira con forza e mi trascina a saltare dalla parte degli uomini, per aiutare. A terra! ANNA: Passavo davanti alle celle della prigione e rimanevo sorda ai loro lamenti. Ma ora so cos'è la luce e voglio che la purezza bruci come un fuoco tra gli uomini! TUTTI tranne Klotz, l'uomo e il governatore: Libertà, speranza. A terra. La città! NAUKE: A riva. Approdare! IL GOVERNATORE: No! Non possiamo approdare! NAUKE: Possiamo fare tutto quello che vogliamo! A terra! IL GOVERNATORE, L'UOMO, KLOTZ: Impossibile! LA DONNA: Impossibile? KLOTZ: Non possiamo scendere a terra. Non vi siete ancora accorti dove siamo? Dall'altra parte, a riva, non c'è più anima viva. Morti, morti! Le città sono morte, abbandonate, scomparse! L'UOMO: Sentite dove siete, coraggio, compagni. Dall'acqua che ci circonda sale la morte: è la fine per noi, penetra in tutti i pori, chi può respirare ancora senza barcollare! IL GOVERNATORE: Fratelli, coraggio! Intorno a noi c'è la morte! Il paese è defunto! Passiamo attraverso il sonno eterno. Sull'acqua regna la calamità! NAUKE, PRIMO PRIGIONIERO, SECONDO PRIGIONIERO, PRIMA GUARDIA, L'UFFICIALE: La peste! La peste ci circonda! Aiuto! Aiuto! IL GOVERNATORE: Non ci aiuta nessuno, siamo soli! L'UFFICIALE: Aiuto: il morbo! NAUKE: Ancora una volta il diavolo, interessi e capitale, l’epidemia! E il rum è finito. Non più un goccio nelle bottiglie! IL GOVERNATORE: Fratelli, non ci dobbiamo perdere d’animo. La nostra volontà deve essere più forte del pericolo della morte. Ogni onda che la nave infrange ci spruzza su il contagio. Di là, dalle cime torreggianti delle città morte, il contagio ci vola incontro. Ogni muro ci vuole ridurre in melma appiccicosa. Non c'è più vita intorno a noi, si alza l'esalazione pestifera, l'acqua è verdume tremulo. Siamo uomini. Solo il futuro ci sorregge. Dobbiamo vivere per la libertà. Credete alla vostra volontà: ci salva dalla solitudine dell'inferno mortale! L'UFFICIALE: Persi, persi! In pieno contagio. Odio me stesso per essermi lasciato convincere dalle parole. Vi odio! PRIMO PRIGIONIERO: Mi odii, pezzente? Meglio vent’anni in carcere che crepare di contagio. Impostore! SECONDO PRIGIONIERO rivolto al primo prigioniero: Mi sono arrovellato la testa per l'umanità e tu beffardo ci hai trovato da ridire, maledetto mangiatributi! Io, io non voglio ritornare in prigione, va' da solo, imbroglione. IL GOVERNATORE: Compagni, credete alla vostra vita. Viviamo se in questo furore di morte crediamo fermamente in noi stessi! PRIMA GUARDIA: Cosa mi viene da questa morte? Mia figlia, un'estranea! Persi la mia stanza, mia moglie, la mia reputazione, il mio salario - per la vostra libertà! Rivoglio indietro la mia gabbia per uccelli, ridatemi il mio sofà! KLOTZ: È tutto finito? Troppo tardi! Piantato in asso da tutti! I compagni cadono a terra come lenzuoli funebri! Odio! Come sono solo, solo! Non odiate! Non odiate, non dovete odiare! Ricordatevi chi siete! Nel mondo non resta niente di noi se continuate a odiare! ANNA: Morire! Sono stata amata? Dove vanno a finire gli uomini? Abbracciare la morte senza aver mai provato la libertà umana! A terra, se a terra caschiamo spirati non importa, abbiamo sempre messo piede in una terra lontana! L'UOMO: Marcire di contagio nel posto in cui ci attendeva la libertà! Prima ancora che l'umanità possa alzarsi dalla terra, le braccia e le gambe mi cadranno livide, la mia testa sghignazzerà, questo cervello diventerà fetida pasta nera? Non posso morire da solo. Se crepo, chi vivrà dunque? LA DONNA: Non mi aiuta nessuno? Non voglio andare all’altro mondo! Ho lasciato uomini deboli, ho fatto torto agli uomini per la libertà! Non posso morire! IL GOVERNATORE: Fratelli, viviamo! Non siete soli! Ci guardiamo negli occhi e ognuno di noi è tutta la terra fino al cielo! Scaraventiamo la fine fuori di noi! NAUKE: Morte! L'avete meritata tutti! Quando schiattate voglio essere l'ultimo! L'UFFICIALE, PRIMO PRIGIONIERO, SECONDO PRIGIONIERO, PRIMA GUARDIA, SECONDA GUARDIA: Voi, traditori, abbasso voi, traditori. L'UOMO, LA DONNA, ANNA, KLOTZ: Approdare. Vivere! A terra! IL GOVERNATORE: Volete la mia morte? Ve la offro, non vi serve a niente. Dobbiamo andare per la nostra strada, dobbiamo! Dove vi avvicinate c'è la peste! TUTTI tranne il governatore: Aiuto! La peste! Sono sul punto di scagliarsi uno contro l'altro.

ACHTE SZENE - OTTAVA SCENA

Vorige, die Schiffsgefangenen.

DIE SCHIFFSGEFANGENEN unten, noch unsichtbar: Die Pest! Zu Hilfe! NAUKE: Die Gefangenen! Sie schreien unten. Das ist das Ende! DIE GEFANGENEN unten: Laßt uns heraus! Die Pest! Laßt uns heraus! Wir sprengen die Tür! OFFIZIER: Die Gefangenen meutern. Wir sind ganz verloren! DIE GEFANGENEN: Laßt uns heraus! Wir sterben! EINE STIMME DER GEFANGENEN: Ein Kranker ist unter uns! NAUKE: Es kommt keiner herauf! Der erste, der das Verdeck betritt, muß dran glauben! DER GOUVERNEUR: Verbrechen! Oh, daß ich nun eure Verwirrung begreife! Welche Schuld! Sie sind Menschen! Wir hatten kein Recht, sie gefangen zu halten! Das brannte in uns! Welche Schuld! ERSTER UND ZWEITER WÄCHTER: Schnell, neue Schlösser vor die Tür, keiner darf herauf, der Kranke steckt uns an! ERSTER UND ZWEITER GEFANGENER: Die Treppe verbarrikadiert! DIE SGHIFFSGEFANGENEN: Heraus! Sie sprengen unten die Tür. NAUKE, OFFIZIER, ERSTER WÄCHTER, ZWEITER WÄCHTER, ERSTER GEFANGENER, ZWEITER GEFANGENER in Gewaltsstellung: Tod, wer das Verdeck betritt!

Gli stessi, i prigionieri della nave.

I PRIGIONIERI DELLA NAVE di sotto, ancora invisibili: La peste! Aiuto! NAUKE: I prigionieri! Urlano di sotto. È la fine! I PRIGIONIERI di sotto: Fateci uscire! Il morbo! Fateci uscire! Facciamo saltare in aria la porta! L'UFFICIALE: I prigionieri si ammutinano. Siamo senza scampo! I PRIGIONIERI: Fateci uscire! Moriamo! UNA VOCE TRA I PRIGIONIERI: C'è un malato tra noi! NAUKE: Non sale nessuno! Il primo che entra in coperta ci lascia la pelle! IL GOVERNATORE: Crimine! Oh, capisco solo ora il vostro smarrimento! Che colpa! Sono uomini! Con quale diritto li abbiamo tenuti prigionieri! Ci rodeva dentro! Che colpa! PRIMA E SECONDA GUARDIA: Presto, nuove serrature alla porta, nessuno deve salire, il malato ci contagia! PRIMO E SECONDO PRIGIONIERO: Barricate la scala! I PRIGIONIERI DELLA NAVE: Fuori! Fanno saltare in aria la porta di sotto. NAUKE, L'UFFICIALE, PRIMA GUARDIA, SECONDA GUARDIA, PRIMO PRIGIONIERO, SECONDO PRIGIONIERO minacciosi: Morte a chi entra in coperta!

NEUNTE SZENE - NONA SCENA

DIE SCHIFFSGEFANGENEN

steigen langsam herauf: Leben! NAUKE: O Verzweiflung: Platzen wir nicht an der Pest — erschlagen uns die Meuterer! DER GOUVERNEUR: Keine Gewalt! Wir alle werden leben.

I PRIGIONIERI DELLA NAVE salgono lentamente: Vivere! NAUKE: Oh, disperazione: non crepiamo di malattia – ci accoppano i rivoltosi! IL GOVERNATORE: Nessuna violenza! Vivremo tutti.

ZEHNTE SZENE - DECIMA SCENA

Vorige, der Kranke.

DIE MEUTERNDEN SCHIFFSGEFANGENEN sind auf dem Verdeck angelangt, in ihrer Mitte ein Kranker. Sie stehen zum Angriff bereit: Luft! — Nieder mit den Schurken! DER GOUVERNEUR zur Schiffsbesatzung: Kameraden, nehmt mein Leben, ich rette uns. Nicht Gewalt!

DIE SCHIFFSBESATZUNG läßt die erhobenen Arme sinken und steht regungslos da.

DIE MEUTERNDEN: Nieder mit euch! DER GOUVERNEUR! Menschen! Gemeinschaft! DIE MEUTERNDEN: Feinde! Tod! KLOTZ, DER MANN, DIE FRAU, ANNA mit ausgestreckten Armen: Gemeinschaft!

Die Meuternden lassen entsetzt die Fäuste sinken.

DER KRANKE: Ich sterbe. Warum erschlagt ihr uns nicht? NAUKE, OFFIZIER, ERSTER WÄCHTER, ZWEITER WÄCHTER, ERSTER GEFANGENER, ZWEITER GEFANGENER bewegungslos: Rettung. Wir glauben. OFFIZIER: Wie konnte ich vergessen. Brüderschaft! GOUVERNEUR zu den Meuternden: Ihr seid die Brüder! DIE MEUTERNDEN: Wir sterben! DER KRANKE: Warum wehrt ihr euch nicht. Wir sind krank. Ist das die Pest? Dann sterb ich wie ein Hund. Sie machen euch alle nieder. DER GOUVERNEUR: Sie tun uns nichts — Du stirbst nicht. Du wirst leben. Ich liebe euch, Brüder! DIE MEUTERNDEN: Brüder? DER GOUVERNEUR ergreift den Kranken: Freund, Kamerad, mein Bruder! Du bist die Zukunft, wie wir die Zukunft sind. Nimm mein Leben, wenn ich es geben soll, und lebe du! Alle Menschenkraft, die durch die Welt fließt, strömt jetzt durch mich. Alle Brüder geben ihre Liebe für dich, unser Leben ist für dich da! KRANKER zitternd, erstaunt: Ich hab nur noch Stunden! DER GOUVERNEUR: Wer Bruder der Erde ist, wird leben. Ich umarme dich. Du bist nicht krank. Ich will es. Du bist nicht krank. Wir wollen es! Er umschlingt ihn. DIE MEUTERNDEN leise: Die Pest! KLOTZ, DER MANN, DIE FRAU, ANNA umschlingen gemeinsam, den Kranken: Du bist nicht krank! DER GOUVERNEUR: O fühlt ihr, wie die Zukunft wieder durch euer Blut schießt? Du bist nicht krank! Du lebst in der Liebe! NAUKE, OFFIZIER, ERSTER GEFANGENER, ZWEITER GEFANGENER, ERSTER WÄCHTER, ZWEITER WÄCHTER lösen sich ans ihrer Starre, umarmen Klotz, den Mann, Anna, die Frau, den Gouverneur, schwach, jeder in einem anderen Seufzer: Liebe! DER GOUVERNEUR: O Kraft, wieder ist sie unter uns! Unser Wille trägt uns wie ein Sternenwind zur Freiheit der Menschen! DIE MEUTERNDEN schwach: Freiheit? KRANKER: Was habt ihr nur getan? Ich fühle meine Glieder stark. O Rettung! Soll ich euch dienen? DER GOUVERNEUR: Nein, du dienst uns nicht. Wir werden dir dienen! Spüre wie die Erde hell wird vor unserer Reinigung! DER OFFIZIER: Komm, ich wasche dich! O daß ich ins alle Dunkel zurückgefallen war! NAUKE zu den Meuternden: Brüder, ich hab zu trinken für euch, heimlich versteckt, Flaschen für mich, ihr sollt sie haben! DER GOUVERNEUR: Spürt ihr wie das Schiff über das Wasser saust! Unser neues Blut treibt seinen Lauf. Das Ziel ist nahe! KLOTZ UND DER MANN zum Kranken: Willst du meine Hände, meine Arme haben, meine Arbeit? Ich gebe mich für dich! DER GOUVERNEUR: Was sind wir für die Menschen? Tragen wir schon die Freiheit in unseren Händen? Nein, so haben wir nur uns selbst gewonnen! Wir haben noch uns! Wir haben noch alles zu verlieren! ANNA zum Gouverneur: Ich war ferne von dir. Aber nun sage ich zu dir: Geliebter! DER GOUVERNEUR: Ich wollte aus uns allen: Liebe! Aber nun darf ich es nicht mehr sagen. Das ist noch Hochmut. Es ist zuviel. Wir sind noch zu reich. Wir müssen hinab, ganz tief hinab zur letzten Armut! ANNA: Geliebter, vernichte mich, zerstöre mich, dring in mich, tu mir Gewalt vor allen, ich will niedrig sein. Nicht einmal die Hand leg ich über die Augen! DER GOUVERNEUR: Nicht ich, Geist soll dich durchdringen. Ich bin ein armer Mensch, ich bin nur noch für die Menschheit da! ANNA: Bin ich nicht die Menschheit? DER GOUVERNEUR: Oh, wie tanzen wir alle noch in der Macht und der Gier der Gegenwart. Wir sind noch nicht arm genug für die Zukunft! NAUKE: Ich bin verloren, wenn ich nicht mehr in der Gegenwart leben soll. Die Zukunft ist hoffnungslos. DER GOUVERNEUR: So hoffnungslos, daß sie verzweifelt ist. Die Verzweiflung muß über uns sein. — Wir haben noch zuviel Hoffnung, noch schlafen wir! — Verzweiflung über die Welt: aus ihr die Kraft, das Außerste zu wollen! Das Schiff tobt an den Städten vorbei, und wir fürchten noch ihre Gefahr für unser Leben, unsern Willen. Und jetzt sage ich euch, Kameraden, wir müssen an Land! NAUKE: An Land? In die Pest, in die toten Städte? DER GOUVERNEUR: So müssen wir die lebendige Stadt schaffen! Wir müssen durch den letzten Tod, durch den letzten Unrat, durch die erstickende Pestwolke. Wir müssen zu den Menschen! DER KRANKE: O seht, wie lang ist es her, daß dies nicht mehr war: dort unten die Stadt! Türme und Häuser wie Kornähren dicht, und darunter klein: lebende Menschen! DIE MEUTERER: Die Stadt! Lebende Menschen! DER GOUVERNEUR: O meine Brüder, wir müssen hinein in das Schicksal, wissend! Was haben wir getan! Wir haben durch die Flucht und durch die Erniedrigung nur uns gewonnen. Nun müssen wir uns wieder verlieren. Wir sind zu sehr Selbst; wir haben noch ganz unser Ich. Wir müssen uns sprengen! Jetzt müssen wir zerstören ! ANNA, DIE FRAU: Zerstören? DER GOUVERNEUR: Zerstören müssen mir unsere letzte Rettung. Zerstören müssen wir die Planken unter unseren Füßen. Wir müssen unsere letzte Sicherheit zerstören. Wir dürfen nicht mehr zurück. Wir dürfen nicht mehr fliehen können. ANNA: Was willst du tun? DER GOUVERNEUR: Wir müssen an Land und das Schiff zerstören. MEUTERER: Das Schiff zerstören? ANNA, DIE FRAU, KLOTZ, DER MANN: Nein! DER GOUVERNEUR: Wollen wir nicht die Befreiung? Wir befreien die Menschen nur, wenn wir als Freie zu ihnen kommen! ANNA: Aber das ist unser Tod! DER GOUVERNEUR: Nein, es ist unser Glaube für die Menschen! Wir müssen durch die größte Versuchung, um alles zu verlieren! DIE MEUTERER: Land, Land! Die Stadt! Der Hafen ist da! NAUKE: Der Hafen — Hilfe! Wir verrecken an der Pest! Fort vom Hafen! DER GOUVERNEUR: O ihr Brüder, zuerst müssen wir ganz verschmolzen sein, einig wie eine Wabe Honig, ein einziges aufblitzendes Feuerlicht in Liebe, eh wir den Menschen die Freiheit bringen. Brüder! Wir sind eins in Liebe! ALLE: Brüder! Liebe! DER GOUVERNEUR: Menschen! Wir glauben! ALLE: Wir glauben! NAUKE: Volldampf auf den Fluß! Rettung! — Nur weg vom Land! DER GOUVERNEUR: Welt! Unser Leib trägt die Freiheit um die Erde. Brüder, Kameraden, für die Menschheit werft ihr euer Leben fort, unser Glaube wirft uns in die Zukunft. ALLE: Freiheit! NAUKE: Freiheit zu leben — nicht zu sterben! Das Land kriecht schon über uns! Fort! Fort! DER GOUVERNEUR: Den letzten Besitz von uns Armen zerstör ich zur Freiheit. Frei geben wir uns der Welt hin. ALLE: Hingabe! DER GOUVERNEUR: Dieser Hebel sprengt unser Schiff — er ist heisse Glut. — Mut, Glaube! Wir können nicht mehr zurück. Vor uns die Stadt! Wir müssen an Land — wir dürfen uns nicht mehr aufs Schiff zurück retten! Ich sprenge das Schiff! — Hingabe! NAUKE: Nein! Um alles in der Welt: nicht der Hebel! Ich habs nicht für Ernst gehalten! Die Hand fort vom Hebel! Stürzt hinauf zur Kommandobrücke, um dem Gouverneur in den Arm zu fallen. DER MANN: Das Ufer! Hier ist das Land! Wir sind an Land! ALLE: Wir sind an Land! DER GOUVERNEUR: Zurück! Ich sprenge! Wer leben will: an Land!

Gli stessi, il malato.

GLI AMMUTINATI DELLA NAVE sono arrivati in coperta, al centro un malato. Sono pronti ad attaccare: Aria! - Abbasso le canaglie! IL GOVERNATORE rivolto all'equipaggio della nave: Compagni, prendete la mia vita, sono io a salvarci. Nessuna violenza!

L'equipaggio della nave lascia cadere le braccia alzate e resta immobile.

GLI AMMUTINATI: Abbasso voi! IL GOVERNATORE: Uomini! Comunità! GLI AMMUTINATI: Nemici! Morte! KLOTZ, L'UOMO, LA DONNA, ANNA con le braccia tese: Comunità!

Gli ammutinati lasciano cadere i pugni, impauriti.

IL MALATO: Muoio. Perché non ci accoppate? NAUKE, L'UFFICIALE, PRIMA GUARDIA, SECONDA GUARDIA, PRIMO PRIGIONIERO, SECONDO PRIGIONIERO immobili: Salvezza. Crediamo. L'UFFICIALE: Come ho potuto dimenticare. Fratellanza! IL GOVERNATORE rivolto agli ammutinati: Voi siete i fratelli! GLI AMMUTINATI: Moriamo! IL MALATO: Perché non vi difendete? Siamo malati. È la peste? Allora crepo come un cane. Vi uccidono tutti. IL GOVERNATORE: Non ci fanno niente - tu non perirai. Vivrai. Fratelli, io vi amo! GLI AMMUTINATI: Fratelli? IL GOVERNATORE afferra il malato: Amico, compagno, fratello mio! Tu sei il futuro così me lo siamo noi. Prendi la mia vita, se la devo immolare, e vivi! La forza umana che scorre per il mondo fluisce adesso attraverso me. I fratelli danno il loro amore per te. La nostra vita è per te! IL MALATO tremante, stupito: Mi restano ancora poche ore! IL GOVERNATORE: Chi è fratello della terra vivrà. Ti abbraccio. Non sei malato. Lo voglio. Non sei malato. Lo vogliamo! Lo abbraccia. GLI AMMUTINATI sottovoce: La peste! KLOTZ, L'UOMO, LA DONNA, ANNA insieme abbracciano il malato: Non sei malato! IL GOVERNATORE: Oh, sentite come il futuro riprende a pulsare nel vostro sangue? Non sei infermo! Vivi nell'amore! NAUKE, L'UFFICIALE, PRIMO PRIGIONIERO, SECONDO PRIGIONIERO, PRIMA GUARDIA, SECONDA GUARDIA si scuotono dall’immobilità, abbracciano Klotz, l'uomo, Anna, la donna, il governatore, debolmente, ognuno nel sospiro dell'altro: Amore! IL GOVERNATORE: Oh, forza che è ritornata tra di noi! La nostra volontà ci trascina come un vento siderale verso la libertà degli uomini! GLI AMMUTINATI debolmente: Libertà? IL MALATO: Ma cosa avete fatto? Mi sento rinvigorire. Oh, salvezza! In che cosa vi posso servire? IL GOVERNATORE: No, non sei tu a servirci. Saremo noi a servirti! Senti l'aurora della terra sorta dalla nostra purificazione! L'UFFICIALE: Vieni, ti lavo! Oh, com’ero ricaduto nelle tenebre del passato! NAUKE rivolto agli ammutinati: Fratelli, per voi ho da bere, nascoste in segreto le mie bottiglie sono vostre! IL GOVERNATORE: Sentite il fischio della nave sull'acqua! Il nostro sangue rinnovato dirige la rotta. La meta è vicina! KLOTZ E L'UOMO rivolti al malato: Vuoi avere le mie mani, le mie braccia, il mio lavoro? Mi dono per te! IL GOVERNATORE: Cosa siamo per gli uomini? Nelle nostre mani portiamo finalmente la libertà? No, così abbiamo guadagnato soltanto noi stessi! Abbiamo ancora noi stessi! Abbiamo ancora tutto da perdere! ANNA rivolta al governatore: Mi ero allontanata da te. Ma ora ti dico: amato! IL GOVERNATORE: Lo volevo da tutti noi: amore! Ma come poterlo dire adesso. C'è ancora superbia. È troppo. Siamo ancora troppo ricchi. Dobbiamo scendere giù, ancora più in basso, fino alla povertà estrema! ANNA: Amato, annientami, distruggimi, che la tua forza permei il mio corpo davanti a tutti, voglio essere umile. Non mi copro nemmeno gli occhi con la mano! IL GOVERNATORE: Non io, che lo spirito ti compenetri. Io sono un pover’uomo, esisto solo per l'umanità! ANNA: Non sono io l'umanità? IL GOVERNATORE: Oh, continuiamo la nostra danza nel potere e nell'avidità del presente. Non siamo ancora abbastanza poveri per il futuro! NAUKE: Sono perso se non posso più vivere nel presente. Il futuro è senza speranza. IL GOVERNATORE: Così privo di speranza da essere disperato. Ci deve prendere la disperazione. - Abbiamo ancora tanta speranza, dormiamo ancora! - Disperazione sul mondo: per trarne la forza di volere l'impossibile! La nave è una furia che imperversa di città in città e noi la temiamo ancora per la nostra vita, per la nostra volontà. E ora vi dico: compagni, dobbiamo approdare! NAUKE: Approdare? Nella peste, nelle città morte? IL GOVERNATORE: Così siamo costretti a fondare la città viva! Dobbiamo passare dalla morte estrema, dall’estremo putridume, dalla soffocante nube pestifera. Dobbiamo andare dagli uomini! IL MALATO: Oh, guardate, quanto tempo è passato da quando abbiamo visto una città: laggiù eccola! Torri e case fitte come spighe di grano e sotto piccoli esseri umani vivi! GLI AMMUTINATI: La città! Esseri umani vivi! IL GOVERNATORE: Oh, fratelli miei, dobbiamo andare incontro al destino, coscienti! Che cosa abbiamo fatto! Con la fuga e l’umiliazione abbiamo guadagnato solo noi stessi. Adesso dobbiamo perderci ancora una volta. Siamo troppo pieni di noi stessi; viviamo ancora chiusi nel nostro io. Dobbiamo disperderci! Adesso dobbiamo distruggere! ANNA, LA DONNA: Distruggere? IL GOVERNATORE: Dobbiamo distruggere la nostra ultima salvezza. Dobbiamo distruggere il tavolato sotto i nostri piedi. Dobbiamo distruggere la nostra ultima sicurezza. Non possiamo più tornare indietro. Non ci è più possibile fuggire. ANNA: Cosa vuoi fare? IL GOVERNATORE: Dobbiamo scendere a terra e distruggere la nave. GLI AMMUTINATI: Distruggere la nave? ANNA, LA DONNA, KLOTZ, L'UOMO: No! IL GOVERNATORE: Non vogliamo la liberazione? Noi liberiamo gli uomini solo se andiamo da loro in libertà! ANNA: Ma questo è morire! IL GOVERNATORE: No, è la nostra fede negli uomini! Tentiamo il tutto per tutto per perdere tutto! GLI AMMUTINATI: Terra, terra! La città! Ecco il porto! NAUKE: Il porto - aiuto! Schiattiamo appestati! Via dal porto! IL GOVERNATORE: Oh, voi fratelli, prima di portare agli uomini la libertà dobbiamo fonderci in un’unica entità, uniti come un favo di miele, un'unica fiamma luminosa lampeggiante nell'amore. Fratelli! Siamo uniti nell'amore! TUTTI: Fratelli! Amore! IL GOVERNATORE: Uomini! Crediamo! TUTTI: Crediamo! NAUKE: A tutto vapore sul fiume! Salvezza! – Ma lontano dalla terra! IL GOVERNATORE: Mondo! Il nostro corpo porta la libertà intorno alla terra. Fratelli, compagni, per l'umanità gettate via la vita, la nostra fede ci lancia nel futuro. TUTTI: Libertà! NAUKE: Libertà di vivere - non di morire! La terra ci striscia già addosso! Via! Via! IL GOVERNATORE: Per la libertà distruggo i nostri ultimi averi di poveri. Liberi ci offriamo in sacrificio per il mondo. TUTTI: Devozione! IL GOVERNATORE: Questa leva fa saltare in aria la nostra nave - è brace rovente. - Coraggio, fede! Non possiamo più tornare indietro. Davanti a noi c’è la città! Dobbiamo scendere a terra - non possiamo più ritornare a bordo per metterci in salvo! Faccio saltare in aria la nave! - Devozione! NAUKE: No! Per tutto l'oro del mondo: la leva no! Non pensavo mica fosse sul serio! Via la mano dalla leva! Si precipita sul ponte di comando e cade in braccio al governatore. L'UOMO: La riva! Ecco la terra! Siamo a terra! TUTTI: Siamo a terra! IL GOVERNATORE: Indietro! Faccio esplodere! Chi vuole vivere: a terra!

ELFTE SZENE - UNDICESIMA SCENA

Der Gouverneur reißt am Hebel der Kommandobrücke. Das Licht verlischt. Alle stürzen vom Schiiff an Land, als Letzter der Gouverneur. Im Dunkel fliegt das Schiff in die Luft. Hell. Alle stehen am Ufer.

ALLE: Das Land! KRANKER: Steine unter meinen Füßen! Wir sind an Land. NAUKE: Hilfe, der Tod springt mir schon an den Hals! DER GOUVERNEUR: Du lebst, glaube an deinen Willen. NAUKE: Verloren! Das Schiff ist verloren, wir können nicht mehr zurück! DER GOUVERNEUR: Gerettet. Zum ersten Mal frei! DER KRANKE: Da — die Stadt ist vor uns! NAUKE: Das ist die Wirklichkeit! Hilfe! Die Wirklichkeit! DER MANN: In die Stadt! In die erste Freiheit! ALLE: Die Stadt! — Die Freiheit!

Il governatore strattona la leva del ponte di comando. Si spegne la luce. Tutti scendono dalla nave e si precipitano a terra, il governatore per ultimo. Al buio la nave salta in aria. Chiarore. Tutti si trovano sulla riva.

TUTTI: La terra! IL MALATO: Pietre sotto i piedi! Siamo a terra. NAUKE: Aiuto, la morte mi prende la gola! IL GOVERNATORE: Tu vivi, credi alla tua volontà. NAUKE: Persa! La nave è persa, non possiamo più tornare indietro! IL GOVERNATORE: Salvi. Per la prima volta liberi! IL MALATO: Là - davanti a noi c'è la città! NAUKE: Questa è la realtà! Aiuto! La realtà! L'UOMO: In città! Il primo passo verso la libertà! TUTTI: La città! - La libertà!

Ende des zweiten Aktes - Fine del secondo atto

DRITTER AKT - TERZO ATTO

In der belagerten Stadt

ERSTE SZENE - PRIMA SCENA

Drei Revolutionärinnen der Stadt.

ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Die letzte Schüssel Milch für alle. Was soll ich mit meinen Kranken machen? ZWEITE REVOLUTIONÄRIN: Wir selbst haben es noch gut. Aber meine Arbeiter in den Fabriken? DRITTE REVOLUTIONÄRIN: Ich bin schon ganz schwach. Und dabei die Männer immer wieder vertrösten, solang die Brotverteilung stockt! ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Man kann keinem Menschen mehr ruhig ins Gesicht schauen, so kriecht diese Seuchenluft um einen. Die Männer fallen an den Barrikaden mit den Waffen in der Hand um vor Hunger, oder weil die Pest auf ihnen sitzt. DRITTE REVOLUTIONÄRIN: Kein Mensch hat mehr zu essen, wenn wir nicht sorgen! Wie lange können wir uns noch halten? Was sollen wir denn machen? ERSTE REVOLUTIO NÄRIN: Wir müssen den Weg aus der Stadt finden. Sie verlieren sonst alles Vertrauen, das sie zu uns haben. DRITTE REVOLUTIONÄRIN: Wenn wir zu den Bürgerlichen hinüberkämen und mit denen verhandelten. ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Wie sollen wir hinüberkommen? Ein Schritt über diese Barrikademauern und durch die Gräben, und wir sind erschossen wie unsere Männer! ZWEITE REVOLUTIONÄRIN: Ich kann diesen Hunden kein gutes Gesicht machen, selbst wenn sie den Angriff gegen die Stadt ließen. Achtzigtausend Menschen haben sie uns aus dem Land geschleppt, achtzigtausend als Sklaven in die Bergwerke gesteckt, in ihren Kloaken ersticken lassen, geschlagen, gefoltert, zu Tode getreten, als Sklaven! Was, dazu haben die Unsrigen sich das Blut in den Adern verdorren lassen, vor Arbeit und Hunger und Müdigkeit und Krankheit, daß wir nun mit den Bürgern verhandeln!? Alles soll für nichts gewesen sein? DRITTE REVOLUTIONÄRIN: Aber es geht nicht weiter! Was soll man machen? Die Unsrigen halten es nicht länger aus. Und heut war ein Tag, das war noch nie. So eine Schwäche kam plötzlich über alle. Eine sinnlose Hoffnung wie bei Sterbenden! ZWEITE REVOLUTIONÄRIN: Zum erstenmal hörte ich heut Gerüchte in der Stadt — als wenn sich etwas Großes geändert hätte in diesem Elend! ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Ich auch! ZWEITE REVOLUTIONÄRIN: Als ob ein Flieger aus der Luft hunderttausend Proklamationen abgeworfen hätte, die jedem das Glück versprachen. DRITTE REVOLUTIONÄRIN: Das ist viel unheimlicher als Fliegerzeltel. Morgen sind sie alle aus Enttäuschung auf Gnade und Ungnade ausgeliefert! ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Ausgeliefert, heißt „auf Ungnade". ZWEITE REVOLUTIONÄRIN: Es sollen Menschen in der Stadt sein, die keiner noch gesehen hat, sie gehen herum und muntern die Schwachen auf. Aber wer kann das glauben? Fiebergerüchte. Wie sollen die hereingekommen sein? DRITTE REVOLUTIONÄRIN: Hinauskommen! Wie kommen wir hinaus? Kämen wir nur einen Fußbreit hinaus, so wär schon Hoffnung! ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Hinauskommen — unmöglich. Wir sind hier gefangen. ZWEITE REVOLUTIONÄRIN: Gefangen! ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Das erleben wir nich tmehr: die Freiheit. ZWEITE UND DRITTE REVOLUTIONÄRIN: Die Freiheit! DRITTE REVOLUTIONÄRIN: Die Freiheit sag ich? Wie kommt das nur aus meinem Mund! Blumen wieder zu sehen? Den Himmel über mir, Luft um mich? Mein Kleid über eine Wiese wehen? ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Wie sind aber die Bürger aus diesem Schloß entkommen? Die Unsrigen haben niemand gefangen, nur die paar Diener, die als Wachen an den Toren standen! ZWEITE REVOLUTIONÄRIN: Die Bürger sind entkommen, und am ersten Tag, als der Aufstand losbrach. ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Dann müssen Ausgänge aus der Stadt heraus da sein! DRITTE REVOLUTIONÄRIN: Ich bin ganz schwach. Wir müssen suchen! ERSTE UND ZWEITE REVOLUTIONÄRIN: Suchen! Hinunter in die Gewölbe! DRITTE REVOLUTIONÄRIN: Hinunter. — Hast du Mut? ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Jetzt fragt keine nach Mut. Hat auch keine von uns gefragt, als der Aufstand begann. Es ist das Letzte! ZWEITE UND DRITTE REVOLUTIONÄRIN: Hinunter!

Die drei Frauen sind im Begriff, in die Versenkung hinabzusteigen.

Nella città assediata.

Tre rivoluzionarie della città.

PRIMA RIVOLUZIONARIA: L'ultima scodella di latte per tutti. Cosa devo fare con i malati? SECONDA RIVOLUZIONARIA: A noi ci va ancora bene. Ma gli operai nelle fabbriche? TERZA RIVOLUZIONARIA: Sono allo stremo delle forze. E poi ridare speranza agli uomini finché c'è pane da distribuire! PRIMA RIVOLUZIONARIA: Non si può più guardare nessuno in faccia senza temere che quest’aria mefitica gli strisci addosso. Gli uomini cadono alle barricate con le armi in mano per la fame o perché li assale la peste. TERZA RIVOLUZIONARIA: Se non ci pensiamo noi, muoiono tutti di fame! Per quanto tempo possiamo resistere ancora? Cosa dobbiamo fare? PRIMA RIVOLUZIONARIA: Dobbiamo trovare il modo di uscire dalla città, se no non si fidano più di noi. TERZA RIVOLUZIONARIA: Se andassimo di là dai borghesi e trattassimo con loro. PRIMA RIVOLUZIONARIA: Come ci arriviamo dall’altra parte? Un passo oltre questi muri di barricata e le trincee, e ci fucilano come hanno fatto coi nostri uomini! SECONDA RIVOLUZIONARIA: Non posso fare buon viso a questi cani, anche se ritirassero l’attacco contro la città. Ottantamila uomini ci hanno portato via dai campi, ottantamila messi nelle miniere come schiavi, lasciati ad asfissiare nelle loro cloache, picchiati, torturati, pestati a morte, come schiavi! Ah, è per questo che i nostri si sono fatti seccare il sangue nelle vene per il lavoro, la fame, la stanchezza e la malattia! Perché adesso si finisca a trattare con i borghesi? Sarebbe stato tutto invano? TERZA RIVOLUZIONARIA: Ma non è possibile andare avanti! Cosa si deve fare? I nostri non ce la fanno più. E una giornata come quella di oggi non s'era mai vista. Siamo cadute di colpo in una tale prostrazione. Una speranza assurda come in punto di morte! SECONDA RIVOLUZIONARIA: Oggi ho sentito per la prima volta delle voci in città - come se ci fosse stato un cambiamento importante in questa miseria! PRIMA RIVOLUZIONARIA: Anch'io! SECONDA RIVOLUZIONARIA: Come se un aviatore avesse lanciato in aria centomila proclami che promettono a tutti la felicità. TERZA RIVOLUZIONARIA: Peggio ancora dei volantini. Domani sono tutti consegnati incondizionatamente per la delusione! PRIMA RIVOLUZIONARIA: Consegnati, cioè "in disgrazia". SECONDA RIVOLUZIONARIA: Si dice che ci siano degli uomini in città che nessuno ha ancora visto e che vanno in giro a incoraggiare i deboli. Ma come si fa a crederci? Voci febbricitanti. Come hanno fatto a entrare? TERZA RIVOLUZIONARIA: Uscire! Come usciamo? Potessimo uscire di un passo, sarebbe già tanto! PRIMA RIVOLUZIONARIA: Uscire - impossibile. Siamo prigioniere. SECONDA RIVOLUZIONARIA: Prigioniere! PRIMA RIVOLUZIONARIA: Passata per sempre, la libertà. SECONDA E TERZA RIVOLUZIONARIA: La libertà! TERZA RIVOLUZIONARIA: La libertà, dico io? Che parola mi esce dalla bocca! Rivedere i fiori? Il cielo sopra di me, l'aria tutt’intorno? Sventolare il mio abito su un prato? PRIMA RIVOLUZIONARIA: Ma come hanno fatto i borghesi a scappare da questo castello? I nostri non hanno acciuffato nessuno, tranne i pochi servitori che erano di guardia ai cancelli! SECONDA RIVOLUZIONARIA: I borghesi sono evasi il primo giorno, quando scoppiò la rivolta. PRIMA RIVOLUZIONARIA: Allora devono esserci delle vie di uscita dalla città! TERZA RIVOLUZIONARIA: Mi sento molto debole. Dobbiamo cercare! PRIMA E SECONDA RIVOLUZIONARIA: Cercare! Giù, nei sotterranei! TERZA RIVOLUZIONARIA: Giù. - Te la senti? PRIMA RIVOLUZIONARIA: Che domande fai adesso. Non ce lo siamo chiesto nemmeno quando iniziò la rivolta. È il colmo! SECONDA E TERZA RIVOLUZIONARIA: Giù!

Le tre donne stanno per scendere nella botola.

ZWEITE SZENE - SECONDA SCENA

Vorige, Anna.

Anna steigt aus der Versenkung herauf.

DIE DREI REVOLUTIONÄRINNEN: Wo sind wir? Dort ist es dunkel. — Halt, Geräusch! Ah! — Wer ist da? Anna im Licht. DIE DREI REVOLUTIONÄRINNEN: Wo kommst du her? ANNA: Vom Flusse! ZWEITE REVOLUTIONÄRIN: Wer bist du? Du bist nicht von uns! ANNA: Ich komme zu euch. Man hat uns gehetzt wie Fledermäuse im Licht. Wir schleichen tagelang durch Löcher, Schutthaufen von Häusern, durch Keller und Gänge zu euch. Unsere Brüder dringen durch die Mauern und Steine zu euch in die Stadt, wie Wassertropfen durch Erdreich. ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Ihr kommt zu uns? Und wir wollen hinaus! ANNA: Ihr wollt hinaus? Wohin wollt ihr? DIE DREI REVOLUTIONÄRINNEN: Zur Freiheit. ANNA: Ich bringe euch die Freiheit! DIE DREI REVOLUTIONÄRINNEN: Die Freiheit? ANNA: Warum zweifelt ihr! Vor einer Wundersekunde nur wart ihr noch so sicher in eurer Freiheit. ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Die Stadt ist bedeckt von schwarzer Luft, Tausenden, an glatter Haut brechen plötzlich Wunden stinkend auf, Abgezehrte fallen in die Knie und bleiben tot liegen; die Seuchen wie vom Feind gesandt, blasen Signale durch die Häuser — und ich bin gewählt, für die Spitäler zu sorgen. Ich bin zu schwach. ANNA: Bist du zu schwach? Das ist gut. Dann wirst du einmal stärker sein, als du jemals gehofft hast! ZWEITE REVOLUTIONÄRIN: Was kann ich noch tun? Wir haben in den Fabriken keine Kohlen mehr, keinen Strom, die Treibriemen sind dürr und fettlos und reißen am Rad, die Sicherungen brechen im Metall und saugen die Arbeiter in den Tod. Können wir denn noch arbeiten? Was kann ich machen? DRITTE REVOLUTIONÄRIN: Brot brauchen sie! Brot! Nur dies erste. Das Brot. Es ist nichts da. Nichts mehr. Diese Freiheit ist die Verantwortung, die auf jedem Menschen liegt. — Ich kann nicht länger an ihr tragen. Wer bin ich noch? Ein Nichts. Für die andern — eine Lüge. ANNA: Wo seid ihr, Schwestern? Ihr seid fern von euch. Ihr brecht zusammen unter Kindern, die nicht eure Geburten sind. Ihr seid nur noch die Buchstaben eurer Namen. Ihr seid Beamte, Minister, Leitende — aber rollte das aus euch? Müßt ihr erst euch noch mit eurem Hirn hersagen, daß ihr lebt und handelt für die Idee? Oh, dann seid ihr verloren! Das erste Geständnis vor euch selbst, und ihr seid verloren, die Stadt verloren, die Freiheit ist verloren! ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Unser größter Mut war, daß wir die Verzweiflung verbargen. Da unten, das Volk glaubt uns stark — wüßten sie, wie wir uns fesseln, um nicht in den Wahnsinn des Nichts auszubrechen, so würden sie an Hoffnungslosigkeit sterben wie Regenwürmer auf ausgedörrtem Stein! ANNA: Aber ihr seid verloren, wenn ihr euch vom fremden Sinn lenken laßt! Ihr wollt die Freiheit? Ihr selbst seid die Freiheit: Ihr braucht nicht zu flüchten, ihr braucht nichts zu verbergen. Wie? Ihr leitet? Ihr verfügt? Ihr versammelt, ordnet an, gebt Aufträge, seid Zahlen-Nenner, macht Zahlen? In welcher alten Welt lebt ihr? Wollt ihr die Kadaver eurer selbst bleiben? ERSTE, ZWEITE, DRITTE REVOLUTIONÄRIN: Was sollen wir tun? ANNA zum ersten: Laß deine Krankenhäuser. ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Ah — aber sie werden zerfallen! ANNA: Die Kranken werden gesund, du wirst sie pflegen! — Zur zweiten: Laß du deine Fabriken! ZWEITE REVOLUTIONÄRIN: Und die Arbeit, die stillsteht? Die Leere, dieses Elend, wenn nichts mehr gemacht wird? ANNA: Sie soll stillstehen. Du selbst wirst arbeiten! — Zur dritten: Kümmere du dich nicht mehr ums Brot! DRITTE REVOLUTIONÄRIN: Hunger! Hunger! Weißt, was du herbeirufst: Hunger! ANNA: Du backe selbst Brot! Das Volk braucht euch nicht! Ihr braucht die andern, weil ihr euch selbst braucht! ZWEITE REVOLUTIONÄRIN: Aber das ist Auflösung! ANNA: O wär sie doch schon unter uns in der Stadt, die helle, ehrliche Stille, das Atemanhalten der Treibriemen! ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Und sind wir dann noch nütze? Wird diese Stille nicht uns selbst verschlingen? ANNA: Wir sind nicht allein. Glaubt ihr, daß wir auch nur stehen könnten, wenn nicht aus allen Städten der Welt Arme zu uns sich herüberstreckten! In alle Mauern hinein bohren sich Augen, hinauf in den Himmel brennen Augen. Zu uns, zu uns! Zu uns blitzen sie her, verzweifelt, so wie ihr verzweifelt seid. Jeder Schrei, der aus uns auffliegt, kommt aus den Millionen Mündern. Glaubt nicht, wir hatten nur Kraft, wenn wir in Regimentern einher stampfen. Blickt hindurch durch die Mauern, springt über die Grenzen! Stürzt zu allen Frauen, die lieben! Millionen Frauen in jedem Land stehen wie auf einsamer Insel, um sie strudelt Verzweiflung, sie warten auf euch. Millionen sind da, bebend bereit zu unserm Kampf! Blickt hin, wie diese Erdkugel von Frauen, eng gedrängt starre Leiber, und doch noch unverbunden, aus dem Dunkel aufsteigt, noch geschlossene Augen, gekreuzte Hände, noch ein enger Riesenfriedhof von Haarkränzen, aber ein Schrei aus euch, ein Schrei zu Verwandten: die Arme breiten sich, Augen in tiefer Kraft finden euch, und ein Herzschlag gemeinsam zittert durch die Haut der Erde, daß einen Atemzug lang jede Hand still hält, jede Arbeit ruht, jede Fabrik versinkt, jeder Mörderschuß kraftlos vor den Lauf zu Boden fällt. ZWEITE REVOLUTIONÄRIN: 0h,und wie werden sie essen? ANNA: Du wirst es ihnen nicht geben, wenn du nichts anderes tun als sie nur führen willst! Treibe sie, meine Freundin, sei unter ihnen, hauche ihnen Erregung ins Gesicht, daß sie es einen Tag lang vergessen. Ein Tag nur, ein einziger Tag Ruhe, ein Tag Stille aller Menschen auf der Erde, und diese alte Welt ist verwischt; eure Mauern und Gräber treiben die Feinde selbst zurück, ohne daß einer von uns die Hand regt. Ein Tag nur ganz eure Kraft, euer Lächeln, euer Duft, euer Atem!

Le stesse, Anna.

Anna sale dalla botola.

LE TRE RIVOLUZIONARIE: Dove siamo? È buio là. - Alt, un rumore! Ah! - Chi va là? Anna nella luce. LE TRE RIVOLUZIONARIE: Da dove vieni? ANNA: Dal fiume! SECONDA RIVOLUZIONARIA: Chi sei? Non sei dei nostri! ANNA: Vengo da voi. Ci hanno dato la caccia come a dei pipistrelli nella luce. Strisciamo da giorni e giorni tra buchi, tra case ridotte a cumuli di macerie, tra sotterranei e corridoi per raggiungervi. I nostri fratelli si fanno strada tra muri e pietre per raggiungervi in città, penetrano nel terreno come gocce d'acqua. PRIMA RIVOLUZIONARIA: Voi venite da noi? E noi vogliamo uscire! ANNA: Volete uscire? Per andare dove? LE TRE RIVOLUZIONARIE: Verso la libertà. ANNA: Sono io che vi porto la libertà! LE TRE RIVOLUZIONARIE: La libertà? ANNA: Perché ne dubitate? Eravate così sicure della vostra libertà appena un attimo fa, un attimo magico. PRIMA RIVOLUZIONARIA: La città è ricoperta di aria nera, ferite fetide squarciano improvvisamente la pelle liscia di migliaia, corpi scheletrici cadono in ginocchio e rimangono a terra morti; l'epidemia, come mandata dal nemico, soffia segnali di pericolo di casa in casa - e io sono stata scelta per occuparmi dell'assistenza negli ospedali. Sono troppo debole. ANNA: Sei troppo debole? Bene. Allora per una volta sarai più forte di quanto tu abbia mai sperato! SECONDA RIVOLUZIONARIA: Cosa mi resta da fare? Nelle fabbriche non abbiamo più carbone, più elettricità, le cinghie di trasmissione sono secche e non lubrificate e strappano la ruota, le valvole di sicurezza si riducono in pezzi di metallo e succhiano gli operai nella morte. Possiamo continuare a lavorare? Cosa posso fare? TERZA RIVOLUZIONARIA: Hanno bisogno di pane! Pane! Soprattutto di questo. Il pane. È finito. Più niente. Questa libertà è la responsabilità che grava sulle spalle di tutti. - Non me la posso più assumere. Chi sono io ormai? Un niente. Per gli altri - una menzogna. ANNA: Dove siete, sorelle? Vi siete smarrite. Crollate tra i figli che non avete partorito. Voi siete ormai solo le lettere dei vostri nomi. Siete funzionari, ministri, direttori - ma è per questo che siete nate? Avete ancora bisogno di recitarvi a memoria che vivete e agite per l'idea? Oh, allora siete perse! Confessatelo voi per prime e siete perse, la città è persa, la libertà è persa! PRIMA RIVOLUZIONARIA: Ci facevamo coraggio nascondendo la disperazione. Laggiù il popolo ci crede forti - se sapessero quello che ci costa non scoppiare nel delirio del nulla, allora morirebbero di disperazione come lombrichi sulla pietra essiccata! ANNA: Ma siete perse se vi lasciate guidare da sentimenti estranei! Volete la libertà? Voi stesse siete la libertà: non avete bisogno di fuggire, non avete bisogno di nascondere niente. Come? Dirigete? Deliberate? Riunite, disponete, affidate incarichi, denominate i numeri, assegnate i numeri ? In che mondo vecchio vivete? Volete ridurvi a essere i cadaveri di voi stesse? PRIMA, SECONDA, TERZA RIVOLUZIONARIA: Cosa dobbiamo fare? ANNA rivolta alla prima: Lascia fare gli ospedali. PRIMA RIVOLUZIONARIA: Ah - ma periranno! ANNA: I malati guariscono, tu li curerai! - Rivolta alla seconda: Lascia fare le le fabbriche! SECONDA RIVOLUZIONARIA: E il lavoro che si ferma? Se non si fa più niente, il nulla, questa miseria? ANNA: Il lavoro deve fermarsi. Tu stessa lavorerai! - Rivolta alla terza: Non ti occupare più del pane! TERZA RIVOLUZIONARIA: Fame! Fame! Sai cosa invochi: fame! ANNA: Cuocilo tu il pane! Il popolo non ha bisogno di voi! Voi avete bisogno degli altri perché avete bisogno di voi stesse! SECONDA RIVOLUZIONARIA: Ma è la rovina! ANNA: Oh, fosse già da noi in città quel silenzio rifulgente, onesto, il trattenere il respiro delle cinghie di trasmissione! PRIMA RIVOLUZIONARIA: E possiamo ancora servire a qualcosa? Questo silenzio non finirà per risucchiare anche noi? ANNA: Non siamo sole. Credete sul serio che potremmo anche solo stare in piedi se da tutte le città del mondo non si allungassero delle braccia verso di noi! Occhi perforano dentro i muri, in alto nel cielo occhi s'infiammano. Per noi, per noi! Per noi lampeggiano, disperati, proprio come lo siete pure voi. Ogni nostro grido che spicca il volo proviene da milioni di bocche. Non crediate di essere forti soltanto avanzando a passo di marcia nei reggimenti. Guardate attraverso i muri, saltate i confini! Precipitatevi incontro a tutte le donne che amano! Milioni di donne in ogni paese vivono come su un'isola solitaria, circondate dai vortici della disperazione, ad aspettare voi. Ce ne sono a milioni, in palpitante attesa di un nostro segnale! Guardate come questo globo di donne, rigidi corpi compressi eppur ancora liberi, sale dalle tenebre: occhi ancora chiusi, mani incrociate, ancora uno stretto cimitero gigantesco di crocchie, ma un vostro grido, un grido solidale, le braccia si stendono, occhi vigorosi vi trovano e basta il tremore di un unico battito del cuore che attraversi la pelle della terra per fermare, appena il tempo di un respiro, ogni mano, ogni lavoro, per affondare ogni fabbrica, per sviare ogni sparo omicida facendolo cadere flebile a terra. SECONDA RIVOLUZIONARIA: Oh, e come si procureranno da mangiare? ANNA: Non sarai tu a darglielo, se intendi solo guidarli, è questo che farai! Trascinali, amica mia, sii tra loro, con il tuo fiato insuffla la fiamma della passione sui loro volti, che si dimentichino del cibo per un giorno intero. Un giorno solo, un unico giorno di riposo, un giorno di silenzio di tutti gli uomini sulla terra e questo vecchio mondo sfuma via; sono i muri e le trincee a respingere indietro i nemici, senza che una di voi muova una mano. Un giorno solo tutta la vostra forza, il vostro sorriso, il vostro profumo, il vostro respiro!

DRITTE SZENE - TERZA SCENA

Vorige, das Volk draußen.

DAS VOLK draußen Bewegung: Hunger! DIE DREI REVOLUTIONÄRININEN: Das Volk! Sie warten auf uns! Was rufen sie? DAS VOLK draußen: Hunger! ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Ich höre: Hunger! ZWEITE REVOLUTIONÄRIN: Was sollen wir tun? DRITTE REVOLUTIONÄRIN: Sie hoffen auf uns. Wir können sie nicht im Stich lassen. ZWEITE REVOLUTIONÄRIN: Wir müssen an die Arbeit. DRITTE REVOLUTIONÄRIN: Wir können nicht hier bleiben. Sie warten auf die Neuordnung der Verteilung. ANNA: Ihr müßt zu ihnen. Ihr dürft sie nicht täuschen mit neuen Verfügungen. Ihr müßt unter ihnen sein, und ihnen helfen. Helfen zum ersten neuen Tag der Welt. VOLK draußen: Hunger!

Schläge an der Tür.

Le stesse, fuori il popolo.

IL POPOLO fuori movimento: Fame! LE TRE RIVOLUZIONARIE: Il popolo! Ci aspettano! Cosa gridano? IL POPOLO fuori: Fame! PRIMA RIVOLUZIONARIA: Sento: fame! SECONDA RIVOLUZIONARIA: Cosa dobbiamo fare? TERZA RIVOLUZIONARIA: Sperano in noi. Non possiamo piantarli in asso. SECONDA RIVOLUZIONARIA: Dobbiamo metterci al lavoro. TERZA RIVOLUZIONARIA: Non possiamo rimanere qui. Aspettano la ridistribuzione. ANNA: Dovete andare da loro. Non potete ingannarli con disposizioni nuove. Dovete stare tra loro e aiutarli. Rendervi utili per il primo, nuovo giorno del mondo. POPOLO fuori: Fame!

Colpi alla porta.

VIERTE SZENE - QUARTA SCENA

Vorige, der junge Mensch.

JÜNGER MENSCH tritt auf: Wir können nicht länger warten. Alle Quartiere sind zur neuen Verteilung der Arbeit bereit. DRITTE REVOLUTIONÄRIN: Ich glaube, wir haben nichts zu verteilen. JÜNGER MENSCH: Ihr habt nichts? ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Nichts. JÜNGER MENSCH: Ihr seid noch nicht fertig, während wir auf euch warten? DRITTE REVOLUTIONÄRIN: Wir wollen nicht. JÜNGER MENSCH: Wollt nicht? Luft schlägt an mein Ohr? ZWEITE REVOLUTIONÄRIN: Wir retten euch. JUNGER MENSCH: Mit nichts! ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Wir helfen! JUNGER MENSCH: Bin ich unter den Führerinnen? Wißt ihr, was euch erwartet? Auf euch hahen wir unsere Verteidigung gestellt. Und nun nichts? ZWEITE REVOLUTIONÄRIN: Wir treten von der Leitung der Arbeit zurück. JUNGER MENSCH: Zu Spät! ANNA: Nicht zu spät für die Menschheit! Jetzt seid ihr bereit! ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Ich gehe. In mir brennt das Blut einer neuen Erde. Freundinnen, zum erstenmal bin ich glücklich!

Die drei Revolutionärinnen gehen ab.

Nach einem Augenblick draußen: Ungeheurer Lärm des Volkes.

DIE STIMME DER ERSTEN REVOLUTIONÄRIN: Menschheit! DIE STIMME DER ZWEITEN REVOLUTIONÄRIN: Drüben . . . leben . . . die Schwestern!

Lärm des Volkes.

Stille draußen.

Le stesse, il giovane.

IL GIOVANE entra in scena: Non possiamo aspettare oltre. I quartier generali sono pronti per la nuova assegnazione del lavoro. TERZA RIVOLUZIONARIA: Credo che non ci sia niente da assegnare. IL GIOVANE: Non avete niente? PRIMA RIVOLUZIONARIA: Niente. IL GIOVANE: In tutto questo tempo non avete ancora concluso niente? TERZA RIVOLUZIONARIA: Non vogliamo. IL GIOVANE: Non volete? Ci sento bene? SECONDA RIVOLUZIONARIA: Noi vi salviamo. IL GIOVANE: Con niente! PRIMA RIVOLUZIONARIA: Aiutiamo! IL GIOVANE: Mi trovo tra le capofila? Non sapete cosa vi aspetta? Contavamo che ci avreste difeso. E adesso niente? SECONDA RIVOLUZIONARIA: Ci dimettiamo dalla direzione del lavoro. IL GIOVANE: Troppo tardi! ANNA: Non è troppo tardi per l'umanità! Adesso siete pronte! PRIMA RIVOLUZIONARIA: Io vado. Dentro di me brucia il sangue di una nuova terra. Amiche, per la prima volta sono felice!

Le tre rivoluzionarie escono di scena.

Dopo un momento fuori: strepito del popolo.

LA VOCE DELLA PRIMA RIVOLUZIONARIA: Umanità! LA VOCE DELLA SECONDA RIVOLUZIONARIA: Dall'altra parte... vivere... le sorelle!

Rumore del popolo.

Fuori silenzio.

FÜNFTE SZENE - QUINTA SCENA

Vorige, ohne die drei Revolutionärinnen, und das Volk.

JÜNGER MENSCH zu Anna: Du bist das! Was soll das! Wer bist du? Feinde werden beseitigt! ANNA: Du siehst aus wie ein Freund. JÜNGER MENSCH: Du sprichst, als hättest du ein eigenes Recht — und bist doch genau wie alle anderen Frauen. Heute machen wir keinen Unterschied mehr! ANNA: Gerade weil ich bin wie alle andern, spreche ich mit meinem eigenen Recht zu dir. JUNGER MENSCH: Du bist nicht schön. Aber etwas an dir reizt einen Mann. Komm! ANNA: Du bist offen und schnell. JUNGER MENSCH: Was bleibt einem heute? Vielleicht ist man eine Stunde später tot. ANNA: Meine Zeit ist um. Leb wohl. Nun muß ich fort. JUNGER MENSCH: Schon? Warum schon? Komm zu mir, ich weiß einen Platz für uns. ANNA: Nein, ich kenne einen besseren als dich! JUNGER MENSCH: Oh. Alle sind wie ich, es ist gleich. ANNA: Weißt du nichts Besseres von dir? Alle Frauen sind wie ich. Auch das ist gleich. Du brauchst nicht mich. Aber ich such einen, der leben will, nicht sterben. JÜNGER MENSCH: Wie soll das einer heute wissen? Es ist gleich; ANNA: Du mußt es wollen. JÜNGER MENSCH: Das kann unsereiner nicht mehr, dazu haben wir keine Zeit. ANNA: So schaff dir die Zeit. JUNGER MENSCH: Ich muß arbeiten. ANNA: Wahnsinn, wenn ich euch höre! Du Armer. Hast du denn noch das Auge, mich anzusehen? JUNGER MENSCH: Es ist wahr. Ich habe mehr eine Lust von dir herüber gespürt. Ich sehe dich jetzt zum erstenmal an. ANNA: Hast du schon deine Hände zum erstenmal angesehen? Hast du schon deine Arbeit zum erstenmal angesehen? Deine Maschine? Deine Fabrik? Deinen Weg am Morgen bis zur Nacht? Deine Genossen? Deine Stadt? Die Welt draußen? JUNGER MENSCH: und die Arbeit? ANNA: Die Arbeit ist euer Tod! JUNGER MENSCH: Ah — nein, das weiß ich schon: wie sollen wir uns anders aufrechterhalten? ANNA: Ihr haltet eure Feinde aufrecht, die Bürger. JUNGER MENSCH: Wir können heute nicht mehr anders als arbeiten. ANNA: Dazu hat dich deine Mutter geboren, dass du nicht mehr anders kannst, daß du gehorchst, daß du nicht weißt, was du tust? Du hast ja nicht einmal Zeit und Fieiheit, mich anzuschauen und deine Arme um meinen Hals zu legen! Deine Arme? Deine Arme wissen längst nichts mehr von dir seit deiner Kindheit — deine Beine sind nur noch zum Stehen an der Maschine gut, dein Bauch zum Verdauen, dein Glied zum Krankheitverbreiten und zum Zeugen von Kindern, die so jämmerlich leben wie du selbst, und dein Kopf, um über der toten Beschäftigung deines Körpers zu wachen. Du weißt nichts von dir, du weißt nichts von mir. Was hast du vom Leben? JUNGER MENSCH: Und wenn ich heute aufhöre? Morgen ist es wieder das Gleiche. Wir können nicht mehr heraus. ANNA: Nein! Du bist nicht allein, Ihr alle müßt aufhören. Ihr müßt alle einmal wieder wissen, woher ihr kommt, dass ihr lebt, dass ihr Freiheit habt, zu tun, was ihr wollt und nichts zu tun. Sieh mich an. Bei mir hast du mehr als Lust: Du hast die Freiheit. JÜNGER MENSCH: Ich höre schon in meinem Ohr eine andere Antwort rauschen, als ich dir sagen wollte. Aber ich bin nicht allein, ich halte fest. Wenn wir aufhören zu arbeiten, dann überrumpelt der Feind uns wie Kinder. Binden werden uns die Bürger, fortschleppen, ermorden oder in die Bergwerke schmeißen und zur Todesarbeit peitschen, sie würden in die Stadt dringen, ohne Widerstand zu finden. ANNA: Ja, mein Freund, mein Geliebter, laß mich deine Hüfte fühlen! Sie würden kommen, ohne Widerstand zu finden. Wie durch Kissen würden sie gehen, auf Weichem würden sie schreiten — und darin versinken! Auf unheimlich Weichem würden sie schreiten müssen! Einer nach dem andern aus ihrem Heer sinkt ein in eure Widerstandslosigkeit, einer nach dem andern läßt die Hände sinken vor euren ruhenden Händen. Einer nach dem andern hungert neben eurem Hunger. Einer nach dem andern wird umgurgelt von der steigenden und steigenden Flut der Gewaltlosigkeit. Schaut hin, ihr hattet die Feinde mitten unter euch, und während sie noch um sich schlugen, fielen ihnen die Waffen aus den schreckzitternden Händen. Sie waren wissend geworden. Sie waren wissend geworden von sich — durch euch. Die Feinde sind zersplittert, versunken, die Bürger sind verschwunden. — Ihr habt die neuen Brüder unter euch! JÜNGER MENSCH: Komm, ich weiß einen grünen Rasen mit Büschen am Wasser. Dieser Abend wird so schön, die Sonne ist noch rötlich da. ANNA: Du weißt es heut zum erstenmal. Komm — ich muß bald fort, zu den Brüdern. JÜNGER MENSCH: Oh, warum so schnell! Kommt mit mir! Nimm dir doch Zeit, Zeit, Zeit! Was hindert uns? Mach dich frei, wie ich! ANNA: Nun weiß ich, daß die Erde nicht verloren ist! — Komm.

Beide ab.

JUNGER MENSCH im Abgehen: Frei! Frei! Keine Hand arbeitet mehr! Ab.

Gli stessi senza le tre rivoluzionarie e il popolo.

IL GIOVANE rivolto ad Anna: Sei tu! Che significa! Chi sei tu? I nemici si fanno fuori! ANNA: Sembri un amico. IL GIOVANE: Parli come se avessi un tuo diritto personale di farlo – ma sei come tutte le altre donne. Oggi non si fa più alcuna differenza! ANNA: Proprio perché sono come tutte le altre donne, ti parlo con il mio diritto personale. IL GIOVANE: Non sei bella. Ma qualcosa in te provoca un uomo. Vieni! ANNA: Tu sei aperto e svelto. IL GIOVANE: Cosa resta a uno oggi? Fra un'ora, forse, non ci saremo più. ANNA: Il mio tempo è finito. Addio. Ora devo andarmene. IL GIOVANE: Già? Perché così presto? Vieni con me, conosco un posto per noi. ANNA: No, conosco uno che è migliore di te! IL GIOVANE: Oh. Tutti sono come me, fa lo stesso. ANNA: Perché non pensi meglio di te stesso? Tutte le donne sono come me. Anche questo fa lo stesso. Non hai bisogno di me. Ma io cerco uno che voglia vivere, non morire. IL GIOVANE: Oggi come fa uno a saperlo? Fa lo stesso. ANNA: Devi volerlo. IL GIOVANE: Uno come noi non può più volerlo: ci manca il tempo. ANNA: Procuratelo. IL GIOVANE: Devo lavorare. ANNA: Che discorsi folli! Povero te. Ma hai ancora gli occhi per guardarmi? IL GIOVANE: È vero. Mi hai fatto venire più di una voglia. Adesso ti guardo per la prima volta. ANNA: Hai già guardato le tue mani per la prima volta? Hai già guardato il tuo lavoro per la prima volta? La tua macchina? La tua fabbrica? La tua via dal mattino fino a sera? I tuoi compagni? La tua città? Il mondo fuori? IL GIOVANE: E il lavoro? ANNA: Il lavoro è la vostra morte! IL GIOVANE: Ah - no, di questo ne sono certo: con cos’altro dobbiamo mantenerci? ANNA: Voi mantenete i vostri nemici, i borghesi. IL GIOVANE: Oggi non ci resta che lavorare. ANNA: Tua madre ti ha partorito per questo, perché tu non faccia altro che obbedire senza sapere cosa stai facendo? Non hai nemmeno il tempo e la libertà di guardarmi e di mettermi le braccia intorno al collo! Le tue braccia? Le tue braccia non sanno più niente di te da tempo, dalla tua infanzia – ormai le gambe ti servono solo per stare in piedi alla macchina, lo stomaco per digerire, il membro per diffondere malattie e per generare figli che vivono nella tua stessa miseria e la testa per vigilare sull'attività morta del tuo corpo. Non sai niente di te, non sai niente di me. La vita cosa ti dà? IL GIOVANE: E se oggi mi fermo? Domani ritorna tutto come prima. Non c'è via di scampo. ANNA: No! Non sei solo. Tutti insieme dovete smettere. Dovete riscoprire da dove venite, che vivete, che siete liberi di fare quello che volete e di non fare niente. Guardami. Con me hai qualcosa di più della lussuria: hai la libertà. IL GIOVANE: Nell’orecchio sento già sussurrare una risposta diversa da quella che volevo darti. Ma non sono solo, te ne do atto. Se smettiamo di lavorare il nemico ci coglierà alla sprovvista come bambini. I borghesi ci legheranno, ci trascineranno via, ci ammazzeranno o ci butteranno nelle miniere a farci fare il lavoro della morte a suon di frustate, avanzerebbero in città senza trovare resistenza. ANNA: Sì, amico mio, mio amato, fammi sentire i tuoi fianchi! Arriverebbero senza trovare resistenza. Camminerebbero su una strada fatta di cuscini, camminerebbero sul morbido - e ci sprofonderebbero! Dovrebbero camminare sopra un'enorme massa morbida! Un esercito che sprofonda nella resistenza che non gli opponete, uno dopo l'altro i soldati fanno cadere le mani di fronte alle vostre fermatesi. Uno dopo l'altro hanno fame vicino alla vostra fame. Uno dopo l'altro vengono risucchiati dal possente vortice della non violenza. Guarda, a furia di menar colpi, ai nemici che erano in mezzo a voi caddero le armi dalle mani tremanti di paura. Avevano preso coscienza. Avevano preso coscienza di sé - tramite voi. I nemici sono dispersi, sprofondati, i borghesi sono scomparsi. - I nuovi fratelli sono tra di voi! IL GIOVANE: Vieni, so di un prato verde con i cespugli sull'acqua. Sarà una bella serata, il sole è ancora infuocato. ANNA: Lo sai oggi per la prima volta. Vieni - non devo tardare, devo andare dai fratelli. IL GIOVANE: Oh, perché così presto! Vieni con me! Prenditi tempo, tempo, tempo! Chi ce lo impedisce? Liberati come me! ANNA: Adesso so che la terra non è persa! - Vieni.

Escono di scena insieme.

IL GIOVANE uscendo di scena: Libero! Libero! Che non si muova una mano per lavorare! Esce di scena.

SECHSTE SZENE - SESTA SCENA

Nauke, der Führer der Bürger.

Aus der Versenkung die Stimme des Nauke und des Bürgers.

STIMME DES FÜHRERS DER BÜRGER: Das ist Licht. STIMME DES NAUKE: Natürlich ist da der Ausgang, ich wußte es ja! STIMME DES FÜHRERS DER BÜRGER: Aber wenn wir mitten hinein unter sie geraten? Kann ich dir auch trauen? STIMME DES NAUKE: Ihr habt mir solang getraut, wenn ihr's jetzt nicht mehr tut, ist es zu spät! STIMME DES FÜHRERS DER BÜRGER: Geh du vor! STIMME DES NAUKE: Wieder zu spät. Ich bin dir durch den ganzen Gang vorausgekrochen, jetzt könnt ich beim besten Willen nicht hinter euch gehen! NAUKE steigt aus der Versenkung herauf: Niemand. Wir werden nicht überrascht. DER FÜHRER DER BÜRGER steigt hinter Nauke herauf: Das war eine verfluchte Wanderung, stundenlang durch den engen, schleimigen Gang! NAUKE: Was willst du? Was redest du? Ich hab vor euch den Dreck im Gang an meinen Kleidern aufgewischt, und jetzt ist es euch nicht fein genug gewesen. Bin ich dir vielleicht selbst zu schmutzig? FÜHRER DER BÜRGER: Du nennst mich du? NAUKE: Ho, Bürger, man nennt jeden du, mit dem man etwas durchgemacht hat. FÜHRER DER BÜRGER: Du hast mir versprochen, daß du mich zu den Führern bringst. NAUKE: Ich hab schon einmal gesagt, ich nehme keine Belohnung. Ich tu's aus reiner Menschenliebe. Verhandlungen, ja. Geheime Verhandlungen: wunderschön. Aber ihr wollt doch nicht etwa spionieren? FÜHRER DER BÜRGER: Spionieren, mein Freund, da hätt' ich dich gebeten — tätest du das nicht auch aus reiner Menschenliebe? NAUKE: Was heisst das? Was wird das? Bürger, du beleidigst! Du hast mich drüben am Ufer angeredet. Du hast mir gesagt, daß du zu den Revolutionären gehen willst, um sie mit euch zu versöhnen, aber ohne öffentlichen Lärm, ohne starre Haltung, als einfacher Mensch. Ich habe dir den geheimen Zugang zur Stadt gezeigt, denn du hast mir geschworen, daß du nicht Mißbrauch triebest. Alles um der Versöhnung willen. Du weißt es. Warum sprichst du nun krumm? Denke dir, hättest du es nicht mit mir zu tun, ein anderer hätte dir schon lang eine auf den Kopf gegeben. FÜHRER DER RÜRGER: Eben weil ich es mit dir zu tun habe! Selbst wenn ich spionieren würde, geschähe es nur zum Besten der Revolutionäre. NAUKE: Das ist mir zu hoch. Du bist doch ihr Feind? Warum rückt denn ihr Bürger aus und belagert sie? FÜHRER DER BÜRGER: Eben zum besten der armen, unwissenden Revolutionäre. NAUKE: Sie können selbst wählen, was ihnen zum Besten ist. FÜHRER DER BÜRGER: Nein, dafür denken sie zu einfach. Sieh, man muß doppelt denken können, wie wir, dreifach denken muß man können, nach jeder Seite hin. Kannst du doppelt denken? NAUKE: Nein, ich kann nur ganz einfach denken, und auch das nur mit Mühe, ich gestehe! FÜHRER DER BÜRGER: Siehst du! Wir haben gelernt, auf soviel Arten zu denken, wie es Zahlen und Menschen gibt. Für jeden etwas. Darum wissen wir Bürger besser, was für die Revolutionäre gut ist, als sie selbst. Sie müssen sich mit uns versöhnen. Aus Menschenliebe! NAUKE: Versöhnen, Menschenliebe? Das versteh ich. FÜHRER DER BÜRGER: Sie müssen damit anfangen, weil wir es besser wissen. NAUKE: Das versteh ich nicht mehr. Das ist gewiß schon das doppelte Denken. FÜHRER DER BÜRGER: Wir werden jedermann das doppelte Denken lehren, auch dich, mein Freund. Wenn erst alle Revolutionäre doppelt denken, nach rechts und nach links, dann ist die Revolution zu Ende, alle sind wie wir, und das Leben im Paradies beginnt. NAUKE: Das Leben im Paradies? Was muß ich tun, damit wir schnell dazu kommen? FÜHRER DER BÜRGER: Da mußt zwei Gesichter machen. Eins für sie und eins für uns. Freund, ich kenne dich, ich weiß wie gut du es meinst. Damit das Glück bald kommt, müssen alle Revolutionäre auf unserer Seite sein. Damit sie auf unserer Seite sind, müssen sie in unseren Händen sein. Damit sie in unseren Händen sind, müssen sie uns ergeben sein. Das ist doch alles ganz klar. Und ergeben sind sie, wenn sie ahnen, wie stark wir sind, und wenn sie schwach werden. NAUKE: Stark sein — und schwach werden? Das hab ich schon gehört, das sagten schon die Brüder auf dem Schiff. Ich glaube, du bist mein Mann! FÜHRER DER BÜRGER: Das weiß ich längst. — Damit sie bereit werden, müssen sie Tag und Nacht unablässig an der Maschine liegen. Unterdessen beraten wir uns mit ihren Führern, und ziehen sie auf die Seite der Versöhnung. Wir erkunden die Hilfskräfte und die Zugänge der Stadt — warum gleich spionieren sagen?! — dann kommen wir. Dann haben wir sie, dann belehren wir sie und dann beginnt das Paradies. NAUKE: Dann beginnt das Paradies? Und was kann ich dazu tun? FÜHRER DER BÜRGER: O viel, mein Lieber. Du gehst in die Fabriken, und machst dein fröhlichstes Gesicht: hundertfache Arbeit. Und dann vor allem die Getreidespeicher, sehr wichtig, eine Zündschnur — puff, die ganze Bude fliegt auf! Sie müssen hungern, daß sie die Fliegen an der Wand beneiden. Dann gehst du zu den Kämpfern und machst ihnen begreiflich, wenn sie aufhören, die Revolution zu verteidigen, und uns endlich herankommen lassen, oder wenn sie gar wie du, mein lieber Freund, — zu uns herüberkommen, dann beginnt das Paradies! Und vor allem: Wir liefern das Essen! Du sagst ihnen: Alles Essen, was nicht von uns kommt, ist vergiftet. Nur wir haben das gute Essen! NAUKE: So viel auf einmal, das ist gewiß das doppelte Denken! Du hast mich damals gewonnen, damit ich dich zu den Führern bringe, für die Versöhnung. FÜHRER DER BÜRGER: Aber wie? Du willst dich davonmachen? Hast du denn kein Gewissen? Du mußt doch mitarbeiten am Paradies? Tu du, was ich dir gesagt habe, dann wirst du ein ganz großer Mann sein! NAUKE: Mein Gewissen, mir ist unheimlich. FÜHRER DER BÜRGER: Das ist noch dein altes, dummes, billiges Gewissen. Ich lehre dich doch gerade unser neues, feines, doppeltes Gewissen! Jetzt den Weg zu den Führern. Mit denen werd ich schon fertig. NAUKE: Den Weg zu den Führern. Ich bring dich. FÜHRER DER BÜRGER: Zeig ihn mir, ich finde ihn. Du hast anderes zu tun! Sag du den Revolutionären, was ich dir gesagt habe. Dann werdet ihr alle glücklich!

Der Führer der Bürger und Nauke im Abgehen.

NAUKE im Abgehen: Hundertfache Arbeit, lustiges Gesicht in den Fabriken, Getreide hoch, Hunger, Versöhnung, den Anlang machen: das bab ich schnell gemerkt, das war wie auf dem Schiff. Aber dann: Ausliefern, zu den Bürgern übergehen! Das kommt hinzu. Das doppelte Gewissen — das ist neu. Und dann kommt das Paradies!

Beide ab.

Nauke, il capo dei borghesi.

Dalla botola la voce di Nauke e del borghese.

VOCE DEL CAPO DEI BORGHESI: Si vede la luce. VOCE DI NAUKE: Certo: è l'uscita, lo sapevo! VOCE DEL CAPO DEI BORGHESI: Ma se gli capitiamo a tiro? Posso fidarmi di te? VOCE DI NAUKE: Vi siete fidati di me finora, ormai è troppo tardi per tirarsi indietro! VOCE DEL CAPO DEI BORGHESI: Va' avanti tu! VOCE DI NAUKE: Di nuovo troppo tardi. Ti sono strisciato davanti nel tunnel, adesso anche volendo non potrei camminarvi dietro! NAUKE sale su dalla botola: Nessuno. Nessuno in agguato. IL CAPO DEI BORGHESI sale dietro Nauke: Maledetti noi, a marciare ore e ore attraverso quello stretto tunnel scivoloso! NAUKE: Cosa vuoi? Che cosa vai dicendo? Vi ho strofinato via la melma là sotto con le mie vesti, eppure ora non vi è parso abbastanza pulito. Anch'io, forse, sono troppo sporco per te? CAPO DEI BORGHESI: Mi dai del tu? NAUKE: Ehi, borghese, si dà del tu ai compagni di sventura. CAPO DEI BORGHESI: Hai promesso di portarmi dai capi. NAUKE: L’ho già detto una volta che non accetto ricompense. Lo faccio per puro amore verso gli uomini. Trattative, sì. Trattative segrete: stupendo. Ma voi, non volete mica fare la spia? CAPO DEI BORGHESI: Spiare, amico mio, allora ti avrei chiesto - non faresti anche questo per puro amore verso gli uomini? NAUKE: Cosa significa? Dove vuoi arrivare? Borghese, offendi! Di là sulla riva mi hai rivolto la parola. Mi hai detto di voler andare dai rivoluzionari per riconciliarvi, senza pubblico clamore, senza posture rigide, ma come uomo semplice. Ti ho mostrato l'accesso segreto alla città perché mi hai giurato che non ne avresti abusato. Tutto per amore della riconciliazione. Lo sai. Perché ora parli storto? Pensa solo questo: se non avessi a che fare con me, un altro ti avrebbe fatto arrivare un colpo in testa già da un bel po'. CAPO DEI BORGHESI: Appunto, perché ho a che fare con te! Anche se spiassi, sarebbe solo per il bene dei rivoluzionari. NAUKE: È troppo complicato per me. Ma tu sei il loro nemico? Perché voi borghesi non vi mettete in marcia e li assediate? CAPO DEI BORGHESI: Proprio per il bene dei poveri, ignari rivoluzionari. NAUKE: Ma possono scegliere da soli cos'è meglio per se stessi. CAPO DEI BORGHESI: No, per questo pensano in modo troppo semplice. Vedi, bisogna saper pensare doppio come noi, bisogna saper pensare triplo, in ogni direzione. Sai pensare doppio? NAUKE: No, so solo pensare in modo semplice e anche questo a fatica, lo ammetto. CAPO DEI BORGHESI: Vedi! Abbiamo imparato a pensare in tanti modi quanti sono i numeri e gli uomini. A ciascuno il suo. Perciò noi borghesi sappiamo cosa sia meglio per i rivoluzionari, più di quanto lo sappiano loro stessi. Devono riconciliarsi con noi. Per amore verso gli uomini! NAUKE: Riconciliare, amore verso gli uomini? Questo lo capisco. CAPO DEI BORGHESI: Devono cominciare proprio da questo, perché noi lo sappiamo meglio di loro. NAUKE: Questo non lo capisco più. Di certo si tratta già del pensiero doppio. CAPO DEI BORGHESI: Insegneremo a tutti il pensiero doppio, anche a te, amico mio. Soltanto quando tutti i rivoluzionari avranno pensato doppio, a destra e a sinistra, allora la rivoluzione sarà finita, tutti saranno come noi e inizierà la vita in paradiso. NAUKE: La vita in paradiso? Cosa devo fare per arrivarci il prima possibile? CAPO DEI BORGHESI: Devi fare due facce. Una per loro e una per noi. Amico, ti conosco, so che le tue intenzioni sono buone. Perché la fortuna arrivi presto, tutti i rivoluzionari devono passare dalla nostra parte. Per farli passare dalla nostra parte, devono essere nelle nostre mani. Per averli nelle nostre mani, devono essere fedeli a noi. È tutto molto chiaro. E ci sono fedeli se intuiscono quanto siamo forti nel caso in cui loro diventano deboli. NAUKE: Essere forte - e diventare debole? L'ho già sentito, lo dicevano anche i compagni sulla nave. Credo tu sia il mio uomo! CAPO DEI BORGHESI: Lo so da tanto. - Per prepararli devono restare attaccati alla macchina, giorno e notte, senza sosta. Nel frattempo noi ci consultiamo con i loro capi e li portiamo dalla parte della riconciliazione. Perlustriamo le forze ausiliarie e gli accessi alla città - perché dire subito spiare?! – Dopodiché arriviamo noi. Sono nostri, li istruiamo, così inizia il paradiso. NAUKE: Allora inizia il paradiso? E io cosa posso fare? CAPO DEI BORGHESI: Oh molto, mio caro. Vai nelle fabbriche e sorridi più che puoi: lavoro centuplicato. E poi soprattutto i granai, molto importante, una miccia - puff, tutta la baracca salta in aria! Devono patire così tanto la fame da invidiare le mosche alla parete del muro. Poi vai dai combattenti e gli fai capire che devono smettere di difendere la rivoluzione e che finalmente ci devono lasciar passare, oppure magari come hai fatto tu, mio caro amico - li fai venire di qua da noi, così inizia il paradiso! E non dimenticare: noi consegniamo il cibo! Gli dici: tutto il cibo che non è nostro è avvelenato. Solo da noi si può mangiare bene! NAUKE: Così tanto in un solo colpo: sicuramente è il pensiero doppio! Mi hai voluto quella volta perché ti portassi dai capi, per la riconciliazione. CAPO DEI BORGHESI: Ma come? Te la vuoi svignare? Non hai una coscienza? Devi collaborare al paradiso? Fa' ciò che ti ho detto e diventerai proprio un grand'uomo! NAUKE: La mia coscienza mi spaventa. CAPO DEI BORGHESI: È ancora la tua coscienza vecchia, stupida, misera. Per questo ti sto insegnando la nostra nuova, sottile, doppia! Adesso andiamo dai capi. Me la vedo io con loro. NAUKE: Dai capi. Ti ci accompagno. CAPO DEI BORGHESI: Dimmi dove devo andare e ci andrò da solo. Tu hai altro da fare! Riferisci ai rivoluzionari ciò che ti ho detto e sarete tutti quanti felici!

Il capo dei borghesi e Nauke escono di scena.

NAUKE fra sé: Lavoro centuplicato, faccia sorridente nelle fabbriche, granaglie in aria, fame, riconciliazione, fare il primo passo: l'ho imparato subito, era come sulla nave. Ma poi: consegna, passare dai borghesi! È la mossa successiva. La doppia coscienza - è qualcosa di nuovo. E allora viene il paradiso!

Entrambi escono di scena.

SIEBENTE SZENE - SETTIMA SCENA

Der Gouverneur und der Mann treten in Eile auf.

DER MANN: Hier gingen sie. Es ist kein Zweifel. DER GOUVERNEUR: Du bist sicher, dass es Nauke war? DER MANN: Mit einem Feinde! DER GOUVERNEUR: Was ist das? DER MANN: Verrat! Die Stadt ist verraten! DER GOUVERNEUR: Verraten? DER MANN: Verraten. Mehr noch, es ist nicht zu fassen: Von einem der Unsrigen. Wir sind verraten! DER GOUVERNEUR: Schlimmer! Wir sind auch die Verräter! DER MANN: Unmöglichkeit! Zusammensturz! Raserei! Woher kommen wir? Welches Recht haben wir, zu leben? Wenn das möglich war, hat alles keinen Sinn mehr! Wenn das möglich war, hat nichts je Sinn gehabt. Dann sind wir Betrüger, Betrüger! DER GOUVERNEUR: Du weißt, daß es Sinn hat, du weißt welchen Sinn. Aber vielleicht waren wir lässig, vielleicht hochmütig, Verrat ist Mißverständnis. Daß Mißverständnis möglich war? — Vielleicht hatten wir zu wenig Liebe? — Immer wenn die Stunde groß wird, kommt Verrat. Gerade den Verrat muss man überwinden. DER MANN: Wie? DER GOUVERNEUR: Ihn unwichtig machen. Verrat kann nur gegen die Person gehen. Aber verrate du das Volk? Unmöglich. Wir müssen den Verrat aus der Welt schaffen. DER MANN: Aber er ist geschehen. DER GOUVERNEUR: Wir laufen ihm entgegen, wir kommen ihm zuvor, wir überbieten ihn. Wir stellen uns ihm. DER MANN: Verhandeln mit den Feinden, den Bürgern, den Generälen? DER GOUVERNEUR: Nein, nicht verhandeln. Wir geben uns dem Feind. Er fordert — wir geben alles. Er fordert Waffen, wir legen sie hin. Er will Geld, wir geben ihm, was da ist, er will Speise, wir geben ihm die unsere. Er will unser Leben, wir zeigen ihm, daß wir es opfern. Er kann nichts mehr fordern. Er ist allein, und ihm bleibt nur noch zu verlangen, daß er werde wie wir selbst. — DER MANN: Und das Volk? DER GOUVERNEUR: Wir geben zurück, was wir vom Volk empfingen. Wir bringen ihm Brüder, aber solange die Brüder noch Feinde sind, werfen wir uns vor sie, und wir opfern ihnen unser Schicksal! — Zu den Feinden! — Ich kreuze ihren Angriff. Ich laufe durch die Stadt, und wo ich nur einen Windstoß von bürgerlicher Luft wittre, da tret ich hin, als ein Mensch, der die Ehre der Vergangenheit nicht mehr hat. — Ich gehe zu den Feinden, den Gang der Selbstvernichtung.

Gouverneur ab.

DER MANN: Du gehst den Gang der Liebe. Ich gehe zum Volk, den Gang der Zerstörung.

Il governatore e l'uomo entrano in scena di corsa.

L'UOMO: Camminavano per di qua. Non c'è dubbio. IL GOVERNATORE: Sei sicuro che fosse Nauke? L'UOMO: Con un nemico! IL GOVERNATORE: Cosa significa? L'UOMO: Tradimento! La città è tradita! IL GOVERNATORE: Tradita? L'UOMO: Tradita. Per giunta, roba da matti: da uno dei nostri. Siamo stati ingannati! IL GOVERNATORE: Peggio ancora! Anche noi siamo traditori! L'UOMO: Impossibilità! Rovina! Furia! Da dove veniamo? Quale diritto abbiamo di vivere? Se è stato possibile, niente ha più senso! Se è stato possibile, niente ha mai avuto senso! Allora siamo impostori, impostori! IL GOVERNATORE: Sai che ha senso, sai quale. Ma forse siamo stati poco attenti, forse superbi, tradimento è equivoco. Come mai c’è stato un equivoco? - Abbiamo forse avuto troppo poco amore? - Ogni volta che scocca l’ora, c'è l’imbroglio. È proprio l’inganno che bisogna superare. L'UOMO: Come? IL GOVERNATORE: Rendendolo insignificante: il tradimento può colpire solo la singola persona; ingannare il popolo? Impossibile. Dobbiamo liberare il mondo dal tradimento. L'UOMO: Ma è successo. IL GOVERNATORE: Gli corriamo incontro, lo preveniamo per batterlo. Lo affrontiamo. L'UOMO: Trattare con i nemici, i borghesi, i generali? IL GOVERNATORE: No, non trattare. Ci offriamo al nemico. Lui esige - noi diamo tutto. Vuole le armi e noi le deponiamo. Vuole denaro, gli diamo quello che c'è, vuole il cibo, gli diamo il nostro. Vuole la nostra vita, gli mostriamo il nostro sacrificio. Non può esigere niente di più. È solo, ormai non gli resta che voler diventare come noi. L'UOMO: E il popolo? IL GOVERNATORE: Gli restituiamo quello che ci ha dato. Gli portiamo i fratelli, ma finché i fratelli continuano a essere nemici, ci gettiamo davanti a loro e per loro immoliamo il nostro destino! - Dai nemici! - Vado incontro al loro assalto. Corro per la città, e dove fiuto solo una raffica di aria borghese, mi avvicino come uomo che non ha più l'onore del passato. - Vado dai nemici, - per la via dell'autoannientamento.

Il governatore esce di scena.

L'UOMO: Ti incammini per la via dell'amore. Io vado verso il popolo, per la via della distruzione.

ACHTE SZENE - OTTAVA SCENA

Der Mann, Klotz.

KLOTZ stürzt auf: Ich bin zu euch quer durch die ganze Stadt gerannt. DER MANN: Daß du kommst! — Dein Auge, dein Mund, ob dieses Volk reif ist? — KLOTZ: Spring heraus aus deiner Hirnwelt, Freund! Wir müssen unter sie, arbeiten, als hätt' jeder von uns tausend Leiber — sonst wär alles verloren! Aus Kellerlöchern komm ich hier, von Unratswinkeln, aus Versammlungen, suchte euch zusammen. Sie plündern, Menschen sind erschlagen, eigene Genossen auch. Raub wo ein Bissen. Ein Zündholz ist Besitz. Und dabei geht die Arbeit weiter. Eine unsichtbare Hand greift in die Massen und treibt sie gegen ein Haus. Durchsuchung. Zwei Schritte daneben läuft das Leben, als sei seit Unendlichkeit nichts verändert. DER MANN: Und alles spielt den Bürgern in die Hände? KLOTZ: Das alles spielt den Feinden in die Hände. Wenn nicht, eh noch die Bürger in die Stadt dringen, eine Umkehr kommt, ungeheure Umkehr geschieht, dann ist das Volk verloren. Zerhackt wird alles, erstickt die Freiheit. DER MANN: Kamerad, ist's jetzt nicht gleich, was geschieht? Wird nicht ewig in diesem Volk die Idee leben, wird nicht unsterblich unter ihnen die Freiheit umhergehen? KLOTZ: Nein, nein, nein! Das Schlimmste kommt, das Entsetzlichste: eine Sklavenhorde. Die Freiheit wird ewig gestorben sein. Wir taten noch nichts, nun müssen wir alles tun. DER MANN: Alles tun, Kamerad. Ja, alles in einem Augenblick. KLOTZ: Betrug! Wer das sagt: Alles oder nichts! — denkt alles und bleibt beim Nichts. Schritt für Schritt mußt du vorgehen. Dein Leben hingeben ganz an die Tat — selbst ohne Freude, nur um es zu geben! DER MANN: Aber Plündern sagtest du! Raub! Sie morden! Wo bleibt das ewige Bild des Menschen, wo bleibt unsere ewige göttliche Abkunft, wo bleibt das freie Menschenleben, dafür wir herkamen? Ich werfe mich ihnen vor den Weg! KLOTZ: Nein, nie! Halte sie nicht. Wenn du sie hältst, wenn du ihnen Licht predigst, um sie zurückzuhalten, dienst du der Finsternis. DER MANN: Aber Mord? Sie dienen dem Teufel. KLOTZ: Nein, sie dienen Gott. Sie müssen hindurchgehen durch die Niedrigkeit, um die Niedrigkeit zu erkennen. Sie müssen sich beflecken, um Reinheit sehen zu können. DER MANN: Aber wofür zertrümmern sie? Wir, wir sind Brüder der Gemeinschaft. Wir kämpfen für die Menschheit. Aber sie, ihr Leben ist eine Blutlache. Und wofür? KLOTZ: Auch sie für die Menschheit! DER MANN: Und wir? Was müssen wir also tun? KLOTZ: Uns opfern. DER MANN: Untergehen? Befreit von der Welt? KLOTZ: Nein, nicht befreit von der Welt, sondern mit der Last aller Weltkugeln des Himmels auf den Schultern. Nicht untergehen, sondern unter sie gehen. Einer von ihnen werden. DER MANN: Wie — mit ihnen morden? In welchen reißenden Absturz setzte ich den Fuß! KLOTZ: Nicht das Morden! Wir morden nicht. Nein — breite die Arme und schwimm unter ihnen. Du mußt ihre Welle verstärken, daß ihr großer Gleichstoß durch dich rinnt und nur mit dir noch lebt! DER MANN: Aber wir sind die Führer. KLOTZ: Lausche auf die Stimmen, die aus dem Dunkel ans Tageslicht steigen. Höre das Geheimnis der Erde; Es gibt keine Führer. Führertum ist Betrug! Du mußt ein Teil sein, eine geringe Zelle von ihnen; ein Zucken nur in ihren Muskeln. DER MANN: Und das Letzte? Die Ewigkeit? Das Unbedingte, daran nichts abzuschneiden ist? Die Freiheit? KLOTZ: Mann, nur zu ihm mußt du! Zum Letzten, Höchsten, wovon wir stammen. Aber hindurch mußt du zu ihm durch unsere endlichen, zeitlichen, befleckten Leiber, durch die Schwierigkeit des Kleinen, durch den Schweiß der Sünde. Alles mußt du wollen, die allerletzte größte Freiheit des Menschen, so groß, daß sie selber die Erdkugel durch den Raum schicken können - mußt es wollen, und mußt wissen, daß du es nach und nach erst machen wirst, von Volk zu Volk, Stadt zu Stadt, von Mensch zu Mensch. Hart ist das. Zu dem unendlichen Glück der Menschheit müssen wir durch den ganzen Trümmersturz des Menschseins. DER MANN: Und du meinst, das ginge so leicht? Die Idee umgibt uns mit mit einem Stachelpanzer, wir können ihr nicht folgen, ohne unsere Umgebung zu verwunden. KLOTZ: Dreh ihn um den Stachelpanzer; verwunde nicht die andern, stich dich selbst! Unser Opfer müssen wir bringen, unser eigenes Opfer. DER MANN: Abtreten? KLOTZ: Mehr, mehr, das ganze Dasein geben! Wir waren die Führer, wir ragten auf, sandten Ströme von uns, die die Massen bewegten. Das war unsere Sünde! Die Welt wird neu. Wir haben kein Recht mehr, zu sein. Wir dürfen nicht mehr dasein. Über uns hinweg muß die Freiheit kommen. Nicht wir mehr befreien die Menschen, sie selbst tun es auf unserem Leib. Das Opfer unseres Lebens ist unsere letzte Wahrheit - unsere erste Tat. Wir müssen dahingehen, verschwinden - durch das Volk! DER MANN: Verschwinden durch das Volk. Die Welt, aus der wir kamen, ist versunken. KLOTZ: Das Opfer unseres Lebens durch das Volk: Das erst ist deine Liebe! Und nur dann wird unser Blut in ihnen kreisen, dann erst wird unser Herzschlag im Volke ein Riesenstoß zum göttlichen Geiste sein. DER MANN: Durch unser Opfer wird die Welt neu! So lauf ich mit ihnen? Rase mit ihnen durch die Straßen, breche Türen auf? Schreie mit ihnen „Hunger!"? KLOTZ: Du schreist „Hunger!" mit ihnen, und du weißt: Freiheit.

L'uomo, Klotz.

KLOTZ precipitandosi: Ho attraversato di corsa la città per venire da voi. L'UOMO: Ecco, che arrivi! - I tuoi occhi, la tua bocca - che il popolo sia maturo? KLOTZ: Salta fuori dal tuo mondo cerebrale, amico! Dobbiamo lavorare con loro, come se ognuno di noi avesse mille corpi - altrimenti sarà tutto perso! Vengo dagli scantinati, dagli angoli immondi, dalle assemblee, vi ho raccolto cercando qua e là. Saccheggiano, accoppano uomini, anche i propri compagni. Rapina per un boccone. Un fiammifero è una proprietà. E intanto il lavoro va avanti. Una mano invisibile entra nelle masse e le sospinge contro una casa. Perquisizione. Due passi accanto la vita scorre, come se non fosse cambiato niente da un’eternità. L'UOMO: E questo fa il gioco dei borghesi? KLOTZ: Fa il gioco dei nemici. Se prima ancora che i borghesi entrino in città non avviene un capovolgimento, un capovolgimento enorme, il popolo sarà perso. Tutto si frantumerà, la libertà soffocherà. L'UOMO: Compagno, che importa cosa succede? Non vivrà in eterno in questo popolo l’idea, la libertà, non circolerà immortale tra loro? KLOTZ: No, no, no! Succede di peggio, qualcosa di spaventoso: un'orda di schiavi. La libertà sarà morta per sempre. Non abbiamo ancora fatto niente, adesso dobbiamo fare tutto. L'UOMO: Fare tutto, compagno! Sì, tutto in un attimo. KLOTZ: È una trappola! Chi dice: tutto o niente! - Pensa tutto e resta con niente. Devi avanzare passo dopo passo. Consacrare la tua vita anima e corpo all'azione - anche senza gioia, solo per donarla! L'UOMO: Ma saccheggiare, dicevi! Rapina! Uccidono! Dove va a finire l'immagine eterna dell'uomo, dove va a finire la nostra origine divina eterna, dove va a finire la libera esistenza umana per cui siamo nati? Mi precipito addosso a loro! KLOTZ: No, mai! Non fermarli. Se li fermi, se gli predichi la luce per frenarli, servi le tenebre. L'UOMO: Ma l'assassinio? Servono il diavolo. KLOTZ: No, servono Dio. Devono passare attraverso l’abiezione per conoscerla. Devono macchiarsi per poter vedere la purezza. L'UOMO: Ma per quale motivo distruggono? Noi, noi siamo i fratelli della comunità. Lottiamo per l'umanità. Ma loro, la loro stessa vita è una pozza di sangue. E per cosa? KLOTZ: Anche loro per l'umanità! L'UOMO: E noi? Cosa dobbiamo fare allora? KLOTZ: Immolarci. L'UOMO: Affondare? Liberati dal mondo? KLOTZ: No, non liberati dal mondo, ma con il carico di tutte le sfere celesti sulle spalle. Non affondare, ma andare tra loro. Diventare uno di loro. L'UOMO: Come - uccidere insieme a loro? In quale baratro infernale sto cadendo! KLOTZ: Non uccidere! Noi non uccidiamo. No - stendi le braccia e nuota tra loro. Sii il flutto che rinforza la loro onda, lascia che la forza della loro spinta sincronica scorra attraverso di te e solo con te continui a vivere! L'UOMO: Ma noi siamo i capi. KLOTZ: Ascolta attentamente le voci che si levano dalle tenebre verso la luce del giorno. Ascolta il segreto della terra: non ci sono capi. Comando è inganno! Devi essere una parte, una piccola cellula del loro corpo; solo un sussulto nei loro muscoli. L'UOMO: E il fine ultimo? L'eternità? L'assoluto indivisibile? La libertà? KLOTZ: Uomo, devi tendere solo a questo. Al fine ultimo, all’assoluto da dove proveniamo. Ma ci devi arrivare attraverso i nostri corpi finiti, caduchi, impuri, attraverso la pena dell'umiltà, attraverso il sudore del peccato. Devi volere tutto, l'estrema, la suprema libertà degli uomini, così intensamente che loro stessi possano mandare la sfera terrestre nello spazio - devi volerlo e devi sapere che lo farai solo poco alla volta, da popolo a popolo, da città a città, da uomo a uomo. È dura. Per giungere all'infinita felicità umana dobbiamo passare dal cumulo di macerie della condizione umana. L'UOMO: E pensi che sarebbe facile? L'idea ci circonda con una corazza aculeata, non possiamo seguirla senza ferire il nostro prossimo. KLOTZ: Rivoltala, la corazza aculeata; non ferire gli altri, trafiggi te stesso! Dobbiamo portare il nostro sacrificio, il nostro sacrificio personale. L'UOMO: Ritirarci? KLOTZ: Di più, di più, offrire l'esistenza intera! Siamo stati i capi, ci siamo elevati, come fiumi ci siamo diretti a smuovere le masse. È colpa nostra! Il mondo si rinnova. Non abbiamo più alcun diritto di essere. Non possiamo più esistere. La libertà deve passare su di noi. Non siamo più noi a liberare gli uomini, lo fanno loro stessi sul nostro corpo. Immolare la vita è la nostra verità estrema - la nostra prima azione. Dobbiamo dipartire, scomparire - attraverso il popolo! L'UOMO: Scomparire attraverso il popolo. Il nostro mondo d’origine è affondato. KLOTZ: Immolare la propria vita attraverso il popolo è un atto d’amore! E solo allora il nostro sangue circolerà in ognuno di loro, solo allora il palpito del nostro cuore, nel popolo, sarà un colpo possente allo spirito divino. L'UOMO: Con il nostro sacrificio il mondo si rinnova! Corro con loro? Sfreccio con loro per le strade, forzo le porte? Grido con loro "fame!"? KLOTZ: Gridi con loro "fame!", ma intendi “libertà”.

NEUNTE SZENE - NONA SCENA

Vorige, das Volk draußen. Später die Frau. Zwei Gruppen des Volkes, der Greis, der Bucklige, der Krüppel, ein Junge.

DAS VOLK draußen: Hunger!

Die Frau bricht herein, hinter ihr und um sie ein Knäuel von Volk. Im Volk: Junge Burschen, Greise, Männer, der Bucklige, der Krüppel und die beiden alten Gefangenen.

DIE FRAU: Verloren! Verloren, wenn wir nicht retten! Die Führer sind weich, verhandeln. Die Bürger sind in der Siadt: in allen Ecken stecken sie mit den Führern. Das Volk wird verraten, wie man eine Nuß vom Baum schüttelt. STIMMEN AUS DER EINEN GRUPPE DES VOLKES: Hierher. Ihr nach! STIMMEN AUS DER ANDERN GRUPPE DES VOLKES: Warum ihr nach? Wir kennen sie nicht! STIMMEN ADS DER ERSTEN GRUPPE: Eine Frau! Die weiß immer, wo es Essen gibt! STIMMEN AUS DER ANDERN GRUPPE: Ihr seid Opfer bei jedem Verrat! STIMMEN AUS DER ERSTEN GRUPPE: Ihr seid Opfer bei jeder Lüge! DER MANN; Lüge und Verrat! Ihr seid mitten drin! EIN GREIS AUS DEM VOLK: Was können sie uns antun? Wir haben nichts zu geben. EIN JUNGE AUS DEM VOLK: Wir können's uur besser haben. DER KRÜPPEL: Lüge — war das erste freundliche Wort, das haben wir noch nie gehört. DER BUCKLIGE: Nie gehört? Wir haben nichts anderes gehört. So haben sie uns immer gefangen! DER JUNGE: Es ist gleich. Wir haben nichts zu verlieren! DER GREIS: Nichts zu verlieren! Du Nachschwätzer! Du Lügner! Alles, alles: Das Leben! Das Leben! Das Leben! — Könnte man sich endlich doch ausruhen! DER MANN: Ausruhen! Ihr sollt ausruhen! Die Hände sinken lassen, sie beschauen. Nicht in gespanntem Zittern warten auf den nächsten Pfiff zur Arbeit. DER GREIS: Und leben? DER MANN: Dann gerade werdet ihr leben. Aber so leben die Feinde von euch! DER BUCKLIGE zu Mann, Klotz, Frau: Was tretet ihr uns entgegen? Was wollt ihr von uns? DAS GANZE VOLK: Was wollt ihr von uns? DIE FRAU: Ah! Mißtrauen! DER MANN, KLOTZ: Mißtrauen! ERSTER GEFANGENER: Halt, es sind Kameraden! Ich bürge für sie. Ihr kennt mich. Meine Jahre sind im Gefängnis geblieben, für euch. Ihr wißt es. DER BUCKLIGE: Vergangenheit. Das gilt nicht mehr. Wir haben nichts von euren Gefängnissen. DER KRÜPPEL: Ihr seid selbst Bürger! Ihr seid so fern von uns wie die andern: ihr seid gerad so glatt und lau wie sie! KLOTZ: Lau? Wer ist lau? Du, Volk, bist weich, und sie machen mit dir in ihren Händen, was sie mögen! DAS VOLK: Wir wollen Leben! Leben!

Gli stessi, il popolo fuori. Poi la donna, due gruppi di popolani, il vecchio, il gobbo, lo storpio, un giovane.

IL POPOLO fuori: Fame!

Sopraggiunge la donna, dietro e intorno a lei un groviglio di popolani. Tra il popolo: ragazzi, vecchi, uomini, il gobbo, lo storpio e i due vecchi prigionieri.

LA DONNA: Persi! Persi senza di noi! I capi vacillano, trattano. I borghesi sono in città: si infilano in tutti gli angoli con i capi. Il popolo viene tradito, come si scuote una noce dall'albero. VOCI DA UN GRUPPO DI POPOLANI: Da questa parte. Seguiamola! VOCI DALL'ALTRO GRUPPO DI POPOLANI: Perché seguirla? Non la conosciamo! VOCI DAL PRIMO GRUPPO: Una donna! Sa sempre dove c'è da mangiare! VOCI DALL'ALTRO GRUPPO: Siete le vittime di tutti i tradimenti! VOCI DAL PRIMO GRUPPO: Siete le vittime di tutte le menzogne! L'UOMO: Menzogna e tradimento! Ci siete dentro! UN VECCHIO DAL POPOLO: Cosa possono farci? Non abbiamo niente da dare. UN GIOVANE DAL POPOLO: Non possiamo che stare meglio. LO STORPIO: Menzogna - la prima parola gentile sentita finora. IL GOBBO: Sentita finora? Non abbiamo sentito altro. È così che ci hanno sempre preso in trappola! IL GIOVANE: Fa lo stesso. Non abbiamo niente da perdere! IL VECCHIO: Niente da perdere! Pappagallo! Bugiardo! Tutto, tutto: la vita! La vita! La vita! Ci si potrebbe finalmente mettere a riposo! L'UOMO: Mettersi a riposo! Dovete mettervi a riposo! Lasciar cadere le mani, guardarle. Non trepidanti d’ansia in attesa del fischio della sirena del lavoro. IL VECCHIO: E vivere? L'UOMO: E invece sì che vivrete. In questo modo date da vivere ai nemici! IL GOBBO rivolto all'uomo, a Klotz, alla donna: Perché ci siete ostili? Cosa volete da noi? TUTTO IL POPOLO: Cosa volete da noi? LA DONNA: Ah! Sfiducia! L'UOMO, KLOTZ: Sospetto! PRIMO PRIGIONIERO: Alt, sono compagni! Garantisco per loro. Mi conoscete. I miei anni sono rimasti in prigione, per voi. Lo sapete. IL GOBBO: Passato. Non vale più. Non ne ricaviamo niente dalle vostre prigioni. LO STORPIO: Anche voi siete borghesi! Siete distanti da noi come gli altri: siete semplici e tiepidi proprio come loro! KLOTZ: Tiepido? Chi è tiepido? Tu, popolo, sei docile e con te nelle mani fanno quello che vogliono! IL POPOLO: Vogliamo vivere! Vivere!

ZEHNTE SZENE - DECIMA SCENA

Vorige, Nauke.

NAUKE stolpert herein mit einem Pack Papier in der Hand: Ich habe es! Ich habe es! Ich habe es! Ich habe Essen für jeden. DAS VOLK stürzt auf ihn: Flugblätter! NAUKE: Ich weiß Essen! Ich weiß gute Leute! Es ist für jeden da! Wer kommt mit mir? Hier! Er wirft die Flugblätter unters Volk, auch auf den Boden - daß ihr wißt, was ihr tun müßt!

Volk: leichtes Getümmel um die Flugblätter.

DER MANN: Du willst sie preisgeben! NAUKE: Ich will sie retten! KLOTZ zum Volk: Glaubt es nicht! Es ist nicht wahr! Ihr werdet betrogen! Sie lügen euch an. Nicht einmal das Essen, das sie euch versprechen, werden sie euch geben! Ich weiß es: Ihr rast in die Sklaverei! DER MANN: Ich beschwöre euch, haltet nur so lang aus, bis ihr seht, daß die Bürger logen! NAUKE: Mit mir. Das Leiden ist aus! VOLK Jubelgeschrei: Leben!

Nauke ab. Das Volk um ihn, stürzt mit ihm hinaus.

Gli stessi, Nauke.

NAUKE arriva incespicando con un pacco di carta in mano: Ce l'ho! Ce l'ho! Ce l'ho! Ho cibo per tutti. IL POPOLO gli balza addosso: Volantini! NAUKE: So, cibo! So, brava gente! Ce n'è per tutti! Chi viene con me? Qui! Getta i volantini tra il popolo, anche a terra - così sapete cosa dovete fare!

Popolo: leggero tumulto intorno ai volantini.

L'UOMO: Tu li vuoi abbandonare! NAUKE: Voglio salvarli! KLOTZ rivolto al popolo: Non credeteci! Non è vero! Vi ingannano! Vi mentono. Non vi daranno nemmeno il cibo che vi promettono! Lo so: finirete dritti nella schiavitù! L'UOMO: Vi scongiuro, resistete fino a quando constaterete che i borghesi avranno mentito! NAUKE: Con me. Basta con la sofferenza! IL POPOLO grida di giubilo: Vivere!

Nauke esce di scena. Il popolo lo circonda, esce di corsa con lui.

ELFTE SZENE - UNDICESIMA SCENA

Vorige ohne Nauke und das Volk.

KLOTZ: Er führt sie zu den Bürgern. Nun ist der Augenblick. Jetzt darf unser Leben nichts mehr sein. Jetzt unsere Kraft ins Volk! DER MANN: Schnell, sie zurückhalten! KLOTZ: Wir können nicht mehr zurückhalten. Wir müssen die ganze Stadt umwerfen, sprengen! DER MANN: Oh, wenn sie nur ein Wort verhandeln, ist es zu spät! KLOTZ: Es darf nicht zu spät sein. Jeder einzelne von ihnen muß eine Sekunde lang nur von sich wieder wissen. Dann ist alles gewonnen. DER MANN: Unser Wille! Herauf! KLOTZ: Millionenfach müssen wir uns teilen, und jeder Blutstropfen von uns muß auf einen Menschen geschleudert werden und ihm Freund sein, DER MANN: Schnell, ihnen nach!

Klotz und der Mann ab.

Gli stessi senza Nauke e il popolo.

KLOTZ: Li porta dai borghesi. Adesso è il momento. Ora la nostra vita non vale più niente. Ora la nostra forza è nel popolo! L'UOMO: Presto, dobbiamo fermarli! KLOTZ: Non possiamo più fermarli. Dobbiamo rovesciare la città, farla saltare! L'UOMO: Oh, solo una parola per trattare e siamo persi! KLOTZ: Non siamo persi. Ciascuno di loro deve riprendere coscienza di sé solo per un secondo. Solo in quel momento la partita è vinta. L'UOMO: La nostra volontà! In alto! KLOTZ: Milioni di volte ci dobbiamo scindere, affinché ogni uomo possa cogliere una stilla di amicizia in ogni goccia del nostro sangue scagliata come un dardo sopra di lui. L'UOMO: Presto, seguiamoli!

Klotz e l'uomo escono di scena.

ZWÖLFTE SZENE - DODICESIMA SCENA

Die Frau.

DIE FRAU allein: Mißtrauen. — Hunger. — Die Luft um mich braust von Menschen, umkrampft halten sie sich keuchend ineinandergebissen im Kampf. Eine Höhle von Brausen ist um mich. Schwarzer Wind von Nachtstimmen. — Lärm, Schreie. Wie heraus? Zu den andern? — Hört ihr mich? Kann ich euch ein Wort von mir hinüber durch die Mauern werfen? Kann ich mich tausendfach durch den Stürm zu euch hinwehen? — Ah — hier ist eine Zunge, die für euch redet! Sie hebt eines der Flugblätter, das Nauke zur Erde fallen ließ, auf. Papier, Gedrucktes. Ein Aufruf — ah, und das hilft? Hilft das? Wissen sie darnach, wohin sie gehen? Liest: „Volk! Die Stunde deines Glückes ist da! Nimm dir deine Rechte. Nimm dir selbst die Freiheit, deren du dich würdig fühlst." Unterbricht sich im Lesen: In diesen Buchstaben, das Schwarze zwischen dem Weißen, reckt sich dunkles Grinsen. — Betrug! — Da müßte stehen: „Mensch!" „Mensch" — dann hätte es mich gestoßen, dann würde ich es glauben! „Mensch, nimm dir selbst die Freiheit." Ich seh es, ich sehe, was da steht — Betrug! Liest: „. . . deinen Gegnern die Hand reichen ... sie sind nicht deine Gegner . . . Arbeit aufnehmen . . . Heute abend große Verteilung von Lebensmitteln. . . . Zeichen der Versöhnung . . . der Kampf ist beendet ..." Sie knüllt den Zettel zusammen: Betrug! Und ich bin inmitten, während hunderttausend Hände diese Blätter ergreifen. Diese Worte stürzen in müde, widerstandslose Augen, Männer sprechen sie zu Frauen, Frauen schreien sie als Hoffnung weiter! Oh, nur helfen, helfen, daß ein Wille mit Händen und brennenden Flammen über dieses Papier hinsaust und die Lüge herausätzt, eh sie die Adern der Menschen frißt! Mensch! Mensch nimm dir selbst die Freiheit! Mensch, du bist im Dunkel. Die Finsternis ist deine Wohnung: Du öffnest den Mund heraus aus deiner schwarzen Höhle, um nur zu fressen, und du schluckst einen Tropfen Licht ein. Du ergießt dein Geschlecht in der bittersten Nacht, und ein Flammenlicht streicht an dir vorbei! Mensch, dein Geist fliegt im Licht! Ich rufe deinen Geist! Mensch, ich rufe deine Liebe! Mensch, fahr aus dir auf! Höre mich, Arbeiter! Du schlingst täglich, du weißlich zitternder Wurzelbaum, deine Arme um die Maschine; Arbeiter, Geist in dir, du bist Mensch! Du preßt dich täglich, wie ein kranker Zweig über den Tisch, und rechnest; Mensch, laß deine Bücher vor dir versinken! Du stehst täghch an einem Pult und redest zu den Armen, Mensch, hauche dein Licht in das Wort für die Brüder. Männer, Frauen, Arbeiter, Verfolgte, Getriebene, ihr im Dunkel, in den Fabriken, in den Stuben, am Hunger, kaum daß ihr euch besinnt, herauf aus dem Dunkel. Ich rufe zu euch. Fliegt durch das Licht. Ihr seid das Licht. Herauf gegen das Dunkel. Brüder, Schwestern! Empörung gegen das Dunkel! Empörung! Freiheit! Menschen! Freiheit!

Sie stürzt nieder.

La donna.

LA DONNA sola: Sfiducia. - Fame. - L'aria intorno a me freme di uomini, si tengono stretti nel convulso affanno, azzannandosi nella lotta. Mi trovo in un antro roboante. Vento nero di voci notturne. - Rumore, grida. Come posso uscirne? Per andare dagli altri? - Mi sentite? Vi posso lanciare una parola che vi raggiunga oltre i muri? Posso aleggiare nella tempesta mille volte fino a voi? – Ah - ecco una voce che parla per voi! Raccoglie uno dei volantini fatti cadere da Nauke. Carta, carta stampata. Un proclama - ah, e serve? Serve a qualcosa? Dopo di che, sanno dove andare? Legge: "Popolo! Giunta è per te l'ora della felicità! Prenditi i tuoi diritti. Prenditi in mano la libertà di cui ti senti degno." Interrompe la lettura: In queste lettere, il nero fra il bianco, si allunga un sinistro sogghigno. -Inganno! - Ci dovrebbe essere scritto: "Uomo!" "Uomo" - allora mi avrebbe colpito, allora ci avrei creduto! "Uomo, prenditi in mano la libertà." Lo vedo, che c'è scritto - inganno! Legge: "... porgere la mano ai tuoi avversari... non sono i tuoi avversari... accettare il lavoro... stasera grande distribuzione di generi alimentari... segno di riconciliazione... la lotta è terminata..." Appallottola il volantino: Truffa! E io ci sono dentro, mentre centomila mani arraffano questi fogli. Le parole cadono una dopo l’altra dentro occhi stanchi, inermi, uomini le riferiscono alle donne, le donne le ripetono come grida di speranza! Oh, soltanto aiutare, aiutare, che la volontà di uno, con mani e fiamme infuocate, sibili su queste carte e corroda via la menzogna, prima che divori le vene degli uomini! Uomo! Uomo, prenditi in mano la libertà! Uomo, sei nell'oscurità. Le tenebre sono la tua dimora: spalanchi la bocca dal tuo antro buio solo per abbuffarti e inghiottisci una goccia di luce. Versi il tuo sesso nella notte più amara e una luce fiammeggiante ti passa accanto accarezzandoti! Uomo, il tuo spirito vola nella luce! Invoco il tuo spirito! Uomo, invoco il tuo amore! Uomo, ascendi dal tuo essere! Ascoltami, operaio! Stringi ogni giorno, tu, fusto arborescente biancastro e tremulo, le braccia alla macchina; operaio, spirito dentro di te, sei uomo! Ti pieghi ogni giorno, come un ramo malato, schiacciato sul tavolo, e fai i conti; uomo, lascia cadere i libri davanti a te! Stai ritto su un podio ogni giorno e parli ai poveri, uomo, insuffla la luce nella parola per i fratelli. Uomini, donne, operai, perseguitati, trascinati dagli eventi, voi nelle tenebre, nelle fabbriche, nelle stanze, ridotti alla fame, che a stento ricordate di innalzarvi dalle tenebre. Grido a voi. Volate verso la luce. Voi siete la luce. In alto, contro le tenebre. Fratelli, sorelle! Indignazione contro le tenebre! Indignazione! Libertà! Uomini! Libertà!

Cade a terra.

DREIZEHNTE SZENE - TREDICESIMA SCENA

Die Frau, der Mann,

DER MANN tritt auf, von rechts: Geliebte, meine Seele, mein Leib, meine Freundin! Laß mich dich halten, und fest an mich tun. Ich streichle dich. Ich lege meinen Kopf auf dich und höre deinen Atem. O sprich zu mir. Du bist mit mir mein ganzes Leben gegangen, als ich aufgewacht bin. Du hast den Kopf zurückgeworfen, und über die Menschen geschaut, wenn ich schwach wurde. Du warst trotzig, dein Trotz hat mich vorwärts getrieben, wenn ich klein war. Du warst fest, ob du auch krank und matt warst, wenn ich schwankte. Du hast geglaubt, und ich habe geglaubt. Mein Liebstes, mein Mensch, meine Schwester, meine Frau, meine Kameradin! Jetzt drück dich an mich, jetzt gib mir deine zärtliche Hand. Meine Stunde ist da. Unsere Stunde ist da. Ich werde hin müssen, mich aufgeben im Blut. Sterben. Ich weiß es. Nichts anderes hilft mehr. Der Feind ist mitten unter uns. Mitten in der Stadt. Ich stoße überall auf ihn, ich kann ihn nicht greifen, er ist unsichtbar. Das ist nicht mehr Verrat! Nicht mehr ein Einzelner ist abgefallen. Sie siegen! Sie zersetzen die Stadt; sie durchdringen die Leiber und die Willen und lähmen sie. Das ist Untergang. DIE FRAU: Mein Liebster. Das ist auch meine Stunde. Was tust du? DER MANN: Die Stadt oder ich! Und vielleicht, wenn ich mein Leben zersprenge, brechen sie auf mit mir, unsere Brüder von der Erweckung opfern sich ganz hin; und ich weiß, unser Atem wird in das Volk strömen und sie alle zu freien Menschen emporbrennen! DIE FRAU: Du willst, und ich will!

La donna, l'uomo.

L'UOMO entra in scena, da destra: Amata, anima mia, corpo mio, amica mia! Lascia che ti tenga e ti stringa a me. Ti accarezzo. Appoggio il capo su di te e ascolto il tuo respiro. Oh, parlami. All’alba di ogni giorno della vita hai sempre camminato al mio fianco. Ti sei voltata indietro per gettare lo sguardo oltre gli uomini quando io ero debole per farlo. Eri ostinata, la tua ostinazione mi ha spinto ad andare avanti quando mi sentivo da meno. Anche se malata e stanca, sei stata un’àncora per la mia debolezza. Hai creduto e io ho creduto. Mia amata, mio prossimo, mia sorella, mia donna, mia compagna! Ora stringiti a me, ora dammi la tua tenera mano. È scoccata la mia ora. È scoccata la nostra ora. Dovrò andare, arrendermi nel sangue. Morire. Lo so. Non c'è altro da fare. Il nemico è in mezzo a noi. In mezzo alla città. Mi ci imbatto ovunque, non lo posso catturare, è invisibile. Non è più tradimento! Nessuno è un rinnegato. Vincono! Disintegrano la città; penetrano nei corpi e nelle volontà e li paralizzano! È la rovina. LA DONNA: Mio amato. È scoccata anche la mia ora. Cosa vuoi fare? L'UOMO: O la città o io! E forse, se faccio saltare in aria la mia vita, mi seguiranno in marcia, i nostri fratelli del risveglio, per immolare la propria vita; e io so, il nostro respiro fluirà tra il popolo che, come in una colonna di fuoco, innalza la propria libertà! LA DONNA: La tua volontà è la mia!

VIERZEHNTE SZENE - QUATTORDICESIMA SCENA

Vorige, der Kranke.

Der kranke Schiffsgefangene tritt aus der Versenkung auf.

DER SCHIFFSGEFANGENE: Endhch finde ich euch. Aus dem Heer der Bürger schicken sie mich zu den Sternbrüdern. DER MANN: Du bist es? Du sahst uns am Schiff, wußtest du darnach nicht, daß wir nicht maklern und nicht verraten? Die Bürgerbotschaft ist unseren Ohren ein hohler Schall. Du warst in unsrer Gemeinschaft. Warum tratest du zu den Bürgern, den Feinden? DER SCHIFFSGEFANGENE: Ich trat nicht zu den Bürgern. Ich gehöre zu euch. Ich bin von den Kleinen, nichts an mir fiel den Mißtrauischen auf. Ich bringe euch Gutes: Drüben die Armee der Feinde ist nicht mehr fest, die ist nicht mehr ein drohender Wald mit den zahllosen Stahlbäumen. Das Heer wird schwach. Tausende der Frauen aus dem Volk der Bürgerarmee rufen heute ihren Soldaten das Wort nach: „Menschen!" Die Männer recken die Fäuste zur Empörung, und man kann sie nicht mehr niederschlagen. Redner stehen plötzlich vor den Massen und rufen Hohn und Warnung über die Waffen. Das Heer der Bürger ist schwankend. Wir, die im stillen ihnen Zweifel einflüstern, haben Freunde. Ihr in der Stadt habt draußen Freunde. Hört mich: Sammelt alle Kraft, die ihr hier noch findet, macht einen Ausfall. Ein großer Angriff von euch, der letzte Tag der Gewalt, und ihr habt den Sieg über die Bürger! DER MANN: Du kamst als Freund. Aber du irrst: Wir bleiben. DER SCHIFFSGEFANGENE: Ihr bleibt? Ihr seid zu schwach? Das meint ihr nur. Ich sag euch dies: Auch die schwächste Macht, wenn ihr sie jetzt entschlossen aus der Stadt vorwärtstreibt, hat den Sieg über dies Heer. DER MANN: Wir bleiben. DER SCHIFFSGEFANGENE zur Frau: Hilf du mir. Die Frauen drüben sind nicht aufzuhalten in ihrem Ausbruch. DIE FRAU: Die Mauern fallen. DER SCHIFFSGEFANGENE zur Frau: Sie halten das Heer zurück. Ihr müßt sie bezwingen. Eifere du, daß eure Männer kämpfen. DIE FRAU: Ich rief sie. Ich weiß, dass es andere Mächte gibt, als den Sieg. Ich rufe nicht zum Kampf. DER SCHIFFSGEFANGENE: Ihr wollt nicht kämpfen? Dann kommt zu uns. Ruft die Brüder zusammen. Alle müssen herüber zu uns. Verlaßt die Stadt in Verkleidungen durch den unterirdischen Gang. Mischt euch unter das Volk, dringt ins Heer — sendet Angst und Verzweiflung unter das Volk drüben und in die Herzen der Soldaten. Ihr könnt das. Macht, daß sie zerfallen, daß sie untereinander sich morden. DER MANN: Nicht das ist unser Wille. Wir bleiben. DER SCHIFFSGEFANGENE: So hört mein letztes Wort, vom Freund, den ihr brüderlich gerettet habt. Kommt, kommt! Und sei es nur, um die Stadt zu verlassen. Wir verstecken euch. Wir retten euch. Bei uns drüben jenseits der Wälle und der Gräben, auf den weiten Ländern, seid ihr gerettet. Hier, inmitten der Tatenlosigkeit, findet ihr den gewissen Tod, mitsammen dem Tod der Stadt. DER MANN: Unsere Tat ist anders als die der Faust. Unsere Tat ist: Zu bleiben. DER SCHIFFSGEFANGENE: Ich kenne nur eure Bruderliebe, ich weiß nicht, wie stark ihr seid. Ich bin nur Einer aus den Vielen, ich habe euch Bericht zu sagen. Mehr vermag ich nicht. Aber daß ihr nicht kämpft, daß ihr bleibt, ist euer Verderben! DIE FRAU: Geh zurück und sag ihnen, daß wir nicht kämpfen. Sag es jedem, der noch lebendig hört. Ich weiß: dies wird größer sein als eine Schlacht. DER MANN: Sag ihnen, daß du uns den Tod gezeigt hast. Wir bleiben.

Gli stessi, il malato.

Il prigioniero della nave malato entra in scena dalla botola.

IL PRIGIONIERO DELLA NAVE: Finalmente vi trovo. L'esercito borghese mi manda dai fratelli stellari. L'UOMO: Sei tu? Ci hai visto alla nave; non sapevi che non accettiamo intermediari e non tradiamo? Il messaggio dei borghesi risuona alle nostre orecchie come un discorso vuoto. Facevi parte della nostra comunità. Perché sei passato dalla parte dei borghesi, dei nemici? IL PRIGIONIERO DELLA NAVE: Non sono passato dalla parte dei borghesi. Sono dei vostri. Appartengo agli umili, non ho fatto niente per cui dobbiate diffidare di me. Vi porto buone notizie: di là, l'esercito nemico non è più compatto, non è più una foresta minacciosa zeppa di alberi d'acciaio. L'esercito si sta indebolendo. Migliaia di donne dalle fila dell'armata borghese oggi gridano dietro ai soldati la parola: "Uomini!" Gli uomini allungano i pugni per l’indignazione e non si fanno più accoppare. Oratori compaiono all'improvviso davanti alle masse e lanciano grida di scherno e di monito contro le armi. L'esercito borghese sta cedendo. Noi, che in silenzio gli insinuiamo il dubbio, non siamo soli. Voi che siete in città avete amici là fuori. Ascoltatemi: raccogliete le forze di cui ancora disponete, tentate una sortita. Partite all’assalto: che sia l'ultimo giorno di violenza. Riportate la vittoria sui borghesi! L'UOMO: Sei venuto da amico. Ma ti sbagli: noi restiamo. IL PRIGIONIERO DELLA NAVE: Restate? Siete troppo deboli? Siete solo voi a pensarlo. Vi dico questo: anche la forza più debole vince sull’esercito se siete pronti, ora, a spingerla fuori, oltre i confini della città. L'UOMO: Restiamo. IL PRIGIONIERO DELLA NAVE rivolto alla donna: Aiutami. Dall'altra parte le donne sbraitano infuriate, sono inarrestabili. LA DONNA: Le mura cadono. IL PRIGIONIERO DELLA NAVE rivolto alla donna: Trattengono l'esercito. Voi dovete piegarli. Incita gli uomini alla lotta. LA DONNA: Li ho convocati. So che ci sono forze diverse dalla vittoria. Non esorto alla lotta. IL PRIGIONIERO DELLA NAVE: Non volete combattere? Allora venite da noi. Convoca i fratelli. Devono venire tutti di qua, da noi. Camuffatevi e lasciate la città tramite il passaggio sotterraneo. Mescolatevi tra il popolo, entrate nell'esercito - diffondete paura e disperazione nel popolo e nei cuori dei soldati dall’altra parte. Potete farlo. Che cadano in rovina, che si uccidano a vicenda. L'UOMO: Non è questa la nostra volontà. Noi restiamo. IL PRIGIONIERO DELLA NAVE: Ascoltate la mia ultima parola, la parola dell'amico che avete fraternamente salvato. Venite, venite! Sia solo per lasciare la città. Vi nascondiamo. Vi salviamo. Da noi di là, oltre i bastioni e le trincee, sui campi aperti, siete in salvo. Qui, fermi nell’inazione, vi aspetta la morte certa e con voi muore anche la città. L'UOMO: La nostra azione non è quella del pugno di forza. La nostra azione è restare. IL PRIGIONIERO DELLA NAVE: Conosco solo il vostro amore fraterno, non so quanto siete forti. Sono solo uno dei tanti, vengo solo per riferire. Più di questo non ho potuto fare. Ma non lottare e rimanere sarà la vostra sciagura! LA DONNA: Ritorna da loro e digli che noi non lottiamo. Dillo a tutti quelli che sono ancora vivi per prestare ascolto. Lo so: la battaglia che stiamo combattendo non sarà una semplice battaglia. L'UOMO: Di' loro che ci hai mostrato la morte. Noi restiamo.

FÜNFZEHNTE SZENE - QUINDICESIMA SCENA

Vorige, Anna.

ANNA tritt auf: Freunde, es beginnt! Die ersten Fabriken stehen still! DER MANN: Endlich! Zum Schiffgefangenen Eile! Schnell du zu den Deinen. Ruf ihnen zu von uns: „Die Arbeit ruht!" Nehmt eure Hände von den Maschinen und streckt sie uns herüber! — Auf der ganzen Erde, bald, umarmen sich Brüder! — Nun mehr als je, bleiben wir. Es ist der letzte Feuergang: Hindurch!

Gli stessi, Anna.

ANNA entra in scena: Amici, ha inizio! Le prime fabbriche si fermano! L'UOMO: Finalmente! Rivolto al prigioniero della nave: Presto! Di corsa dai tuoi. Grida loro che da noi "il lavoro si ferma!" Levate le mani dalle macchine e allungatecele da questa parte! - Sulla terra intera, presto, i fratelli si abbracciano - Ora più che mai, restiamo. È l'ultimo corridoio di fuoco: attraversiamolo!

Ende des dritten Aktes - Fine del terzo atto

VIERTER ART - QUARTO ATTO

Schauplatz wie im dritten Akt.

ERSTE SZENE - PRIMA SCENA

Nauke, der Führer der Bürger, die drei Bürger.

Nauke tritt auf. Mit ihm der Führer der Bürger und drei andere Bürger.

NAUKE zu den Bürgern: Ihr werdet es sehen, ihr werdet es glauben! Ich sag es euch! Ich besitze die große Macht, ich befehle dem Willen. Ihr seht mir das nicht an? Ihr zweifelt an mir? Ihr haltet mich für einen einfachen Mann? Ich sage euch, ich kann es, ich hab es gelernt; ich weiß, wie man's macht, ich war oft genug dabei auf unserer Fahrt. Nur gut wollen, und man hat jeden. Das Volk? Ihr wollt, daß das Volk nachgibt, die Arbeit aufnimmt, und daß sie milchzahm wie Kälber hinter euch herlaufen!? Sofort. Ich streife mir die Ärmel auf, ich rufe an, ich beschwöre — und eine Minute später habt ihr's! DER FÜHRER DER BÜRGER: Wir verstehen das nicht. Wenn du tun kannst, wie du redest, wirst du belohnt. Aber es ist das letzte Mal, daß wir auf dich hören. Wir irren seit Stunden durch die Stadt, und wir wissen nicht, warum wir nichts ausrichten. Wir haben den Besitz, wir haben die Macht, wir haben die Waffen, wir können alle zugrunde gehen lassen, die Widerstand leisten - und wir sehen nicht. wohin. Der Widerstand rückt breiig weich zurück. Wir sind am Ende. Jetzt, jetzt müssen wir siegen, sonst haben wir ums Nichts gekämpft.

Scena come nel terzo atto.

Nauke, il capo dei borghesi, tre borghesi.

Nauke entra in scena. Con lui il capo dei borghesi e i tre borghesi.

NAUKE rivolto ai borghesi: Lo vedrete, ci crederete! Ve lo dico io! Possiedo il potere supremo, comando la volontà. Non mi ritenete capace? Dubitate di me? Mi considerate un uomo semplice? Vi dico che posso, l'ho imparato; so come si fa, l'ho visto fare parecchie volte durante il nostro viaggio. Basta la buona volontà e si arriva a tutti. Il popolo? Volete che il popolo ceda, riprenda a lavorare e vi corra dietro docile come vitelli in cerca di latte? Subito. Mi rimbocco le maniche, imploro, scongiuro - e un minuto dopo è in mano vostra! IL CAPO DEI BORGHESI: Non capiamo. Se puoi fare come dici, ti spetta una ricompensa. Ma è l'ultima volta che ti diamo ascolto. Giriamo da ore per la città, senza sapere perché non concludiamo nulla. Siamo i possessori, abbiamo il potere, abbiamo le armi, possiamo mandare in rovina chiunque, opporre resistenza, - eppure non vediamo dove stiamo andando. La resistenza retrocede molle come pappa. Siamo alla fine. Ora, ora dobbiamo vincere, altrimenti abbiamo lottato per niente.

ZWEITE SZENE - SECONDA SCENA

Vorige, der Mann, die Frau.

Der Mann und die Frau treten unbemerkt auf.

DER MANN im Hintergrund: Ah, — dort, die Bürger! Endlich, endlich zu greifen! Endlich ihnen gegenüber! NAUKE zu den Bürgern: Bürger, ich helf euch, wie ich es versprach. Und nun bin ich Gouverneur und Sohn des Geistes! Macht wichtige Gebärden: Auf, Volk, höre mich! Ich befehle deinem Geiste! Hier stehe ich, ein Sohn des Geistes, und ich gebiete dir mit meinem Willen! Wichtige Gebärden im Kreise. — Stille. — Alles bleibt still. Gutes Zeichen. — Auf, Volk, tu, was ich dir sage und was ich will. Ich beschwöre dich bei Totenkopf und gekreuzten Knochen: Folge mir! Hier stehen deine Wohltäter! Sie sind reich, und können dich beschenken, sie sind mächtig und können dich in ihre Dienste nehmen, sie sind bewaffnet und können dir das Leben lassen! Auf, Volk, Geist des Volkes, gehorch ihnen, folge ihnen! Erscheine, erscheine! DER MANN tritt hervor: Schweig mit deinem Kram. NAUKE: Ich wußte es! Gewonnen, sie kommen! Das ist der Wille. DER MANN: Das ist nicht der Wille, das ist Mißverstand! Ein Verräter weiß nie das Ziel, das die Herzen der Menschen emporreißt. Geh! Was du treibst, ist Jahrmarkt! FÜHRER DER BÜRGER: Wer bist du? Bist du zu packen? DER MANN: Ihr da, Bürger! Ihr steht in euren Masken, als wäret ihr erfundene Maschinen, um die Welt schauern zu lehren! Was ihr seid, wissen wir. Bomben tragt ihr auf dem Rücken, und wenn ihr sie gegen uns werft, springt nur diese Erde entzwei in ärmlichen Schutt und ewige Verwesung. Ihr könnt uns morden; ihr erstickt nicht den ewigen Menschen! FÜHRER DER BÜRGER: Bist du die Macht, die in der Stadt gegen uns wirkt, die wir nicht sehen und nicht finden können? DER MANN: Die Macht? Die Macht seid ihr! Ich bin die Machtlosigkeit! Wir sind die heilige Machtlosigkeit, in die ihr ohne Halt hineinstürzt, und je mebr ihr preßt und mordet, um so mehr umhüllt euch unsere göttliche Machtlosigkeit, und ihr gleitet eine glatte Schräge hinab in die Höhle, aus der ihr nicht mehr herausfindet! Wer seid ihr? Schlagt eure Masken zurück, die finsteren Masken, die ihr zum Schutz vor uns tragt! Herunter mit euren widerlichen Grauensmasken, Bürger, daß man euch ins Gesicht sieht. Herunter! Und man sieht: Aus eurer Furcht- und Schreckensrüstung quillt das ganz gewöhnliche, platte, niedrig fleischige Bürgergesicht!

Gli stessi, l'uomo, la donna.

L'uomo e la donna entrano in scena di soppiatto.

L'UOMO nello sfondo: Ah, - là, i borghesi! Finalmente, finalmente vicini! Finalmente in loro presenza! NAUKE rivolto ai borghesi: Borghesi, vi aiuto come promesso. E adesso sono io, il governatore e il figlio dello spirito! Compie gesti per darsi un tono d’importanza. Avanti popolo, ascoltami! Comando il tuo spirito! Eccomi, un figlio dello spirito, e ti intimo con la mia volontà! Gesti d'importanza che roteano per l’aria. - Silenzio. - Tutto tace. Buon segno. - Avanti popolo, fa' ciò che ti dico e che voglio. Ti scongiuro di fronte al timor di morte: seguimi! Ecco i tuoi benefattori! Sono ricchi e ti possono fare regali, sono potenti e possono prenderti a servizio, sono armati e possono lasciarti vivere! Avanti popolo, spirito del popolo, ubbidisci loro, seguili! Fatti vedere, fatti vedere! L'UOMO si fa avanti: Piantala con queste fandonie. NAUKE: Lo sapevo! È fatta, arrivano! È la volontà. L'UOMO: Non è la volontà, è il malinteso! Un traditore non sa mai cos'è che trascina in alto i cuori degli uomini. Va’! Non fai che un gran baccano! IL CAPO DEI BORGHESI: Chi sei? Sei un nemico? L'UOMO: Eccovi, borghesi! Ve ne state nelle vostre maschere come se foste macchine inventate per insegnare al mondo il terrore! Sappiamo cosa siete. Portate bombe sulla schiena; quando ce le lanciate contro, questa terra si spacca in due lasciando solo delle povere macerie in eterna putrescenza. Ci potete uccidere; non soffocate l'eterno essere umano! IL CAPO DEI BORGHESI: Sei il potere che in città agisce contro di noi, che non vediamo e non possiamo trovare? L'UOMO: Il potere? Voi siete il potere! Io sono l'impotenza! Noi siamo la sacra impotenza, in cui voi cadete a precipizio senza fermarvi, e nulla può la vostra forza omicida contro la nostra divina impotenza: avvolti dal suo manto, scivolate giù lisci lungo la china del vuoto, nel vuoto da cui non sapete più risalire! Chi siete? Fate cadere le maschere, le protezioni truci che portate per difendervi da noi! Abbassate queste repellenti maschere dell'orrore, borghesi, e fatevi vedere in faccia. Abbassetele! Ed ecco cosa si vede: dalla vostra possente armatura terrificante sgorga la faccia borghese ordinaria, scialba, volgarmente carnosa!

DRITTE SZENE - TERZA SCENA

Vorige.

Es treten auf: der Gouverneur, Klotz, Anna, Offizier, die beiden alten Gefangenen.

FÜHRER DER BÜRGER: Du sprichst als Feind. Ich weiß nicht, warum du feindlich bist, — was wollt ihr? Wir verstehen es nicht. Wir wollen eure Freundschaft. Wir wollen euch glücklich machen! DER MANN: Ihr hört in uns nur den Feind, weil ihr uns nicht versteht. Ihr versteht uns nicht, weil ihr nicht wissen wollt, daß wir die ewige Wahrheit des Lichts in alle Zukunft sind! FÜHRER DER BÜRGER: Ah, nur ihr seid die Wahrheit, und wir sind nichts. Ist das eure Gerechtigkeit? DER MANN: Die höchste Gerechtigkeit, göttliche Erden-Gerechtigkeit! Wir, die Söhne der Erde, wir, das Volk, sind die Wahrheit. Und ihr, nein, ihr seid es nicht, ihr seid die Gewalt, und die Bestechung, und die Knebelung, und der Verrat, und die Maske der Finsternis! FÜHRER DER BÜRGER: Wir wollen euch glücklich machen. Und euer Glück, ist das nichts? DER MANN: Nichts! Wir brauchen euer Glück nicht. Es gibt kein Glück. Es gibt nur unser Leben, und unsere Arbeit und unsere Schöpfung. Das Glück ist euer Köder. Glück, das habt ihr erdacht, um uns zu kaufen! FÜHRER DER BÜRGER: Nenn es kaufen - wir sagen Vertrag. DIE ANDEREN BÜRGER: Vertrag! FÜHRER DER BÜRGER: Fordert. Wir geben euch. Wir machen euch reich und satt. Wir geben euch Ämter und Wagen, wir zahlen euch zu und geben euch Macht. DIE ANDEREN BÜRGER: Ämter! Macht! DER MANN: Was wollt ihr dafür? FÜHRER DER BÜRGER: Endlich, dieses Wort! - Wir wollen das Volk. Sprecht zum Volk. Macht, daß es ist, wie es früher war, wie es immer war! Dann hat es das Glück. DER MANN: Wir dürfen nicht. FÜHRER DER BÜRGER: Dürft nicht? Ihr? Und seid doch die Führer! DER MANN: Wir sind nicht die Führer. FÜHRER DER BÜRGER: Ihr seid nicht die Führer? — Dann — wo sind die Führer? DIE ANDEREN BÜRGER: Eile. Die Führer! DER MANN: Irgendwo gab es einmal Führer. Es gibt keine Führer mehr. Wir sind Menschen. Wir sind vom Volk. Ihr wollt uns kaufen? Ihr kauftet nur Einzelne, Wesen, die absterben, wie ihr im Moment, da ihr sie kauft. Nie werdet ihr das Volk kaufen! FÜHRER DER BÜRGER: Und wenn ihr die Führer nicht seid, wenn Führer nicht mehr sind — was will das Volk? DER MANN: Das Volk will leben. Leben miteinander. Freiheit. Neue Völker zeugen. Die Erde, auf der wir stehen, zu einem einzigen Leib machen, zum Leib des Himmels, der empfängt und gebiert, der seine Nahrung strömt für alle, die er gebar. FÜHRER DER BÜRGER: Schwärmt. Aber wir haben die Macht. DIE ANDEREN BÜRGER: Macht! DER MANN: Ich schwärme nicht mehr. Die Wirklichkeit hat begonnen — die Macht ist aus. Wir wollen die Macht nicht, wir brauchen die Macht nicht mehr. Eure Macht hat verloren. Wir, die Machtlosen, wir, die nichts haben als unser Leben, unsern Willen, unsere Hände, Millionen Menschenhände, wir kneten schon an unserer neuen Erde — und ihr droht uns die Macht? Ich zerblase eure Macht, eure Rüstungen, eure schweren Fleischklumpen, wir zerblasen eure Drohung! FÜHRER DER BÜRGER: Das sind Fremde. DER MANN: Euch ist jeder fremd, der die Zukunft schafft. Ihr seid Einzelne, ihr wollt die ruchlose Macht für den Einzelnen. Wir sind das Volk, wir wollen nur das Leben. FÜHRER DER BÜRGER: Feindschaft also? DER MANN: Eure Feindschaft zerstört euch selbst. Eure Feindschaft lebt nur noch bei euch; uns ist sie vergangen, uns ist sie verweht und vergessen, wie eure Giftgase, die einmal noch unsere Freunde morden konnten, aber die dann in die Luft zerströmten und rück auf euch euer eigenes Gewissen zerätzten. Ihr seid uns nicht mehr Gefahr. Wir haben das neue künftige Leben uns selbst abzukämpfen. Zurück mit euch in die Reihen eurer Auflösung, hinab mit euch in die Dunkelheit eurer Gewalt. Vernichtet seid ihr. Geht! DIE ANDEREN BÜRGER: Kampf! DER MANN: Zu spät!

Die drei Bürger tauchen in die Versenkung.

DIE FRAU, ANNA, GOUVERNEUR, KLOTZ, OFFIZIER, DIE BEIDEN ALTEN GEFANGENEN jubelnd: Zu spät! FÜHRER DER BÜRGER zu Nauke: Du vermochtest nichts. Prahlerei. Du hast gelogen. Du hast uns betrogen! Zu den Brüdern: Ihr kamt selbst vom Bürger — nun bekämpft ihr den Bürger! Aber hütet euch vor der Stunde eures Lebens, wo ihr hinter den Kampf blickt und erkennen werdet, daß der Sturz der Bürger euer eigener Fall ist! DER MANN: Das ist nicht Drohung, das ist Hoffnung! Geht eure Vernichtung nur über unsern eignen Sturz? So reißen wir unser Leben heraus aus dieser Welt! FÜHRER DER BÜRGER: Die Zeit reißt ihr mit den Wurzeln aus der Erde! DER MANN: Deine Zeit ist verwest! Eine neue Ewigkeit beginnt! FÜHRER DER BÜRGER: Ihr lehrt uns Gewaltlosigkeit — damit habt ihr alle Gewalt der Welt gegen euch! Stirb in deiner neuen Ewigkeit!

Den andern Bürgern nach. Ab. Nauke bleibt.

Gli stessi.

Entrano in scena: il governatore, Klotz, Anna, l'ufficiale, i due vecchi prigionieri.

IL CAPO DEI BORGHESI: Parli da nemico. Non so perché sei ostile, - cosa volete? Non lo capiamo. Vogliamo la vostra amicizia. Vogliamo rendervi felici! L'UOMO: In noi volete vedere solo il nemico perché non ci capite. Non ci capite perché non volete riconoscere che noi siamo la verità eterna della luce nel futuro di ognuno! IL CAPO DEI BORGHESI: Ah, adesso siete la verità, mentre noi siamo niente. È questa la vostra giustizia? L'UOMO: La giustizia suprema, la giustizia divina sulla terra! Noi, i figli della terra, noi, il popolo, siamo la verità. E voi, no, non lo siete: voi siete la violenza e la corruzione e l'imbavagliamento e il tradimento e la maschera delle tenebre! IL CAPO DEI BORGHESI: Vogliamo rendervi felici. E la felicità per voi non conta niente? L'UOMO: Niente! Non abbiamo bisogno della vostra felicità. Non esiste alcuna felicità. Esistono solo la nostra vita, il nostro lavoro e la nostra opera. La felicità è l’esca con cui ci prendete all’amo. Felicità: l'avete inventata voi per comprarci! IL CAPO DEI BORGHESI: Chiamalo comprare - noi lo chiamiamo contratto. GLI ALTRI BORGHESI: Contratto! IL CAPO DEI BORGHESI: Chiedete. Ve lo diamo. Vi rendiamo ricchi e sazi. Vi diamo cariche e vetture, vi paghiamo di più e vi diamo il potere. GLI ALTRI BORGHESI: Cariche! Potere! L'UOMO: Cosa volete in cambio? IL CAPO DEI BORGHESI: Finalmente l'avete detto! - Vogliamo il popolo. Parlate al popolo. Fate in modo che tutto ritorni com'era prima, com'è sempre stato! Poi gli arriva la felicità. L'UOMO: Non possiamo. IL CAPO DEI BORGHESI: Non potete? Voi? Ma non siete i capi! L'UOMO: Non siamo i capi. IL CAPO DEI BORGHESI: Non siete i capi? - Allora - dove sono i capi? GLI ALTRI BORGHESI: Presto, di corsa. I capi! L'UOMO: C’erano una volta i capi, da qualche parte. Non esistono più. Siamo uomini. Siamo del popolo. Volete comprarci? Comprereste solo individui, creature che muoiono, come voi morite nel momento in cui le comprate. Non comprerete mai il popolo! IL CAPO DEI BORGHESI: E se non siete i capi, se i capi non esistono più - cosa vuole il popolo? L'UOMO: Il popolo vuole vivere. Vivere gli uni con gli altri. Libertà. Generare nuovi popoli. Rendere la terra su cui stiamo un unico corpo, il corpo del cielo, che concepisce e partorisce, che diffonde il suo nutrimento a chi ha dato la vita. IL CAPO DEI BORGHESI: Fantastica pure. Ma noi abbiamo il potere. GLI ALTRI BORGHESI: Potere! L'UOMO: Non fantastico più. La realtà è iniziata - il potere è finito. Non vogliamo il potere, non ne abbiamo più bisogno. Il vostro potere ha perso. Noi, gli impotenti, noi, che non abbiamo altro che la nostra vita, la nostra volontà, le nostre mani, milioni di mani umane, stiamo già plasmando la nuova terra - e voi ci minacciate con il potere? Con un soffio distruggo la vostra autorità, le vostre armature, i vostri pesanti ammassi di carne, con un soffio distruggiamo le vostre minacce! IL CAPO DEI BORGHESI: Sono estranei. L'UOMO: Per voi chiunque lavori per il futuro è un estraneo. Voi siete singoli individui, volete l’empio potere per il singolo. Noi siamo il popolo, vogliamo soltanto la vita. IL CAPO DEI BORGHESI: Ostilità dunque? L'UOMO: La vostra stessa ostilità vi distrugge. La vostra malevolenza vive ormai solo per voi; per noi è passata, per noi si è dispersa al vento ed è dimenticata, come i vostri gas tossici, che inflissero un colpo mortale ai nostri compagni amici, ma poi si dileguarono nell'aria, tornando da voi per corrodervi la coscienza. Non siete più un pericolo per noi. Avanziamo uniti e con tenace affanno verso il futuro, verso la nuova vita. Ritornate indietro nelle fila della vostra dissoluzione, affondate nelle tenebre della vostra violenza. Siete annientati. Andate! GLI ALTRI BORGHESI: Battaglia! L'UOMO: Troppo tardi!

I tre borghesi spariscono nella botola.

LA DONNA, ANNA, IL GOVERNATORE, KLOTZ, L'UFFICIALE, I DUE VECCHI PRIGIONIERI esaltando: Troppo tardi! IL CAPO DEI BORGHESI rivolto a Nauke: Tu, buono a nulla. Vanagloria. Hai mentito. Ci hai ingannato! Rivolto ai fratelli: Adesso combattete il mondo borghese di cui voi stessi facevate parte! Ma guardatevi dall'ora della vita, quando volgendo lo sguardo alla lotta, vi accorgerete che la caduta dei borghesi sarà la vostra rovina! L'UOMO: Questa non è una minaccia, è una speranza! Il vostro annientamento passa soltanto attraverso la nostra caduta? Così strappiamo via la nostra vita da questo mondo! IL CAPO DEI BORGHESI: Voi sradicate il tempo dalla terra! L'UOMO: Il tuo tempo è putrido! Inizia una nuova eternità! IL CAPO DEI BORGHESI: Ci insegnate la non violenza - con questo atteggiamento avete contro tutta la violenza del mondo! Muori nella tua nuova eternità!

Dietro agli altri borghesi. Escono di scena. Nauke rimane.

VIERTE SZENE - QUARTA SCENA

Vorige ohne den Bürger und die drei Bürger.

DER MANN: Die Gewalt gegen uns — die letzte Gewalt! NAUKE hinter den Bürgern her: Ich verstehe nicht. Auf dem Schiff ist es immer gegangen. So bleibe doch, so höre doch. Ich versuch es noch einmal — früher ist es doch immer geglückt! — Er ist fort! Was ist denn das? Was mach ich denn? Ich verstehe nicht! Erblickt die Brüder. Ah, ihr! Sagt mir, wie kommt es, daß ich's nicht traf? Ich fühlte, wie mein Wille an die Luft prallte und zerbrach. Was geschah? Ich versteh nicht. Ich tat, was wir auf dem Schiffe taten, und diesmal ging es nicht! Sagt mir! — DIE FRAU: Uns fragst du? Du? Ein Verräter! NAUKE: Ah — ja! Ich vergaß! Ihr nennt mich Verräter. Aber wenn ich tue wie ihr — ist es dann nicht gleich, wozu? KLOTZ: Nein, es ist nicht gleich. Du nahmst unsere Worte — aber ohne unser Ziel sind sie tote Leichenhüllen — und dientest mit ihnen den Feinden! Verräter! NAUKE: Verräter! — Verräter! So leicht wird das gesagt. Verräter? Aber ich verstehe nicht! DER GOUVERNEUR: Was wir in Gemeinschaft tun müssen für alle, in höchster Liebe und in der Hingabe des Herzens und des Lebens, das tatest du allein, als Einzelner, aus Machtlust und Betrug. Um Lohn. Für die Gewalt! Darum Verräter! NAUKE: Ich verstehe nicht. Ich tat wie ihr. Wo ist der Betrug? Sieht auf die beiden alten Gefangenen. Sind die beiden Alten mehr als ich? Sieht auf den Offizier. Ist der Junge stärker als ich? Auf Anna. Bei der lag ich — ist die größer als ich? Ihr sagt, ich ein Verräter? Ah, es wird klar, ihr habt mich heimlich umstellt, ihr habt mich in eine Falle gelockt, um mich schwach zu machen, um mir mein Echo zu zerschneiden, um mich bloßzustellen! Ich Betrug!? Ihr seid die Betrüger! Ihr habt vor mir gegaukelt und habt mich glauben lassen, auch ich könnte wie ihr. Betrüger! Verräter, Verräter — ihr! Feinde sagt ihr? Den Feinden dien ich? Den Bürgern? Und ihr? — ihr Lügner! Bürger seid ihr, ihr selbst! Bürger! Ausbeuter. Zum Mann: Du bist ein Bürgersöhnchen! Zu Klotz: Du bist ein Geheimredner und treibst Volksschacher! Zum Gouverneur: Du bist ein ehemaliger Gouverneur — das kannst du nie vergessen! Ihr habt mich verlockt, ihr habt mich betrogen, ihr habt mich um mein frohes Leben gebracht. Ich verfluche euch. Ich hasse euch! Ihr sollt es zahlen! Volk, Volk, hier sind deine Feinde, hier sind deine Ausbeuter, hier sind die Bürger. Die Betrüger. Die Verräter.

Er stürzt hinaus.

Von draußen: Volk, Volk! Greif die Betrüger!

Gli stessi senza il borghese e i tre borghesi.

L'UOMO: La violenza contro di noi - l’estrema violenza! NAUKE dietro ai borghesi: Non capisco. Sulla nave è sempre andata bene. Ma rimani, ascolta. Ci riprovo ancora una volta - prima è sempre riuscito! Se n'è andato! Ma cos’è? Cosa faccio? Non capisco! Scorge i fratelli. Ah, voi! Ditemi, perché non ci ho azzeccato? Sentivo come se la mia volontà andasse a sbattere contro l'aria e si spezzasse. Cos’è successo? Non capisco. Ho agito come voi sulla nave, ma questa volta non è andata! Ditemi! LA DONNA: E lo chiedi a noi? Tu? Traditore! NAUKE: Ah - sì! Dimenticavo! Mi chiamate traditore. Ma se faccio quello che fate voi - non è la stessa cosa, perché? KLOTZ: No, non è la stessa cosa. Hai preso le nostre parole - ma senza il nostro intento, sono morti veli funebri - e le hai usate per rendere un servizio al nemico! Traditore! NAUKE: Traditore! - Traditore! Si fa presto a dire. Traditore? Ma non capisco! IL GOVERNATORE: Ciò che è nostro dovere fare in comunione per tutti, con tutto l'amore e la dedizione del cuore e della vita, tu lo hai fatto da solo, come individuo singolo, per brama di potere e per inganno. Per denaro. Per la violenza! Pertanto sei un traditore! NAUKE: Non capisco. Ho agito come voi. Dov'è l'inganno? Guarda i due vecchi prigionieri. I due vecchi valgono più di me? Guarda l'ufficiale. Il giovane è più forte di me? Guarda Anna. Ho giaciuto con lei - è migliore di me? Dite che sono un traditore? Ah, è chiaro, mi avete teso un agguato di nascosto, mi avete attirato in una trappola per rendermi debole, per tagliare a pezzi la mia eco, per umiliarmi! Io, l’inganno!? Siete voi gli impostori! Mi avete incantato voi con i vostri giochi di prestigio e mi avete fatto credere voi che anch'io avrei potuto farli. Impostori! Traditori, traditori - voi! Voi dite nemici? Io servo il nemico? I borghesi? E voi? - Voi bugiardi! Siete voi i borghesi, voi stessi! Borghesi! Sfruttatori. Rivolto all'uomo: Tu sei un figlioletto borghese! Rivolto a Klotz: Tu sei un oratore segreto e un trafficante di popolo! Rivolto al governatore: Tu sei un ex governatore - te lo sei già dimenticato! Mi avete sedotto, mi avete ingannato, mi avete portato via il mio bel vivere. Vi maledico. Vi odio! La dovete pagare! Popolo, popolo, ecco i tuoi nemici, ecco i tuoi sfruttatori, ecco i borghesi. Gli impostori. I traditori.

Si lancia fuori.

Da fuori: Popolo, popolo! Acciuffa gli impostori!

FÜNFTE SZENE - QUINTA SCENA

Vorige ohne Nauke.

ERSTER ALTER GEFANGENER: Einmal war er ein Kamerad! DER MANN: Waren wir selbst nicht damals in Verwesung, Grab, Irre? KLOTZ: Das Gewesene ist abgefallen wie der alte Leib aus der Vergangenheit. Heut sind wir sehnig. Nicht einmal Verzweiflung treibt uns heut mehr. Wir haben die Gewißheit. Heut gilt es unser Letztes, unsern Willen, und das höchste Wunder oder den Untergang! ERSTER ALTER GEFANGENER lauschend: Sie kommen. Das Volk. Sein Puls beginnt zu schlagen!

Gli stessi senza Nauke.

IL PRIMO VECCHIO PRIGIONIERO: Un tempo era un compagno! L'UOMO: Ma non eravamo anche noi prima nel marcio, sottoterra, nel falso? KLOTZ: Ciò che è stato si è staccato come il vecchio corpo ha fatto col passato. Oggi abbiamo tendini vigorosi. Nemmeno la disperazione ci assale più, oggi. Abbiamo la certezza. Oggi contano il nostro fine ultimo, la nostra volontà e il miracolo supremo o il crepuscolo! IL PRIMO VECCHIO PRIGIONIERO in ascolto: Arrivano. Il popolo. Il suo polso inizia a battere!

SECHSTE SZENE - SESTA SCENA

Vorige, Volk, der junge Mensch.

Einige vom Volk kommen: Ich friere heute. — Ich arbeite nicht weiter. — Nein, ich rühre keine Hand mehr! JÜNGER MENSCH stürzt auf: Eine Zeitung, ich will eine Zeitung haben! Ich habe endlos lange keine Zeitung mehr gesehen! Wer hat eine Zeitung? ERSTER ALTER GEFANGENER: Was soll jetzt eine Zeitung? JUNGER MENSCH: O du begreifst nicht! Ich muß sehen, was in der Welt vorgeht! ERSTER ALTER GEFANGENER: Hier unter euch geht am meisten vor! JUNGER MENSCH: Wir wissen das nicht. Die Gerüchte sausen wie die Wolken über unsere Köpfe hin. Einige sagen, die Bürger sind mitten unter uns und haben unsichtbar jeden Punkt der Stadt besetzt, um uns alle niederzumachen. Dann heißt es wieder, wir hätten Beistand bekommen: eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, die keiner kennt, seien da. Sie bringen Licht und Heizung und Essen, soviel man nur braucht — Brot! Und dann haben sie unendliche Mengen Munition und neue Waffen, mit denen man die größten Heere niederschlägt. DER MANN: Brot, sagst du, hätten die Brüder. JUNGER MENSCH: Ja, die Brüder, das sind sie! GOUVERNEUR: Und Waffen? JUNGER MENSCH: Wüßten wir nur, wo wir zu ihnen stoßen könnten, wir wären gerettet: Essen und Waffen! KLOTZ: Bist du sicher, daß ihr mit den Waffen über die Bürger siegen würdet? JUNGER MENSCH: Wir sind am Zusammenfall. Schlimmer wird es nicht.

Gli stessi, popolo, il giovane.

QUALCUNO DEL POPOLO arriva: Ho freddo oggi. - Non lavoro più. - No, non muovo più una mano! IL GIOVANE entra di corsa: Un giornale, voglio un giornale! È da un sacco di tempo che non vedo più un giornale! Chi ha un giornale? IL PRIMO VECCHIO PRIGIONIERO: A cosa ti serve un giornale ora? IL GIOVANE: Oh, ma non capisci! Voglio vedere cosa succede nel mondo! IL PRIMO VECCHIO PRIGIONIERO: Qui tra voi accadono più cose che altrove! IL GIOVANE: Non lo sappiamo. Le voci sfrecciano veloci come nubi sopra le nostre teste. Alcuni dicono che i borghesi sono tra noi e hanno occupato di soppiatto ogni angolo della città per ucciderci tutti. Poi si dice ancora che saremmo stati aiutati: ci sarebbe una comunità di uomini e di donne che nessuno conosce. Portano luce e riscaldamento e cibo quanto occorre - pane! E poi hanno infinite quantità di munizioni e armi nuove per rovesciare gli eserciti più potenti. L'UOMO: Pane, dici, avrebbero i fratelli. IL GIOVANE: Sì, i fratelli, sono loro! IL GOVERNATORE: E armi? IL GIOVANE: Se solo sapessimo come fare per unirci a loro, saremmo salvi: cibo e armi! KLOTZ: Sei sicuro che vincereste sui borghesi con le armi? IL GIOVANE: Stiamo precipitando. Peggio di così non può andare.

SIEBENTE SZENE - SETTIMA SCENA

Vorige, Greis, Volk.

GREIS stürzt auf, mit ihm Volk: Waffen! Waffen! Irgendwo sollen Waffen sein! Die Bürger sind in der Stadt. Um uns rückt die schwarze Mauer von Stahl und Gas heran und würgt uns zusammen! JUNGER MENSCH: Weißt du nicht, wo Waffen sind? Ich weiß es nicht!

Gli stessi, il vecchio, popolo.

IL VECCHIO si precipita, con lui il popolo: Armi! Armi! Da qualche parte devono esserci le armi! I borghesi sono in città. Tutt’intorno avanza il muro nero d'acciaio e di gas che ci strozza! IL GIOVANE: Non sai dove si trovano le armi? Io non lo so!

ACHTE SZENE - OTTAVA SCENA

Vorige. Das ganze Volk kommt. Junge, Alte, der Bucklige, der Krüppel.

JUNGER MENSCH zum Volk: Wir finden sie nicht. Es ist nur ein Gerücht. Die Brüder sind nicht da. GREIS: Es gibt keine Waffen. VOLK Wehgeschrei: Untergang! JUNGER MENSCH: Es gibt kein Brot! VOLK: Hungertod! STIMMEN AUS DEM VOLK: Alles zu Ende! DER BUCKLIGE: Es lohnt nichts mehr. Wir sterben doch. Verrecken vor Hunger oder werden erschlagen. DER KRÜPPEL: Dann sterben wir lustig! Die Weiber sollen lachen, da erstickt sich's leichter in der Lust! DIE FRAU: Der Zerfall ist im Volk. Bin ich das, bist du das, waren wir das? O armes, lebendes Geschwür, das verwesend von der Erde abblättert! Kann ich noch helfen? DER MANN: Verfaulung. Ganz tiefer Sturz — und ich sehe den Aufstieg. Wir können helfen. Neues Blut in sie. Unser Blut! Zu Klotz: Hilf auch du! Zum Volk: Freunde, heute feiern wir! KLOTZ: Alle Arbeit, Brüder, alle Arbeit liegt still! VOLK Gelächter. Plötzlicher Jubel. Drängt hin und her: Alle Arbeit still. — Wir feiern schon lang! JUNGER MENSCH: Sterben, und keine Freundschaft; ohne Freundschaft sterben müssen! EINE FRAU AUS DER MENGE: Ach, ich mag nicht mehr. Laßt mich. Genug. Ich will sterben. JUNGER MENSCH auf dem Boden, schwach: Ich kann nicht mehr. GREIS: Ich friere so. Wärme mich. VOLK wird schnell starr und schwach: Sterben? GREIS: Sterben. Alles ist hell und kalt wie Kristall! DER MANN zum Volk: Brüder! Haltet aus. Verzweifelt nicht! STIMME AUS DEM VOLK: Was willst du? DER MANN: Eure Rettung! DER BUCKLIGE: Wer spricht zu uns von Rettung? DER MANN: Die Brüder! DAS VOLK springt auf: Rettung! Brot! Waffen! Sieg! DER GOUVERNEUR: Ja, Sieg! Aber Sieg ohne Waffen! DER BUCKLIGE: Ohne Waffen? DER GOUVERNEUR: Wir haben keine Waffen. DER KRÜPPEL: Ihr bringt uns Brot? KLOTZ: Wir haben kein Brot! DER MANN: Wir bringen euch die Kraft!

Gli stessi. Arriva tutto il popolo. Giovani, vecchi, il gobbo, lo storpio.

IL GIOVANE rivolto al popolo: Non li troviamo. È solo una voce. I fratelli non ci sono. IL VECCHIO: Non ci sono armi. POPOLO grida di dolore: Rovina! IL GIOVANE: Non c'è pane! POPOLO: Morire di fame! VOCI DAL POPOLO: È la fine! IL GOBBO: A che scopo ormai. Moriamo. Crepiamo di fame o ci accoppano. LO STORPIO: Ma moriamo di buon umore! Le donne devono ridere perché è più facile soffocare ridendo! LA DONNA: Il popolo sta cadendo a pezzi. Sono io, sei tu, eravamo noi? Oh, misera ulcera vivente che si stacca putrescente dalla terra! Posso ancora essere utile? L'UOMO: Putrefazione. Caduta a precipizio - ma vedo come risalire. Possiamo aiutare. Alla terra nuovo sangue. Il nostro! Rivolto a Klotz: Dai una mano anche tu! Rivolto al popolo: Amici, oggi festeggiamo! KLOTZ: Tutto il lavoro, fratelli, tutto il lavoro si ferma! POPOLO Risate. Improvvise grida di giubilo. Spinte da ogni parte: Tutto il lavoro si ferma. - Già da tempo è iniziata la festa! IL GIOVANE: Morire e non avere amici; dover morire senza amicizia! UNA DONNA DALLA FOLLA: Ah, non ne posso più. Lasciatemi. Basta. Voglio morire. IL GIOVANE per terra, debole: Non ce la faccio più. IL VECCHIO: Tremo di freddo. Riscaldami. POPOLO diventa di colpo rigido e debole: Morire? IL VECCHIO: Morire. Tutto rifulge limpido come cristallo! L'UOMO rivolto al popolo: Fratelli! Resistete. Non disperate! VOCI DAL POPOLO: Cosa vuoi? L'UOMO: La vostra salvezza! IL GOBBO: Chi ci parla di salvezza? L'UOMO: I fratelli! IL POPOLO salta su: Salvezza! Pane! Armi! Vittoria! IL GOVERNATORE: Sì, vittoria. Ma senza armi! IL GOBBO: Senza armi? IL GOVERNATORE: Non abbiamo armi. LO STORPIO: Ci portate il pane? KLOTZ: Non abbiamo pane! L'UOMO: Vi portiamo la forza!

NEUNTE SZENE - NONA SCENA

Vorige, Nauke.

NAUKE stürzt auf: Betrug! Da sind sie! Greift sie! Nieder mit den Schwindlern. Schlagt sie nieder, die Schufte, sie bringen euch Unglück, sie bringen jedem Menschen Unglück! Schlagt sie tot! Sie lügen euch an. Sie sind schuld, daß ihr vor Hunger zugrunde geht. Sie sind schuld, daß ihr mit den Bürgern im Kampf seid. Ohne sie hättet ihr Essen und ruhiges Leben! Die Bürger sind über euch, ihr seid besiegt! Erschlagt die falschen Brüder, das ist eure einzige Rettung vor den Bürgern, sonst werdet ihr selbst niedergemacht. DER MANN: Volk, hör mich! Die Bürger sind besiegt! NAUKE: Lüge, sie sind auf dem Marsch gegen euch. DER MANN: Wir alle, ihr und wir, sind stärker als alle Bürger der Welt! DER KRÜP PEL: Wem kann man glauben? DER BUCKLIGE: „Wir"? Wer ist das — „wir"? KLOTZ: „Wir", das sind wir alle hier, alle Völker der Erde, alle, die arbeiten, denken, leben wollen! NAUKE: Spion! Agent! STIMMEN AUS DEM VOLK: Zurücknehmen! Nimm das zurück! Beweis! NAUKE holt zum Reden aus: Volk! Helden! . . . STIMMEN AUS DEM VOLK: Es gibt keine Helden! Nieder mit dem Kerl! Nimm das Wort zurück! ANDERE STIMMEN: Nieder mit dem Kerl! Seine Worte lügen uns an! DIE FRAU: Er ist euer Verräter! ANNA: Er hat die Bürger in die Stadt geführt! NAUKE: Sie brachten euch Essen! VOLK: Essen! KLOTZ: Lüge! Lüge! Sie brachten euch nichts, ihr habt es erfahren — nichts! Ihr hungert, weil sie es wollten! NAUKE: Volk, Sieger... VOLK: Wir sind nicht Sieger. Er lügt. Nieder! DER GOUVERNEUR: Laßt ihn! Er ist nur schwach und zweifelnd! Wir sind die Schuldigen, wir die Söhne der Erde, wir die Sternbrüder, wir die Erweckten. OpdFert uns — so werdet ihr den Sieg haben! JUNGER MENSCH: Seid ihr die Retter? DER GOUVERNEUR: Wir haben keine Waffen. Wir haben kein Brot! JUNGER MENSCH: Wie retten wir uns? DER GOUVERNEUR: Noch schweben wir zu fern von euch. Nehmt uns: erschlagt uns, wenn ihr wollt. Tötet uns, wenn ihr sehen müßt, wie unsere Seele in euch lebt: Die Menschheit! Schluckt uns auf. Laßt uns verschwinden unter euren Füßen und Fäusten — und ihr habt unsere Waffen. JUNGER MENSCH: Eure Waffen? KLOTZ: Unsern Willen. DER MANN: Unser Denken, unsre Arbeit: Euer Brot! DIE FRAU stürzt dazwischen, zu den Brüdern: Nein! Nein! Zuviel! Haltet zurück. Nicht das Opfer! Noch lebt ihr, Freunde. Wir sind gemeinsam durch die Schrecken der Welt gegangen, und nun sollt ihr sterben! Dies eine Mal laßt euer Denken nicht den Schritt zur Wirklichkeit machen. Bleibt! Es ist zu grauenhaft auf dieser letzten Schwelle! DER MANN: Nein, Frau, wir bleiben nicht zurück. Unser Weg kostet unser Leben. DIE FRAU: Und deine Schöpfung? Ist sie, wenn du stirbst? DER MANN: Sie wird erst, wenn ich nichts mehr vor ihr bin! DIE FRAU: Sterben — Opfer? Wenn nichts anderes herrscht, dann ist die Erde eine Wüste! DER MANN: Nein, das neue Morgenreich! Nur zu wollen brauchen wir und zu tun! DER GOUVERNEUR:Ich hab das Wort gesprochen: Opferung. Ich sprach das Gesetz aus. Nun war ich wieder ein Tier wie ehemals. Gab Gesetze. Ungeläutert immer noch. Das war Sünde, wenn auch zur Rettung. Das letzte Mal, es bleibt nichts anderes. Wir müssen hinab. NAUKE zum Volk: Seht ihr, wie sie beraten? Seht da den Feind — fort müssen sie! Hört auf mich! Sie helfen euch nicht, wenn sie leben. Es sind Fremde! Sie sprechen eine andere Sprache als ihr. Ihr seht die Feinde nicht? Hört ihre Sprache, seht ihre Gestalt! DAS VOLK: Sie sprechen eine andere Sprache. Sie sind Fremde. KLOTZ: Volk, du zögerst. Glaube uns dies letzte Wort, daß wir nicht Schonung brauchen. STIMMEN AUS DEM VOLK: Geht! Verlaßt die Stadt! DER MANN: Und euer Kampf? Ihr wollt unterliegen? Die Bürger fallen über euch her und schlagen euch zu wehrlosen Sklaven! DAS VOLK: Die Bürger?! DER GOUVERNEUR. Wer seid ihr? Denkt, wer ihr wart vor eurer Geburt! Taucht hinab in euch - kommt über uns, weil wir euch fremd sind, und blickt in euch selbst: Da - einmal wußtet ihr, daß die Erde euch gehört, das Feld, die Fabrik euch, wie euer eigener Arm! Vergessen habt ihr. Habt euch heut hinübergehungert über den letzten Verfall. Seid im Greisenalter. Hinein müßt ihr in neue Jugend, hören wieder die Schilfgräser summen an eurem Fluß. Hinab tauchen müßt ihr in euch. Hinaus springen über uns, ohne Dienerscheu; nie sonst werdet ihr befreit von eurer schielenden Zweideutigkeit. Volk, deine Gewißheit und deine Kraft geht über uns! Dann habt ihr Kraft über die Bürger. VOLK in großer Angst: Die Bürger! NAUKE: Was habt ihr Angst vor den Bürgern, die ihr nicht seht? Die hier sind gegen euch! Ihr flieht vor den Bürgern? Das das sind eure Bürger! KLOTZ: Volk, wir sind es, wir. Ihr wartet auf die Gewalt? Übt sie an uns! Ihr hungert? Fort mit unseren Mäulern! Ihr meint noch, wir seien euch Führer? Wollt ihr wissen, wer wir sind? Ich sag euch alles, das Verruchteste! Heut nacht hatt ich einen Traum - ich bin nur einer von uns -, und ich träumte unsere Wahrheit, denn der Traum schob die Riegel fort von meiner Verstellung. Da war in einem Saal mit glattem, weitem Boden ein Befehlsmensch, ein Blutherrscher. Ich stand gekrümmt vor ihm. Was ich dabei dachte? Ich dachte an das Ehrenregiment, das mir verliehen würde. „Hol mir ein Auto!" rief der Herrscher. Ich fand mich sehr geehrt und lief unterwürfig hinaus wie ein Diener. Ich hätt es geholt, da erwachte ich. Das bin ich, das sind wir. Hab ich nach diesem Traum noch das Recht für die Menschen zu arbeiten? STIMMEN AUS DEM VOLK: Verräterei! Sie verkaufen uns an die Herrscher! Nein, tut ihnen nichts, es ist nur ein Traum! KLOTZ: Nur ein Traum? Aber das Schlimmste wißt ihr noch nicht. Jetzt zeig ich es euch. Er ballt die Hände hohl übereinander und streckt sie vor, als enthielten sie etwas. Wißt ihr, was ich in meinen Händen bewahre? Hier? Orden, Auszeichnungen, Dokumente, Freundschaftsbriefe und Pläne feindlicher Herrscher!

Das Volk in wütender Unruhe.

DER MANN leise zu Klotz: Was hast du in den Händen? KLOTZ leise zum Mann: Du weißt es — nichts! Laut zum Volk: Volk, so werf ich diese Schätze von Ehre und Reichtum unter dich! Verachte sie, sie sind deine größte Gefahr! Er macht mit beiden Händen eine weite Wurfbewegung über die Köpfe des Volkes hin. Das Volk blickt in die Höhe und streckt alle Hände fangbereit hoch. DIE EINE GRUPPE DES VOLKES: Gefahr, er verkauft uns! Niedertracht! DIE ANDERE GRUPPE DES VOLKES: Wo ist es? Wer hat etwas bekommen? Hast du's gefangen? DAS GANZE VOLK: Es ist nichts da! Wutgebrüll: Lüge! NAUKE schrill: Sie haben gemacht, daß ihr hungert! STIMMEN AUS DEM VOLK: Wer sind sie? Fremde. Lügner. Verräter. Sie wissen nichts von uns. Sie mästen sich an uns. DER BUCKLIGE: Seht ihre Sitten! DER KRÜPPEL: Seht ihre unverschämte Leichtigkeit. NAUKE: Volk, sie haben verhindert, daß ihr Essen findet! Sie sind am Fortzug unserer Retter schuld. Sie haben die Bürger besiegt.

Im Volk anschwellender Lärm.

DER GOUVERNEUR über dem Lärm: Nicht besiegt. Wir siegen nicht. Es gibt keinen Sieg! Hinaus mit dem Sieg aus der Welt! Wir sind nicht Soldaten, wir sind Menschen! Nicht Sieg befreit euch — nur eure Erkenntnis! VOLK anschwellend: Tod!

Gli stessi, Nauke.

NAUKE si precipita: Inganno! Eccoli! Prendeteli! Abbasso gli imbroglioni. Abbattetele, le canaglie: vi portano disgrazia, portano disgrazia a tutti! Uccideteli! Vi mentono. È colpa loro se morite di fame. È colpa loro se combattete con i borghesi. Senza di loro avreste cibo e vivreste la vostra vita senza pena alcuna! I borghesi vi tengono in pugno, siete sconfitti! Accoppate i falsi fratelli, è la vostra unica salvezza dai borghesi, altrimenti verrete massacrati anche voi. L'UOMO: Popolo, ascoltami! I borghesi sono sconfitti! NAUKE: È una bugia, stanno marciando contro di voi. L'UOMO: Noi insieme, voi e noi, siamo più forti di tutti i borghesi del mondo! LO STORPIO: A chi si può credere? IL GOBBO: "Noi"? Chi è questo - "noi"? KLOTZ: "Noi", siamo tutti noi qui, tutti i popoli della terra, tutti quelli che vogliono lavorare, pensare, vivere! NAUKE: Spia! Agente segreto! VOCI DAL POPOLO: Ritirare! Ritira quello che hai detto! Prova! NAUKE riprende il filo del discorso: Popolo! Eroi!... VOCI DAL POPOLO: Non ci sono eroi! Abbasso quel tipo! Ritira quello che hai detto! ALTRE VOCI: Abbasso quel tizio! Le sue parole ci ingannano! LA DONNA: È il vostro traditore! ANNA: Ha guidato i borghesi in città! NAUKE: Vi portavano il cibo! POPOLO: Cibo! KLOTZ: Menzogna! Menzogna! Non vi portavano niente, l'avete visto - niente! Voi morite di fame perché l'hanno voluto loro! NAUKE: Popolo, vincitori... POPOLO: Non siamo vincitori. Mente. Abbasso! IL GOVERNATORE: Lasciatelo! È solo debole e insicuro! Noi siamo i colpevoli, noi, i figli della terra, noi, i fratelli stellari, noi, i ridestati. Sacrificateci - così avrete la vittoria! IL GIOVANE: Siete i salvatori? IL GOVERNATORE: Non abbiamo armi. Non abbiamo pane! IL GIOVANE: Come ci salviamo? IL GOVERNATORE: Con il nostro lento incedere siamo ancora lontani da voi. Prendeteci: accoppateci se volete. Uccideteci se dovete vedere come la nostra anima vive dentro di voi: l'umanità! Soffocateci con un singulto. Fateci scomparire sotto i vostri piedi e i vostri pugni - e avete le nostre armi. IL GIOVANE: Le vostre armi? KLOTZ: La nostra volontà. L'UOMO: Il nostro pensiero, il nostro lavoro: il vostro pane! LA DONNA si precipita in mezzo ai fratelli: No! No! Troppo! Fermatevi. Non il sacrificio! Vivete ancora, amici. Abbiamo attraversato insieme le paure del mondo e ora volete morire! Per questa volta soltanto non permettete al vostro pensiero di compiere il passo verso la realtà. Restate! Siamo sull’ultima soglia, quella della sciagura! L'UOMO: No, donna, non restiamo indietro. La nostra via ci costa la vita. LA DONNA: E la tua opera? Si compie se muori? L'UOMO: Si compie solo se non mi appartiene più! LA DONNA: Morire - sacrificio? Se non conta altro, allora la terra è un deserto! L'UOMO: No, il nuovo regno dell’avvenire! Dobbiamo solo volere e fare! IL GOVERNATORE: Ho pronunciato la parola: sacrificio. Ho pronunciato la legge. Poco fa mi ero abbrutito come un tempo. Ho impartito le leggi. Ancora immondo. È stato peccato, anche se in nome della salvezza. L'ultima volta, non resta nient’altro. Dobbiamo discendere. NAUKE rivolto al popolo: Vedete come deliberano? Vedete là, il nemico - devono andarsene! Ascoltatemi! Non vi aiutano se vivono. Sono estranei! Parlano una lingua diversa dalla vostra. Non vedete i nemici? Sentite come parlano, vedete che aspetto hanno! IL POPOLO: Parlano un'altra lingua. Sono estranei. KLOTZ: Popolo, tu indugi. Credici, quando ti diciamo per l'ultima volta che non abbiamo bisogno di lusinghe. VOCI DAL POPOLO: Andate! Lasciate la città! L'UOMO: E la vostra battaglia? Volete soccombere? I borghesi vi saltano addosso e vi picchiano fino a ridurvi in schiavi inermi! IL POPOLO: I borghesi?! IL GOVERNATORE: Chi siete? Pensate a chi eravate prima di nascere! Immergetevi dentro di voi - ci aggredite perché vi siamo estranei, e guardate in voi stessi: ecco - una volta sapevate che la terra vi apparteneva, il campo, la fabbrica, come un braccio! Avete dimenticato. Vi siete consumati nella fame fino a ridurvi allo stremo. State invecchiando. Dovete avanzare verso la nuova giovinezza, ascoltare di nuovo il sibilo delle canne palustri lungo il vostro fiume. Dovete immergervi dentro di voi. E fuori oltrepassarci con un salto, senza timor servile, se no mai vi libererete della vostra guercia ambiguità. Popolo, la tua sicurezza e la tua forza ci trascendono! È la forza che avete sui borghesi. IL POPOLO atterrito: I borghesi! NAUKE: La paura dei borghesi vi rende ciechi? Questi qui sono contro di voi! Fuggite dai borghesi? Ecco i vostri borghesi! KLOTZ: Popolo siamo noi, noi. Aspettate la violenza? Esercitatela su di noi! Soffrite la fame? Prendetevi le nostre bocche! Credete ancora che noi siamo i vostri capi? Volete sapere chi siamo? Vi dico tutto, l'infamia delle infamie! Stanotte ho fatto un sogno - sono solo uno di noi - e ho sognato la nostra verità, perché il sogno toglieva i chiavistelli alla mia finzione. In una sala dal pavimento liscio e ampio c'era un comandante, un sanguinario. Io stavo in piedi piegato davanti a lui. A cosa stavo pensando? Pensavo al reggimento d'onore che mi veniva conferito. "Va’ a prendermi una vettura!" gridò il tiranno. Mi sentii molto onorato e corsi fuori umile come un servo. Sarei andato a prenderla, ma mi sono svegliato. Sono così, siamo così. Dopo questo sogno, ho ancora il diritto di lavorare per gli uomini? VOCI DAL POPOLO: Tradimento! Ci vendono ai tiranni! No, non fategli niente, è solo un sogno! KLOTZ: Solo un sogno? Ma non sapete ancora il peggio. Adesso ve lo mostro. Stringe i cavi delle mani l'uno sull'altro e le sporge in avanti come se racchiudessero qualcosa. Sapete cosa tengo in mano? Qui? Onorificenze, premi, documenti, lettere confidenziali e piani di sovrani nemici!

Il popolo in violenta agitazione.

L'UOMO sottovoce rivolto a Klotz: Cos'hai in mano? KLOTZ sottovoce rivolto all'uomo: Lo sai, niente! Ad alta voce rivolto al popolo: Popolo, ecco che ti lancio in alto questi tesori di onore e di ricchezza! Disprezzali, sono il tuo peggior pericolo! Con le mani compie un ampio movimento come per lanciare qualcosa sulle teste del popolo. Il popolo guarda in alto e stende le mani per afferrare. UN GRUPPO DI POPOLANI: Pericolo ci vende! Infamia! L'ALTRO GRUPPO DI POPOLANI: Dov'è? Chi ha preso qualcosa? L’hai afferrato? TUTTO IL POPOLO: Non c'è niente! Grida di rabbia: Menzogna! NAUKE con voce stridula: Hanno fatto in modo che moriate di fame! VOCI DAL POPOLO: Chi sono? Estranei. Bugiardi. Traditori. Non sanno niente di noi. Ingrassano su di noi. IL GOBBO: Vedete che maniere hanno! LO STORPIO: Vedete la loro insolente leggerezza. NAUKE: Popolo, vi hanno impedito di trovare il cibo! È colpa loro se i nostri salvatori se ne sono andati. Hanno sconfitto i borghesi.

Tra il popolo strepito crescente.

IL GOVERNATORE superando lo strepito: Non sconfitto. Noi non vinciamo. Non c'è alcuna vittoria! Via la vittoria dal mondo! Non siamo soldati, siamo uomini! La vittoria non vi libera - solo la vostra conoscenza lo fa! IL POPOLO strepitando: Morte!

ZEHNTE SZENE - DECIMA SCENA

Die Volksmenge stürzt sich auf den Mann, Klotz, den Gouverneur und zerrt sie in ihre Mitte.

ANNA hervorbrechend: Wie sie geschlachtet werden! Ich ertrag es nicht länger, dieses Opfern! Ich bin bei euch. Ich will mit euch sterben! DIE FRAU: Befreiung! Warum bleiben wir so still? Wir befreien sie! ERSTER GEFANGENER: Wir sind zu wenige! DIE FRAU: Dann sterben wir mit ihnen. ANNA, DIE FRAU, DIE BEIDEN GEFANGENEN, DER OFFIZIER: Brüder, wir sterben mit euch! Wollen zu den Gefangenen. KLOTZ aus dem Haufen: Nein, bleibt! Ihr müßt leben! Dazu ist unser Opfer, daß ihr unter alles Volk der Erde geht und die Hingabe lehrt für die Menschheit! JUNGER MENSCH: Oh, Strom in mir! Wußten wir das je? Durch uns rinnt Willen! DER MANN zum Volk: Noch einen letzten Schritt, dann bin ich geworden wie ihr. Nun werdet ihr wie ich! VOLK: Hohn! Er höhnt uns!

Dem Mann werden die Hände gebunden.

DER GOUVERNEUR zum Mann: Das ist deine Sünde, auch wenn du recht hast. Dein letzter Hochmut! DER MANN mit gebundenen Händen: Ich habe Todesangst. Aber ich sterbe für euch. Aus Jahrtausenden fiel ein Funke in mich, ich warf ihn weiter — laßt ihn brennen in euch! DAS VOLK plötzliche Angst: Kein Blut mehr, Brüder! Zu den Brüdern: Ein Wunder, tut doch ein Wunder mit eurem Willen! DER GOUVERNEUR: Es muß sein. Das Wunder, Volk, und der Wille sind nicht mehr bei uns, jetzt sind sie bei euch. GREIS: Bei uns ist das Wunder? Dann müssen wir nicht sterben, dann können wir leben? DER MANN: Volk, du hast uns bezwungen, nun feire dein Fest. KLOTZ: Weltfeiertag! Volk, du bist frei. In allen Ländern ruht die Arbeit. Nun atme neue Kraft für morgen! DER GOUVERNEUR: Weltfeiertag! Weltfreudentag! Unser Opfer — dein Spiel zum Fest! Jetzt spring und tanze! Über die Menge hin: Unser Opfer — darnach wachst du auf zur reinen Morgenkraft! JUNGER MENSCH: Weltfeiertag! VOLK in Bewegung: Weltruhetag!

Von hier an im Volk anschwellende Rauschbewegung.

JUNGER MENSCH im halbliegender Stellung auf dem Boden: Weltfeiertag! Ich feire! Weltruhetag! Meine Hände spielen. O wie lang war das nicht. Endlich seh ich wieder um mich die Halme wachsen; hoch über den weißen Wolken schwebt blauer Luftglanz! Weltfeiertag! O Freundschaft, Freundschaft zu allen Menschen! VOLK: Weltfeiertag!

Es erhebt sich ein orgiastischer Taumel. Sie dringen immer wilder aufeinander ein, bedrohen sich, umhalsen sich, stoßen, schieben sich, fallen durcheinander.

NAUKE mitten anfeuernd zwischen dem immer toller bewegten Volk: Zu trinken! GREIS: Es gibt nichts zu trinken! NAUKE: Dann unser Vergnügen, dann unser Spiel! Die Opferung — ihr vergeßt! Die Opferung, sie haben es selbst gewollt! Die Opferung, es ist versprochen! DER BUCKLIGE: Die Hinrichtung! Haben wir nichts zu essen — so wollen wir was zu schauen haben! DAS VOLK die Orgie schwillt immer mehr an: Ja, ja! Die Hinrichtung! KLOTZ: Volk, du erkennst deine Kraft! DER MANN: Volk, dein neues Leben beginnt! Die letzte Gewalt gegen uns! DER GOUVERNEUR: Volk, nun brauchst du nicht Führer mehr. Wir treten ab. Zum letzten Mal von mir dieses Wort des Befehls: Zerstör und schaffe! VOLK: Nieder mit den Führern! Wir haben selbst die Kraft!

Das ganze Volk stürzt sich auf die drei.

La folla si avventa sull'uomo, su Klotz e sul governatore, trascinandoli nel mezzo.

ANNA prorompendo: Oh, truce visione! Non sopporto oltre questo sacrificio! Sono con voi. Voglio morire con voi! LA DONNA: Liberazione! Perché restiamo fermi? Li liberiamo! PRIMO PRIGIONIERO: Siamo in pochi! LA DONNA: Allora moriamo con loro. ANNA, LA DONNA, I DUE PRIGIONIERI, L'UFFICIALE: Fratelli, moriamo con voi! Fanno per dirigersi verso i prigionieri. KLOTZ dal mucchio: No, restate! Dovete vivere! Ci sacrifichiamo affinché andiate tra i popoli della terra a insegnare la devozione per l'umanità! IL GIOVANE: Oh, corrente che mi sospingi! Così ignari eravamo? Dentro di noi scorre la volontà! L'UOMO rivolto al popolo: Ancora un passo e sarei diventato come voi. Adesso siete voi a diventare come me! IL POPOLO: Scherno! Si burla di noi!

All'uomo vengono legate le mani.

IL GOVERNATORE rivolto all'uomo: Questo è il tuo peccato, anche se hai ragione. L’ultimo atto dell’estrema tua superbia! L'UOMO con le mani legate: Ho paura di morire. Ma muoio per voi. Millenni or sono cadde una scintilla dentro di me perché la diffondessi - fate in modo che arda dentro di voi! IL POPOLO paura improvvisa: Non più sangue, fratelli! Rivolto ai fratelli: Un miracolo, fate un miracolo con la vostra volontà! IL GOVERNATORE: È necessario che avvenga. Il miracolo, popolo, e la volontà non sono più con noi: adesso sono con voi. IL VECCHIO: Il miracolo è con noi? Allora non dobbiamo morire, allora possiamo vivere? L'UOMO: Popolo, ci hai piegato, ora festeggia il tuo successo. KLOTZ: Tripudio universale! Popolo, sei libero. Il lavoro si ferma in tutti i paesi. Adesso respira nuova forza per domani! IL GOVERNATORE: Tripudio universale! Giorno di gioia universale! Il nostro sacrificio - il tuo divertimento giocoso per la festa! Ora salta e balla! Al di sopra della folla: Il nostro sacrificio - per poi ridestarti alla pura forza dell’avvenire! IL GIOVANE: Tripudio universale! IL POPOLO in movimento: Giorno di riposo universale!

D’ora in poi nel popolo moto di estasi crescente.

IL GIOVANE semidisteso per terra: Tripudio universale! Festeggio! Giorno di riposo universale! Le mie mani giocano. Oh, da quanto tempo non lo facevo. Finalmente rivedo i fili d’erba crescermi intorno; in alto sopra le nubi bianche un aereo bagliore fluttuante nell’azzurro! Tripudio universale! Oh, amicizia, amicizia di tutti gli uomini! IL POPOLO: Tripudio universale!

Si leva un delirio orgiastico. Si accalcano uno contro l'altro con furore, si minacciano, si gettano le braccia al collo, spintonano, si spingono, cadono alla rinfusa.

NAUKE nel mezzo incita il popolo che si muove all'impazzata: Da bere! IL VECCHIO: Non c'è niente da bere! NAUKE: Allora il nostro divertimento, il nostro gioco! Il sacrificio - dimenticate! Il sacrificio l'hanno voluto loro! Il sacrificio è promesso! IL GOBBO: L'esecuzione! Se non abbiamo niente da mangiare, allora vogliamo qualcosa da guardare! IL POPOLO in un crescendo orgiastico: Sì, sì! L'esecuzione! KLOTZ: Popolo, riconosci la tua forza! L'UOMO: Popolo, inizia la tua nuova vita! L'estrema violenza contro di noi! IL GOVERNATORE: Popolo, adesso non hai più bisogno di capi. Ci ritiriamo. Per l'ultima volta una mia parola di comando: distruggi e crea! IL POPOLO: Abbasso i capi! La forza è in mano nostra!

Tutto il popolo si getta addosso ai tre.

ELFTE SZENE - UNDICESIMA SCENA

Trommelwirbel. Das Volk umgibt den Mann, Klotz, den Gouverneur und schlägt auf sie.

VOLK: Sie fallen. — Sie sind tot. JUNGER MENSCH: Tot! — Meine Brüder! — tot! DER BUCKLIGE: Wo sind sie? Ich seh sie nicht mehr!

Die drei (der Mann, Klotz, der Gouverneur) sind unter den Fäusten der Menge verschwunden. Das Volk reißt ihnen die Kleider vom Leibe, schlägt auf die leeren Kleider weiter los und drängt die drei zur Bühne hinaus.

DER KRÜPPEL: Sie sind verschwunden! GREIS: Was macht ihr? Schaut doch! Halt! Ihr Verblendeten! Ihr schlagt los auf leere Kleider und Fetzen!

Die Orgie des Volkes nimmt schnell ab.

JUNGER MENSCH: Wo sind sie? tot? Ich sehe nichts!DAS VOLK hält voll Grauen die leeren Röcke, auf die es eingeschlagen hat. Mächtiger Aufschrei des Entsetzens: Ah! Gewalt! — NAUKE: Schnell die Taschen durchsuchen, ob Geld drin ist! Er greift in die Taschen der leeren Röcke, holt mit beiden Händen Geld heraus. Aha; endlich — meine Zukunft ist gesichert! Läuft ab.

ERSTER ALTER GEFANGENER hinter ihm: Du Lump, was tust du? Du Dieb! O du Dummkopf — es gibt ja morgen gar kein Geld mehr! VOLK: Gewalt! — Wir sind verloren! Das Ende!

Rullo di tamburo. Il popolo circonda l'uomo, Klotz e il governatore e li colpisce.

IL POPOLO: Cadono. - Sono morti. IL GIOVANE: Morti! - I miei fratelli! - Morti! IL GOBBO: Dove sono? Non li vedo più!

I tre (l'uomo, Klotz, il governatore) sono scomparsi sotto i pugni della folla. Il popolo gli strappa i vestiti di dosso, continua a picchiare i vestiti vuoti e li spinge fuori dalla scena.

LO STORPIO: Sono spariti! IL VECCHIO: Cosa fate? Ma guardate! Alt! Voi abbagliati! Voi picchiate vestiti vuoti e brandelli!

L'orgia del popolo decresce di colpo.

IL GIOVANE: Dove sono? Morti? Non vedo niente! IL POPOLO tiene orrificato le vesti vuote che ha bastonato. Fortissimo grido di raccapriccio: Ah! Violenza!

NAUKE: Presto perquisire le tasche, chissà se ci sono soldi! Arraffa nelle tasche delle vesti vuote, con le mani tira fuori il denaro. Ecco; finalmente - il mio futuro è assicurato! Esce di scena di corsa.

PRIMO VECCHIO PRIGIONIERO lo segue: Tu, pezzente, cosa fai? Oh, tu, ladro, stupido - domani il denaro non c’è mica più! IL POPOLO: Violenza! - Siamo persi! La fine!

ZWÖLFTE SZENE - DODICESIMA SCENA

Vorige ohne den Mann, Klotz, den Gouverneur, Nauke.

DER JUNGE MENSCH: Mord! Mord! Ihr habt sie erschlagen. Ein Weltgemetzel ist geschehen. Rache! Rache für die Führer. Rache für den Mord! STIMMEN AUS DER MENGE: Mord! — Rache für den Mord! DER KRÜPPEL: Wir sind unschuldig, sie haben es selbst gewollt! DER BUCKLIGE: Aufruhr! Hilfe, schlagt sie nieder. Nieder mit den Aufrührern! ZWEITER GEFANGENER: Kinder und Weiber erschlagt ihr. Mörder ihr, aber ihr könnt den Menschen nicht töten! DER JUNGE MENSCH: Rache! Nieder mit den Mördern! Tot sind sie, tot die Führer! ZWEITER GEFANGENER: Mehr als Rache! Sie ließen uns Höheres: Aus ihren zerfetzten Hüllen erhebt sich die Menschheit! ERSTER WÄCHTER: Die Führer sind tot. Aber spür in deiner Hingabe ihren Geist: ewig lebend unter uns handelt ihr unsterblicher Wille! DER JUNGE MENSCH: Tot, tot die Großen! ERSTER GEFANGENER: Sie starben für uns. Wir Kleinen leben. In uns Kleinen leben sie weiter! Die Zeit der Kleinen ist gekommen. ERSTER WÄCHTER: Millionen Leben beginnen. Das Volk — zum erstenmal das Volk! Das Wunder kam über die Welt! ZWEITER GEFANGENER: Nicht das Wunder — die Tat! Wir sind nicht mehr die Kleinen. Wir sind aus dem Dunkel ans Licht gestiegen — die Kameraden unter allen Völkern der Erde. — Nun rücken die Mächtigen der Welt zum Kampf gegen uns, wie gegen den furchtbarsten Feind! DER JUNGE MENSCH: Mit euch! Meine Arbeit beginnt!

Gli stessi senza l'uomo, Klotz, il governatore, Nauke.

IL GIOVANE: Assassinio! Assassinio! Li avete ammazzati a suon di colpi. È avvenuto un massacro universale. Vendetta! Vendetta per i capi. Vendetta per l'assassinio! VOCI DALLA FOLLA: Assassinio! - Vendetta per l'assassinio! LO STORPIO: Siamo innocenti, l'hanno voluto loro! IL GOBBO: Rivolta! Aiuto, abbatteteli. Abbasso i rivoltosi! SECONDO PRIGIONIERO: Accoppate donne e bambini voi, assassini, ma non potete uccidere l'essere umano! IL GIOVANE: Vendetta! Abbasso gli assassini! Sono morti i capi, crepati! SECONDO PRIGIONIERO: Più della vendetta! Ci hanno lasciato qualcosa di più: dalle loro vesti lacere si innalza l'umanità! PRIMA GUARDIA: I capi sono defunti, eppure percepisci nella tua devozione il loro spirito: la loro volontà immortale vive e opera in eterno tra di noi! IL GIOVANE: Morti, morti i grandi! PRIMO PRIGIONIERO: Sono morti per noi. Noi umili viviamo. Continuano a vivere in noi! È giunto il nostro tempo. PRIMA GUARDIA: Milioni di vite hanno inizio. Il popolo - per la prima volta il popolo! Il miracolo è sceso sul mondo! SECONDO PRIGIONIERO: Non il miracolo - l'azione! Non siamo più gli umili. Siamo ascesi dalle tenebre alla luce - i compagni tra tutti i popoli della terra. - Ora avanza la lotta dei potenti del mondo contro di noi, come contro il nemico più temibile! IL GIOVANE: Con voi! Il mio lavoro ha inizio!

DREIZEHNTE SZENE - TREDICESIMA SCENA

Vorige, die drei Revolutionärinnen eilen auf.

ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Ein Wunder ist geschehen! ZWEITE REVOLUTIONÄRIN: Das Glück ist da! DRITTE REVOLUTIONÄRIN: Die Freiheit kommt! JUNGER MENSCH: Wißt ihr nicht, daß hier Mord wütet? — Glück? Was ist das? Wir kennen nur noch die Zukunft und unseren Willen! ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Sie reißen die Wälle um die Stadt nieder! ZWEITE REVOLUTIONÄRIN: Sie schütten die Gräben zu! DRITTE REVOLUTIONÄRIN: Die Menschen stürzen aus der Stadt durch die Felder und rufen allem Volk „Freiheit" und „Brüderschaft" zu! ZWEITE REVOLUTIONÄRIN: Funkenblitze sind hinübergesandt zu uns, und Boten kommen: in allen Ländern der Erde grüßt sich das Volk! ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Rauch steigt wieder aus den Häusern. DRITTE REVOLUTIONÄRIN: Aus den Wäldern kommen unendliche Scharen von Fremden, dicht wie Laub. Sie schwenken unsere Fahnen, und wo die Unsrigen ihnen begegnen, umarmen sie einander! ERSTE REVOLUTIONÄRIN: Hört ihr? Hört ihr über uns, um uns, hoch das Summen? Die Telegraphen strömen unsere Botschaft zu allen Freunden um die Erde! DER OFFIZIER: Wir sind von euch. Ihr seid wir. Wir sind Volk. Alle kräftigen Arme her: Wir wollen arbeiten! Als freie Menschen arbeiten! ERSTER GEFANGENER: Alle kräftigen Arme her: Wir backen Brot! DAS VOLK: Wir! Kameraden! Freiheit! Leben!

Der zweite Gefangene, die drei Revolutionärinnen und das Volk ab.

Gli stessi, le tre rivoluzionarie arrivano di corsa.

PRIMA RIVOLUZIONARIA: È successo un miracolo! SECONDA RIVOLUZIONARIA: Ecco la felicità! TERZA RIVOLUZIONARIA: È l'ora della libertà! IL GIOVANE: Non sapete che qui imperversa la morte? - Felicità? Cos'è? Ormai conosciamo solo il futuro e la nostra volontà! PRIMA RIVOLUZIONARIA: Demoliscono le cinte murarie della città! SECONDA RIVOLUZIONARIA: Riempiono di terra le trincee! TERZA RIVOLUZIONARIA: Gli uomini si precipitano di corsa dalla città per i campi, gridando al popolo accorso "libertà" e "fratellanza"! SECONDA RIVOLUZIONARIA: Lampi di scintille balenano da ogni dove ai nostri occhi e giungono messaggeri: in ogni paese della terra il popolo si saluta! PRIMA RIVOLUZIONARIA: Il fumo riprende a salire dalle case. TERZA RIVOLUZIONARIA: Dai boschi arrivano infinite schiere di forestieri, fitte come fogliame. Sventolano le nostre bandiere e al loro incontro i nostri li stringono in un abbraccio fraterno! PRIMA RIVOLUZIONARIA: Udite! Udite sopra di noi, intorno a noi, in alto il ronzio? Lungo i fili del telegrafo scorre il nostro messaggio a tutti gli amici della terra! L'UFFICIALE: Siamo dei vostri. Voi siete dei nostri. Noi siamo il popolo. Suvvia, con la forza delle braccia: vogliamo lavorare! Lavorare come uomini liberi! PRIMO PRIGIONIERO: Suvvia, con la forza delle braccia: cuociamo il pane! IL POPOLO: Noi! Compagni! Libertà! Vita!

Il secondo prigioniero, le tre rivoluzionarie e il popolo escono di scena.

VIERZEHNTE SZENE - QUATTORDICESIMA SCENA

Vorige ohne den zweiten Gefangenen, die drei Revolutionärinnen und das Volk.

DER JUNGE MENSCH: Ihr backt Brot? Werdet glücklich? Zeugt Kinder, habt Familien? Dafür starben die Brüder? — Ihr wollt die Erde umwuchern mit eurem Arbeitssamen. — Ich muß euch stören! Heraus aus der Ruhe eures Lebens, noch eh sie beginnt! Nieder mit eurem dicken Glück! — Zur Freiheit, zur Ewigkeit! DER OFFIZIER: Wohin in die Ewigkeit? JUNGER MENSCH: Zur neuen Schöpfung! DAS VOLK unsichtbar, Rufe: Brot! Brot! ERSTER GEFANGENER: Einen einzigen Laib Brot backen mit Freude — darin strömt für uns Menschen alle Schöpfung zusammen! DER JUNGE MENSCH: O Bruder, in jedem Stück Eisen, das ihr aus der Erde holt, in jedem Fetzen Leder, das Kameraden wissend damit schneiden, holt ihr ein Stück von eurem Morgenreich zu euch. Aber immer muß neue Bitternis sein. Immer müssen Menschen jagen über die ganze Welt, die euch treiben, daß ihr nicht vergeßt, ewig aufs neue den Sprung zum Morgenreich zu wagen! DER OFFIZIER: Wiedergeburt des Menschen! DER JUNGE MENSCH: Mehr! Alles. Das Höchste! Neugeburt! Neugeburt der Erde! Neugeburt der ganzen Welt! DER ERSTE GEFANGENE: Wir Arbeiter der Welt — die Arbeit beginnt! Ab.

Gli stessi senza il secondo prigioniero, le tre rivoluzionarie e il popolo.

IL GIOVANE: Cuocete il pane? Vi rende felici? Generate figli, mettete su famiglia? Sono morti per questo i fratelli? - Volete fecondare la terra con i semi del vostro lavoro. - Vi devo scomodare! Uscite dal quieto vivere ancor prima che inizi! Abbasso la vostra grassa felicità! - Verso la libertà, verso l'eternità! L'UFFICIALE: Dove, nell'eternità? IL GIOVANE: Verso la nuova opera. IL POPOLO invisibile, grida: Pane! Pane! PRIMO PRIGIONIERO: Soltanto una pagnotta di pane da cuocere gioendo - e la nostra opera di uomini è compiuta! IL GIOVANE: Oh, fratello, con ogni pezzo di ferro preso alla terra, con ogni brandello di cuoio tagliato da compagni coscienti, vi assicurate un pezzo del vostro regno dell’avvenire. Ma ogni volta con rinnovata amarezza. Per il mondo intero ci sono sempre inseguitori a darvi la caccia, perché ricordiate di non smettere mai di osare il salto nel regno dell’avvenire! L'UFFICIALE: Rinascita dell'uomo! IL GIOVANE: Di più! Tutto. L’assoluto! Palingenesi! Palingenesi della terra! Palingenesi del mondo intero! PRIMO PRIGIONIERO: Noi lavoratori del mondo - il lavoro ha inizio! Esce di scena.

FÜNFZEHNTE SZENE - QUINDICESIMA SCENA

Vorige ohne den ersten Gefangenen.

DIE FRAU: Zu Ende diese Welt. Ermordet mein Blut. Tot mein Weg! - Und ich half nicht. Ich stand dabei! - Ich lebe noch! - Die Glieder dorren schlaff an meinem Leib. — Versunken sind die Häuser. Hier ist Wald; dunkler Wald rings. Meine Haare wehen um die Stämme, daß ich weiß: hier endet mein Leben. — Ich gehe von euch. DER OFFIZIER: Ich bin mit dir. DIE FRAU: O täusche dich nicht. Was du an mir sahst, ist zu Ende. Ich bin über alle Stufen des dunkelsten Lebens geschritten, nun werde ich vergessen, was ich wußte, und in das zweite Leben sinken. Ihr seid höher als ich. Vergeßt mich. Ich bin euch verschwunden. DER OFFIZIER: Ich bin nicht höher. Ich warf meine Gewalt hin. Ich bin nur ein einfacher Mensch noch. Ich lebe mit dir. DIE FRAU: Wölfin bin ich geworden. Laßt mich allein. Die Wölfin beißt. DER OFFIZIER: Mit dir bleibe ich allein. Mit dir grabe ich die Erde. Mit dir in der Arbeit der Hände weiß ich nichts mehr von den Strömen der Vergangenheit. Auf der harten Erde schaffen wir von Jahreszeit zu Jahreszeit. Auf engem Raum, fern von großen Stunden. Klein und unscheinbar sind wir geworden. Vergessen vom Morgenreich, an dem wir schufen. DIE FRAU: Ein einfacher Mensch. Die große Hölle ist vorüber. Alle Menschen sehen den Stern. Komm zu mir, du Vergessensein! DER JUNGE MENSCH zum Offizier: Bauer wirst du sein. Still sitzen. Vergangenheit brüten; die Welt zurückhalten! Hindern! — Und also — sind wir Gegner? DER OFFIZIER: Nicht Gegner! — Morgen leben andere an meiner Statt. Ich bin nur ein Geringer. Ich will vergessen sein in meiner Arbeit für euch.

Die Frau und der Offizier ab.

Gli stessi senza il primo prigioniero.

LA DONNA: Concluso questo mondo. Assassinato il mio sangue. Morta la mia via! - E non mi sono resa utile. Ero presente! - Continuo a vivere! - Le languide membra del mio corpo inaridiscono. - Le case sono sprofondate. Ecco il bosco; selva oscura intorno. La mia chioma di capelli aleggia tra i tronchi, e so che qui finisce la mia vita. - Io da voi mi diparto. L'UFFICIALE: Sono con te. LA DONNA: Oh, non fraintendere. Ciò che hai visto in me è giunto alla fine. Ho percorso tutti i gradini della vita, quelli più tortuosi; ora dimenticherò cosa sapevo e sprofonderò nella seconda vita. Siete più in alto di me. Dimenticatemi. Per voi sono scomparsa. L'UFFICIALE: Non sono più in alto. Ho gettato via da me la violenza. Ormai sono soltanto un uomo semplice. Vivo con te. LA DONNA: Sono diventata lupa. Lasciatemi sola. La lupa morde. L'UFFICIALE: Rimango solo con te. Con te scavo la terra. Insieme a te lavoro con le mani, ignaro delle correnti del passato. Sulla dura terra, la nostra opera, di stagione in stagione. Sullo spazio angusto, lontano dalle grandi ore. Siamo diventati piccoli e impercettibili. Dimenticati dal regno dell’avvenire al quale abbiamo operato. LA DONNA: Un uomo semplice. Il grande inferno è passato. Tutti gli uomini vedono la stella. Vieni da me, tu, creatura dell'oblio! IL GIOVANE rivolto all'ufficiale: Vuoi essere contadino. Stare seduto in silenzio. Rimuginare sul passato; fermare il mondo! Ostacolare! - Or dunque - siamo i nemici? L'UFFICIALE: Non nemici! - Domani vivono altri al posto mio. Io sono solo un misero mortale. Voglio essere dimenticato nel mio lavoro per voi.

La donna e l'ufficiale escono di scena.

SECHZEHNTE SZENE - SEDICESIMA SCENA

Der junge Mensch und Anna.

ANNA: Ah — niemals vergessen! Nie vergessen! Trümmerwut und Mord! — Neue Menschheit, du hebst dein Morgengesicht aus dem Dunkel. Wissend seid ihr: Verbrannt und neu gezeugt im Blut. — Eure Kraft treibt mich weiter. Ich gehe. DER JUNGE MENSCH: Mit uns! ANNA: Ein Zeitalter ist zu Ende. DER JUNGE MENSCH: Ich bin am Anfang. In dieser Stunde bin ich geboren. ANNA: Du hast die Welt um dich. Aber wo bleibt mein Leben? DER JUNGE MENSCH: Komm, dein Leben beginnt heute neu. Wir sind Kameraden. Und spür ich auch nie mehr deinen Arm um meinen Hals, wir müssen weiter! Unser Weg geht noch durch viele Länder.

Il giovane e Anna.

ANNA: Ah - non dimenticar giammai! Non dimenticar giammai! Furia di macerie e assassinio! - Nuova umanità, sollevi il tuo volto dell’avvenire dalle tenebre. Voi siete coscienti: arsi e generati a nuova vita nel sangue. - La vostra forza mi sospinge ad andare oltre. Vado. IL GIOVANE: Con noi! ANNA: Un'era è finita. IL GIOVANE: Sono all'inizio. Sono nato in quest'ora. ANNA: Tu, con il mondo intorno. Ma dove rimane la mia vita? IL GIOVANE: Vieni, da oggi incomincia la tua nuova vita. Siamo compagni. E anche se non sento più il tuo braccio intorno al collo, dobbiamo proseguire! La nostra via passa ancora per molti paesi.

Ende - Fine.

La traduzione è mia. La revisione è di Roberta Visone de "La bottega dei traduttori".